„Genitalverstümmelungen der Polizei zu melden muss gesetzliche Pflicht werden“

Ebenso wie in Deutschland müssen auch englische Ärzte bislang keine Meldung an Polizei und Jugendämter geben, wenn Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht oder betroffen sind. Das muss sich ändern, fordert London's Bürgermeister

Ebenso wie in Deutschland müssen auch englische Ärzte bislang keine Meldung an Polizei und Jugendämter geben, wenn Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht oder betroffen sind. Das muss sich ändern, fordert London’s Bürgermeister

London’s Bürgermeister Boris Johnson fordert die Einführung einer gesetzlichen Meldepflicht für Ärzte, Lehrer und Sozialarbeiter, wenn Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht oder betroffen sind.

Auf einer Konferenz, die zu diesem Thema vor wenigen Tagen im Londoner Rathaus stattfand, stellte Johnson fest:

„Solange wir nicht erreicht haben, dass für alle staatlichen Behörden die Pflicht besteht Informationen über Genitalverstümmelungen zu melden, wird die Polizei nicht in der Lage sein Opfer zu schützen und Täter vor Gericht zu bringen…(…) Eine gesetzliche Meldepflicht einzuführen bedeutet jene Unklarheiten zu beseitigen, wie sich Fachkräfte zu verhalten haben, die Mädchen oder Frauen als gefährdet oder bereits Opfer identifizieren…“ [Read more…]

1.000,- Euro von DRACHENFELS DESIGN für den Mädchenschutz

Die Themen

Die Themen „Gesundheit und Schutz“ spielen auch bei den Schmuckstücken von DRACHENFELS DESIGN eine Rolle, wie hier bei der farbenprächtigen Kollektion „Memories of Kashmir“

Auch in diesem Jahr dürfen wir uns über ein tolles Ergebnis der Facebook-Spendenaktion von DRACHENFELS DESIGN freuen:

Für jeden neuen Fan und immer dann, wenn ein Fan die Aktion mit seinen Freunden teilte und sie damit zum Mitmachen motivierte, unterstützte DRACHENFELS DESIGN die Arbeit der TaskForce mit 1,- Euro.

Anlass war der 25. November – der Internationale Tag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen.

Am Ende zählte DRACHENFELS DESIGN rund 700 neue Fans und den Beitrag hatten so viele Menschen geteilt und auf die Problematik der Genitalverstümmelung aufmerksam gemacht, dass wir nun eine Spende in Höhe von 1.000,- Euro in Empfang nehmen dürfen!

Mit dem Geld werden wir unser erfolgreiches Notrufprojekt SOS FGM sichern und die wichtigen Handlungsempfehlungen für Fachkräfte in einer bundesweiten Auflage veröffentlichen können.

Ein herzliches Dankeschön geht an Franziska von Drachenfels, die diese tolle Aktion initiiert hat und sich mit Herz und Seele für den Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung engagiert: „Wir alle sind gefordert – als Gesellschaft und einzelne Personen – aufmerksam und achtsam zu sein und uns dafür stark zu machen, dass Mädchen „vor unserer Haustür“ vor dieser schweren Gewalttat bewahrt werden.“

Gefahr der Genitalverstümmelung in Sierra Leone: Amtsgericht Delmenhorst schützt zwei Mädchen

Mädchen, die in Deutschland leben, erhalten nur in Einzelfällen Schutz vor Genitalverstümmelung. In Delmenhorst hatten zwei Mädchen dieses Glück

Mädchen, die in Deutschland leben, erhalten nur in Einzelfällen Schutz vor Genitalverstümmelung. In Delmenhorst hatten zwei Mädchen dieses Glück

Hamburg, den 24.10.2013: Mit dem Beschluss 18F 146/12 EASO schützt das Amtsgericht Delmenhorst zwei minderjährige Mädchen vor der Genitalverstümmelung, die ihnen in Sierra Leone – dem Heimatland des Vaters – drohte.

Das Gericht schränkt für beide Eltern, d.h. auch für die deutsche Mutter, das Aufenthaltsbestimmungsrecht ein und untersagt ihnen bei Androhung eines Ordnungsgeldes von 25.000,-€ bzw. Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten, mit den Töchtern nach Sierra Leone zu reisen und sie dort der Gefahr der Genitalverstümmelung auszusetzen. Die unbefristete Pflegschaft für sämtliche Auslandsreisen der beiden Mädchen übernimmt nun das Jugendamt Delmenhorst, bei dem auch die Pässe hinterlegt wurden.

Das Verfahren wurde von dem Jugendamt eingeleitet, nachdem eines der Mädchen berichtet hatte, der Vater plane mit ihr in den Ferien eine Reise nach Sierra Leone. Das Land gilt in Bezug auf die Genitalverstümmelung an Mädchen als Hochrisikoland, da dieses schwere Gewaltverbrechen dort mit einer Rate von über 90% an fast allen Mädchen verübt wird. Anhand dieser Fakten stellte das Gericht fest, dass „allein die Absicht des Kindesvaters, mit einem oder beiden Mädchen nach Sierra Leone zu reisen, als drohende Kindeswohlgefährdung angesehen werden“ muss, da in Risikoländern mit einer derart hohen Verstümmelungsrate nicht ausgeschlossen werden kann, dass an den Kindern diese Tat wird, selbst wenn der Vater diese im Vorhinein womöglich gar nicht plante.

Die Entscheidung des Gerichts gründet außerdem auf der gängigen Feststellung, dass die Genitalverstümmelung eine „grausame, folgenschwere und durch nichts zu rechtfertigende Misshandlung“ darstellt und „die möglicherweise eintretenden Verletzungen von besonderer Schwere“ seien. [Read more…]

Konsequenter Schutz für Mädchen bei der TaskForce: Eine Mutter sagt DANKE

Die TaskForce macht sich dafür stark, dass Mädchen sicher vor Genitalverstümmelung geschützt werden

Die TaskForce macht sich dafür stark, dass Mädchen sicher vor Genitalverstümmelung geschützt werden

Seit ihrer Gründung als bundesweites Netzwerk im Jahr 2007 macht sich die TaskForce dafür stark, dass Mädchen, die in Deutschland leben und von Genitalverstümmelung bedroht sind (z.B. während sog. „Ferienreisen“) wirksamen Schutz vor der Verstümmelungsgefahr erhalten.

Zahlreiche Gerichtsverfahren hat die TaskForce seitdem initiiert und begleitet, damit gefährdete Mädchen der z.T. enormen Gefahr im Herkunftsland der Eltern nicht mehr ausgeliefert werden können und die Unversehrtheit der Kinder regelmäßig überprüft werden kann.

Seit die TaskForce im April 2010 den bundesweiten Notruf Genitalverstümmelung – SOS FGM (www.sosfgm.org) eingerichtet hat, melden sich immer mehr Eltern, Fachkräfte (z.B. Lehrer/innen und Erzieher/innen) sowie Mitarbeiter/innen von Jugendämtern, um Hilfe bei der Durchsetzung sicheren Schutzes für gefährdete Mädchen zu erhalten.

Und obwohl uns jedes Mal bereits die Gewissheit genügt, ein Mädchen geschützt zu haben, freuen wir uns natürlich sehr, wenn unsere Arbeit mit Wertschätzung und Dank bedacht wird – so wie kürzlich von einer Mutter, der die TaskForce erfolgreich half,  ihre Tochter vor der Verstümmelungsgefahr in Nigeria zu schützen.

Der folgende Dank – den wir mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin veröffentlichen dürfen – erreichte unsere Initiatorin und Vorstandsvorsitzende über Facebook: [Read more…]

Genitalverstümmelung an Mädchen und wie diese Gewalt im Westen weiter angekurbelt wird.

 

Die Präsenz von Genitalverstümmelung als Massenphänomen im Westen ist allein dem gesellschaftlichen Fehlverhalten im Umgang mit der Tat und den Tätern geschuldet.

Vorwort: In wenigen Tagen, am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen, werden  – wie traditionell seit fast 20 Jahren – Politiker und Hilfsorganisationen mehr oder weniger ausführlich erwähnen, dass immer noch jedes Jahr rund 3 Millionen Mädchen dem „grausamen Akt der archaischen und schrecklichen Tradition“ (1) der Genitalverstümmelung unterworfen werden.

Für uns Anlass genug, um daran zu erinnern, dass auch in Deutschland bzw. Europa die Verstümmelungen unvermindert – an bis zu 80% der gefährdeten Mädchen – verübt werden und dass wir allein in Deutschland auf 15 Jahre aktive Duldungspolitik durch Parlamentarier und Regierung zurückblicken müssen.

Umso wichtiger ist es, ebenfalls daran zu erinnern, dass die Präsenz von weiblicher Genitalverstümmelung als Massenphänomen in westlichen Ländern kein „Schicksal“ oder Zufall ist und auch keine zwangsläufige Folge von Immigration. (2)  [Read more…]

Genitalverstümmelung an Mädchen in Deutschland: Gesetzesantrag von Bündnis90/Die Grünen entpuppt sich als Mogelpackung

Am Donnerstag, den 9. Februar 2012 wird im Bundestag der Gesetzesentwurf zur Schaffung eines Straftatbestandes „Genitalverstümmelung“ beraten, den Bündnis 90/Die Grünen vor einem Jahr eingebracht hatten.

Davon abgesehen, dass die Fraktion die Dimension der Problematik in Deutschland immer noch herunterspielt durch die Verbreitung falscher Zahlen über betroffene und bedrohte Zahlen, obwohl wir die Parlamentarier mehrfach auf das tatsächliche Ausmaß hingewiesen haben, bewerteten wir den Gesetzesentwurf bereits im letzten Jahr als „Mogelpackung“. Die entsprechende Pressemeldung anbei noch einmal zur Erinnerung. Schon zuvor hatten wir die Gesetzesinitiative der FDP-Minister Ulrich Goll und Jörg-Uwe Hahn scharf kritisiert und erläutert, weshalb die geplanten Änderungen im Strafrecht an der Lebenswirklichkeit vorbei gehen.

Die TaskForce kritisiert den erneuten Vorstoß von Bündnis90/Die Grünen, einen expliziten Straftatbestand „Genitalverstümmelung“ einzuführen.

Hamburg, den 08.03.2011. Was auf den ersten Blick breite Zustimmung bei der Wählerschaft fördern dürfte, entpuppt sich bei näherer Ansicht als Mogelpackung:

Tatsächlich erhalten die 30.000 bis 50.000 gefährdeten minderjährigen Mädchen (und nicht etwa nur 5.000 Kinder, wie Politiker seit Jahren falsch behaupten) keinen umfassenden Schutz vor dieser spezifischen Misshandlung.
Die Gesetzesvorlage ist aber von vornherein ungeeignet, um „rechtliche Schutzlücken der aktuellen Gefährdungslage für Mädchen und Frauen“ zu schließen, da das Strafrecht grundsätzlich nicht auf Schutz, sondern auf die Repression der Täter ausgerichtet ist. [Read more…]

Genitalverstümmelung an Mädchen in Deutschland: Wirksamer Schutz ist Staatsaufgabe

Den Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung hat der Staat im Rahmen seines Schutzauftrages sicherstellen

Gemeinsame Pressemeldung der TaskForce mit dem Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

Hamburg/Berlin, den 02.02.2012: Den Internationalen Tag  „Null Toleranz gegenüber Genitalverstümmelung“ am 06. Februar nehmen die TaskForce und der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) zum Anlass, die Bundesregierung mit Nachdruck an ihren Schutzauftrag gegenüber Kindern zu erinnern – insbesondere dann, wenn Gewalt durch die Eltern/Familie verübt wird.

„Im Hinblick auf die Genitalverstümmelung an Mädchen – eine besonders systematische innerfamiliäre Gewalt und Kindesmisshandlung – fehlt jedoch nach wie vor der politische Wille, die staatliche Schutzpflicht wirksam umzusetzen“, konstatiert Ines Laufer von der TaskForce.

Dabei legt allein die Größenordnung dieses Verbrechens dringenden Handlungsbedarf nahe: Bis zu 50.000 minderjährige Mädchen in Deutschland gelten als akut gefährdet. Besonders in den Hochrisikogruppen (z.B. aus den Herkunftsländern Somalia, Äthiopien, Ägypten, Sierra Leone, Mali, Gambia u.v.m.) werden bis zu 80% der Mädchen tatsächlich der Verstümmelung unterworfen, meist während „Ferienreisen“ in das Heimatland der Eltern. [Read more…]

Limitierte Kunst-Postkarten für den Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung

Künstlerin Stefania Spanò unterstützt VISION ACTION CHANGE

Hamburg, den 31.05.2011 – Mit der italienischen Grafikerin und Illustratorin Stefania Spanò hat VISION ACTION CHANGE eine neue Unterstützerin gewonnen.

Bei dieser Charity-Kampagne setzen sich Musiker, Künstler und Designer unter dem Motto “with music, fashion & art against female genital mutilation” dafür ein, dass Mädchen vor der Gewalt der Genitalverstümmelung geschützt werden und unversehrt aufwachsen können.

“Genitalverstümmelungen gehören zu den schlimmsten Formen der Versklavung und Unterwerfung von Frauen”,

so die Künstlerin Stefania Spanò, deren Werke in ganz Europa ausgestellt werden, z.B. 2010 auf der Kinderrechts-Konferenz der EU in Brüssel. [Read more…]

Schutz vor Genitalverstümmelung: Nicola Hinrichsen unterstützt Charity-Kampagne “VISION ACTION CHANGE”

 

Nicola Hinrichsen stiftet für VISION ACTION CHANGE eine limitierte Anzahl ihrer "Flacon-Python"-Armspangen

Nicola Hinrichsen stiftet für VISION ACTION CHANGE eine limitierte Anzahl ihrer "Flacon-Python"-Armspangen

Hamburg, den 18.05.2011 – Die Kampagne VISION ACTION CHANGE ermöglicht breites öffentliches Engagement zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung – eine Gewaltform, der jeden Tag 8.000 Kinder zum Opfer fallen.

Unter dem Motto “with music, fashion & art against female genital mutilation” setzen sich Musiker, Künstler und Designer gemeinsam dafür ein, dass alle Mädchen – ob in Afrika, Asien, dem Mittleren Osten oder in Europa – endlich unversehrt aufwachsen können.

Auch die Schmuck-Designerin Nicola Hinrichsen ist überzeugt, dass [Read more…]

Plan International verhöhnt Spender, Öffentlichkeit und misshandelte Patenkinder

 

Obwohl Plan International rund 1/4 Mio. Patenmädchen der Verstümmelung überlässt, sagen sie den Spendern: Plan schützt Mädchen

Obwohl Plan International rund 1/4 Mio. Patenmädchen der Verstümmelung überlässt, sagen sie den Spendern: Plan schützt Mädchen

Falsche Werbe-Versprechen vs. Duldung schwerer Kinderrechtsverletzungen

Hamburg, den 19.04.2011: Plan International gehört neben World Vision, Kindernothilfe und ChildFund zu jenen Vereinen, die seit 2009 im Rahmen der Patenmädchen-Kampagne von tausenden Menschen kritisiert werden für ihre Weigerung, insgesamt fast eine halbe Million Patenmädchen vor Genitalverstümmelung zu schützen.

Seitdem rechtfertigt Plan International die Duldung gegenüber der Verstümmelungsgewalt mit kulturrelativistischen und paternalistischen Aussagen, präsentiert aber neuerdings Besuchern der Website folgende Überschrift zum Thema Genitalverstümmelung:

Plan schützt Mädchen – Plan setzt sich massiv für die Beendigung dieser gewaltsamen Praktik ein“.

Mit dieser nachweislich falschen Werbe-Aussage wird es für die Öffentlichkeit und die Spender fast unmöglich, ohne fundiertes Hintergrundwissen den tatsächlichen Betrug zu erkennen. In der Praxis erhalten die Patenmädchen eben keinen Schutz, sondern werden unter dem Deckmantel eines sogenannten „partnerschaftlichen, respektvollen Dialogs“ der Verstümmelung überlassen: [Read more…]

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