Genitalverstümmelung an Mädchen und die Crux mit den verfälschten Opferzahlen

Genitalverstümmelungen sind in den meisten arabischen und asiatischen islamisierten Ländern weit verbreitet

Genitalverstümmelungen sind in den meisten arabischen und asiatischen islamisierten Ländern weit verbreitet

 Seit mehr als drei Jahrzehnten steht die Genitalverstümmelung an Mädchen mal mehr mal weniger im Fokus des öffentlichen Interesses und wird i.d.R. als „afrikanisches Problem“ beschrieben. Entsprechend erschöpfen sich die meisten Veröffentlichungen der geschätzten Anzahl Betroffener und potentieller Opfer mit dem Blick auf die afrikanischen Länder, in denen diese Gewalt verübt wird.

Doch spätestens seit die Organisation WADI e.V. im Jahr 2004 die epidemische Verbreitung der Verstümmelungspraxis in Kurdistan/Irak aufdeckte und fundiert belegte, verschwinden von der Weltkarte die vormals weißen Flecken und bringen eine erschütternde Realität zum Vorschein: In fast allen arabischen und vielen asiatischen Ländern ist die Genitalverstümmelung an Mädchen weit verbreitet und steht dort fast immer in direktem Zusammenhang mit dem Islam, z.B. in Iran, Jordanien, Kuwait, Oman, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jemen, Pakistan, auf den Malediven, in Indonesien und Malaysia. [Read more…]

Genitalverstümmelung in Kenia: Täter aus Kuria verurteilt

Wie in fast allen Verstümmelungsgesellschaften erweisen sich die Kuria in Kenia als resistent gegen

Wie in fast allen Verstümmelungsgesellschaften erweisen sich die Kuria in Kenia als resistent gegen „Aufklärung“ über Genitalverstümmelung und verüben dieses Verbrechen weiterhin unvermindert. Nur das konsequente Einschreiten von Polizei und Behörden kann die Mädchen wirksam schützen

Wie die kenianische Daily Nation berichtet, wurde vor wenigen Wochen das Elternpaar Samuel und Jane Mabanga aus  Kuria-Distrikt zu drei Jahren Haft oder je 300.000 SH (rund 2.800,-€) verurteilt, weil es seine 13-jährige Tochter an den Genitalien verstümmeln ließ.

Die beiden Täter ließen die Verstümmelung im Dezember letzten Jahres in einem Dorf des Kuria-Distrikts verüben. Genitalverstümmelung an minderjährigen Mädchen gilt in Kenia seit 2001 als strafbares Verbrechen.

Das Opfer überlebte die Misshandlung nur knapp und musste mit schweren Blutungen im Kehancha Sub-County-Krankenhaus behandelt werden.

Die Mitarbeiter des Krankenhauses alarmierten die Polizei und ermöglichten damit die Strafverfolgung des Täterpaares.

Die Richterin betonte die Schwere der Tat und erklärte, dass „harte Strafen die Eltern davon abhalten werden, das Leben ihrer Töchter auf diese Weise zu gefährden.“ [Read more…]

Genitalverstümmelung an Mädchen: Bundesärztekammer boykottiert wirksame Maßnahmen…

Die Bundesärztekammer kann nicht belegen, dass Verstümmelungsopfer in Deutschland keine angemessene Hilfe erhalten. Auch kann sie nicht erklären, warum der Diagnoseschlüssel S38.2 -

Die Bundesärztekammer kann nicht belegen, dass Verstümmelungsopfer in Deutschland keine angemessene Hilfe erhalten. Auch kann sie nicht erklären, warum der Diagnoseschlüssel S38.2 – „traumatische Amputation der äußeren Genitalorgane“ – zur Erfassung dieser Verletzungen nicht ausreichen sollte.

 …und setzt zur Ablenkung auf populistische Aktionen

Hamburg, den 22.05.2013. Vor zwei Monaten ließ die Bundesärztekammer über ihren Menschenrechtsbeauftragten Dr. Ulrich Clever erklären, sie unterstütze die Aufnahme der weiblichen Genitalverstümmelung in den medizinischen Diagnoseschlüssel (ICD 10). Erst dann, so suggerierte Clever, “können Ärzte endlich eine klare diagnostische und damit auch therapeutische Zuordnung treffen“ und es würde “klargestellt, dass die Krankenkassen notwendige Behandlungen für die betroffenen Frauen ausnahmslos übernehmen“.

Die Bundesärztekammer will sich damit einer im Jahr 2011 gestarteten Aktion des Vereins Terre des Femmes e.V. anschließen, die bereits damals kritisiert wurde: Denn schon zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich die Verletzung der Genitalverstümmelung problemlos erfassen, verschlüsseln und behandeln  –  und zwar mit der ICD-Nummer S38.2 – “traumatische Amputation der äußeren Genitalorgane“. [Read more…]

Neu im Blog: Genitalverstümmelung & Bundesärztekammer – Populismus statt wirksamer Hilfe

 

Unser neuer Blog-Artikel hinterfragt kritisch das "Engagement" der Bundesärztekammer für einen eigenen Diagnoseschlüssel "Genitalverstümmelung"

Unser neuer Blog-Artikel hinterfragt kritisch das "Engagement" der Bundesärztekammer für einen eigenen Diagnoseschlüssel "Genitalverstümmelung"

Wie wir im Februar berichteten, lehnt die Bundesärztekammer die Einführung einer ärztlichen Meldepflicht ab, wenn minderjährige Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht oder betroffen sind und stärkt damit den Schutz der Täter.


Statt sich endlich für diesen dringend notwendigen Schritt stark zu machen, unterstützt die Ärztekammer jetzt eine beispiellose Populismus-Aktion, bei der es um die Einführung eines eigenen Diagnoseschlüssels „Genitalverstümmelung“ geht:

Dabei fehlen bisher jegliche Belege für dessen Notwendigkeit – d.h. die Krankenkassen bestätigen, dass sie selbstverständlich die notwendigen Behandlungskosten für Verstümmelungsopfer übernehmen und es gibt einen Code (S38.2), unter dem sämtliche Formen der „traumatischen Amputation der äußeren Genitalorgane“ erfasst werden können. 

In einem heutigen Schreiben bitten wir die Bundesärztekammer um Stellungnahme.

In unserem aktuellen Blog-Artikel finden Sie alle Hintergründe.

 

Genitalverstümmelung an Mädchen: Ausdruck eines allgemein gewalttätigen Familienumfeldes

Genitalverstümmelung wird i.d.R. in einem generell gewalttätigen Familienumfeld verübt - sowohl in den Herkunftsländern als auch in Deutschland/Europa

Genitalverstümmelung wird i.d.R. in einem generell gewalttätigen Familienumfeld verübt - sowohl in den Herkunftsländern als auch in Deutschland/Europa

Genitalverstümmelungen sind in einer liebevollen familiären Umgebung undenkbar!

In der medialen Berichterstattung über das Thema „Genitalverstümmelung“ werden der Öffentlichkeit seit Jahren mit monotoner Regelmäßigkeit diverse „Bären aufgebunden“, insbesondere durch die Aussage, Eltern, die ihre Töchter genitalverstümmeln lassen, seien im Grunde fürsorgliche Menschen, die nur das Beste für ihre Kinder wollten. Es wird suggeriert, die Verstümmelung sei ein „einmaliger Ausrutscher“ in einer ansonsten liebevollen Familie.

Vertreter dieser fatalen Fehleinschätzung finden wir in sämtlichen Bereichen. Hier einige Beispiele: [Read more…]

Hamburg: Diskussions-Veranstaltung zum „Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit“

Die TaskForce diskutiert mit Plan International und Terre des Femmes den Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit

Die TaskForce diskutiert mit Plan International und Terre des Femmes den Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit

Am Donnerstag, den 10. November 2011 veranstaltet das  „Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.“ ab 18:30 Uhr im Gemeindezentrum Campus/Christianskirche Ottenser Marktplatz 8, Hamburg- Altona
eine spannende Diskussion zum Thema „Umgang mit Genitalverstümmelung in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit“.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit bis zu 170 Millionen Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM) betroffen.

Weibliche Genitalverstümmelung wird heute in zahlreichen internationalen und afrikanischen Konventionen und Aktionsprogrammen als schwere Verletzung der Kinder- und Menschenrechte anerkannt und verurteilt.

Die individuellen und gesellschaftlichen Folgen dieser Praktiken sind gravierend. Die weibliche Genitalverstümmelung ist deshalb ein wichtiges Entwicklungs- und Menschenrechtsthema:  [Read more…]

TERRE DES FEMMES e.V. schützt Verstümmelungs-Täter

Eltern, die vier Töchter genital verstümmeln ließen, bleiben aufgrund des jahrelangen Schweigens deutscher Mitwisser straffrei. Wenigstens aber die jüngsten Mädchen (ca. 5 und 7 Jahre) können nun geschützt werden.

Nachfolgend finden Sie weitere Informationen zur Pressemitteilung über diesen aktuellen Fall in Hamburg:

Die Frauenrechts-Organisation TERRE DES FEMMES e.V. wurde im Sommer 1998 über den Fall informiert. Im September 1998 wurden deshalb sämtliche Mitglieder der heute noch tätigen „AG Genitalverstümmelung“ zur Abstimmung aufgerufen, wie in dem „Fall“ zu verfahren sei. An der „Krisen-Sitzung“, nahm auch die Journalistin Kerstin K., teil, die den Namen der Familie kennt und sich mit der Frage nach dem weiteren konkreten Vorgehen an TERRE DES FEMMES e.V. gewandt hatte. Die AG-Mitglieder entschieden mehrheitlich, keine Anzeige gegen die Täter zu erstatten und somit das Verbrechen zu tolerieren.[1] [Read more…]

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