Konsequenter Schutz für Mädchen bei der TaskForce: Eine Mutter sagt DANKE

Die TaskForce macht sich dafür stark, dass Mädchen sicher vor Genitalverstümmelung geschützt werden

Die TaskForce macht sich dafür stark, dass Mädchen sicher vor Genitalverstümmelung geschützt werden

Seit ihrer Gründung als bundesweites Netzwerk im Jahr 2007 macht sich die TaskForce dafür stark, dass Mädchen, die in Deutschland leben und von Genitalverstümmelung bedroht sind (z.B. während sog. „Ferienreisen“) wirksamen Schutz vor der Verstümmelungsgefahr erhalten.

Zahlreiche Gerichtsverfahren hat die TaskForce seitdem initiiert und begleitet, damit gefährdete Mädchen der z.T. enormen Gefahr im Herkunftsland der Eltern nicht mehr ausgeliefert werden können und die Unversehrtheit der Kinder regelmäßig überprüft werden kann.

Seit die TaskForce im April 2010 den bundesweiten Notruf Genitalverstümmelung – SOS FGM (www.sosfgm.org) eingerichtet hat, melden sich immer mehr Eltern, Fachkräfte (z.B. Lehrer/innen und Erzieher/innen) sowie Mitarbeiter/innen von Jugendämtern, um Hilfe bei der Durchsetzung sicheren Schutzes für gefährdete Mädchen zu erhalten.

Und obwohl uns jedes Mal bereits die Gewissheit genügt, ein Mädchen geschützt zu haben, freuen wir uns natürlich sehr, wenn unsere Arbeit mit Wertschätzung und Dank bedacht wird – so wie kürzlich von einer Mutter, der die TaskForce erfolgreich half,  ihre Tochter vor der Verstümmelungsgefahr in Nigeria zu schützen.

Der folgende Dank – den wir mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin veröffentlichen dürfen – erreichte unsere Initiatorin und Vorstandsvorsitzende über Facebook: [Read more…]

Viel Erfolg im Jahr 2013!

Ein ereignisreiches Jahr ist zu Ende gegangen – und Dank der stetig wachsenden Unterstützung durch Kooperationspartner, Spender und Helfer können wir auf viel Erreichtes und Erfolge beim konkreten Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung zurückblicken.

Dafür danken wir allen Unterstützern von Herzen!

Auch in 2013 gibt es viel zu tun und wir werden uns weiter intensiv dem nachhaltigen und wirksamen Schutz von Mädchen widmen – sowohl in Deutschland als auch in den Herkunftsländern. Also – auf ein erfolgreiches neues Jahr!

Schutz für ein Mädchen vor Genitalverstümmelung in Gambia: Amtsgericht Böblingen schränkt Aufenthaltsbestimmungsrecht ein

 

Bis zu 50.000 minderjährige Mädchen - auch aus bi-nationalen Partnerschaften - sind in Deutschland von Genitalverstümmelung bedroht. Schutz erhalten sie nur in Einzelfällen...

Hamburg, den 15. Oktober 2012: Das Amtsgericht Böblingen hat mit einem aktuellen Beschluss das Aufenthaltsbestimmungsrecht sowie das Recht zur Regelung der Passangelegenheiten für ein minderjähriges Mädchen aus bi-nationaler Partnerschaft an die deutsche Mutter übertragen. Dem aus Gambia stammenden Vater wird damit untersagt, das 5-jährige Kind außerhalb der Grenzen der Schengener Vertragsstaaten zu verbringen. Die Grenzbehörden wurden entsprechend informiert.

Die gerichtliche Entscheidung beruht auf §1666 BGB, denn es ist zu befürchten, dass das Wohl des Kindes bei einer Reise nach Gambia gefährdet sei.

Der getrennt lebende Kindesvater hatte zuvor die Absicht geäußert, mit dem Mädchen zu seiner Familie nach Gambia zu reisen, in der – wie bei fast 90% aller Gambier – die Verstümmelung von Mädchen durch Herausschneiden der Klitoris und Labien üblich sei. Dieser Gefahr sollte das Kind unter keinen Umständen ausgesetzt werden, entschied die umsichtige Mutter und beantragte beim Gericht wirksame Maßnahmen zum Schutz ihrer Tochter vor dieser schweren, irreversiblen Misshandlung. [Read more…]

Bund Deutscher Kriminalbeamter unterstützt Notruf-Projekt „SOS FGM“


Berlin/Hamburg, 21.12.2010.
Der Bund Deutscher Kriminalbeamter und die TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V. setzen sich ab jetzt gemeinsam für den Schutz der bis zu 50.000 Mädchen ein, die in Deutschland von Genitalverstümmelung (FGM) bedroht sind. Minderjährige  Mädchen sicher vor dieser schweren Gewalt zu schützen, ist eine besondere Aufgabe des Kinderschutzes, für den sich der Bund Deutscher Kriminalbeamter seit vielen Jahren stark macht.

Erfolgreiche Prävention erfordert auch eine konsequente Strafverfolgung, die Tätern rechtsstaatliche Grenzen aufzeigt. Bislang sind den Strafverfolgungsbehörden allerdings die Hände gebunden, denn die Taten kommen in aller Regel nicht ans Licht: Es gibt weder eine Untersuchungspflicht noch eine ärztliche Meldepflicht. Selbst wenn zum Beispiel ein Kinderarzt zufällig eine Genitalverstümmelung feststellt, darf er diese Misshandlung nicht den Behörden melden. [Read more…]

Notruf Genitalverstümmelung „SOS FGM“

zweiMädchenMit dem Notruf Genitalverstümmelung hat die TaskForce ein Kinderschutz-Projekt gestartet, das zeigt:

Konkreter Schutz von Mädchen ist möglich!

Allein in Deutschland sind 30.000 bis 50.000 minderjährige Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht. Bis zu 80% dieser Mädchen werden tatsächlich dieser schweren Misshandlung ausgesetzt.
Mit Schutz konnten sie bislang nur in wenigen Ausnahmen rechnen.

Aber: Kinder brauchen den Schutz durch die Gesellschaft und den Staat – besonders dann, wenn Gewalt innerhalb der Familie verübt wird.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass Menschen, die konkrete Informationen über geplante oder bereits verübte Genitalverstümmelungen haben, oft nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Auch Behörden und Jugendämter reagieren vielfach unsicher und zögerlich, wenn gefährdete Mädchen geschützt werden müssen.

SOS FGM reagiert auf genau diesen Umstand und bietet ab jetzt eine Anlaufstelle:

– Wählen Sie die Notrufnummer 01803 – 767 346 (01803 – SOS FGM)*, wenn Sie konkrete Informationen über die Gefährdung eines Mädchens haben.

– Rufen Sie ebenfalls – anonym – den Notruf, wenn Sie von einer bereits verübten Tat erfahren haben. Wir stellen sicher, dass schnell und kompetent Hilfe eingeleitet wird und begleiten jeden einzelnen Fall konsequent.

– Behörden, Jugendämtern und Fachkräften bietet SOS FGM Einzelberatung in konkreten Fällen und fachbezogene Fortbildung im gesamten Bundesgebiet. Angestrebt wird ein sicherer, umsichtiger und schutzorientierter Umgang mit Gefährdungsfällen.

– Mädchen und Frauen, die Opfer dieser Gewalt geworden sind, informieren wir über Ihren Anspruch auf Entschädigung durch den deutschen Staat  (nach dem Opferentschädigungsgesetz, OEG) und helfen ihnen dabei, ihre Ansprüche geltend zu machen.

Dieses Projekt ermöglicht konkreten Schutz von Kindern vor schwerer Gewalt und Misshandlung und trägt zur Verwirklichung ihrer Rechte auf Würde, Leben, körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung bei. Erfahren Sie mehr auf www.sosfgm.org

Alle Informationen über die aktuellen SOS FGM-Handlungs-Empfehlungen für Kindergärten/schulen sowie Jugendämter erhalten Sie hier

SOS FGM bietet den europaweit ersten Notruf Genitalverstümmelung (FGM = Female Genital Mutilation, weibliche Genitalverstümmelung)
* 9 ct/min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 ct/min


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