Schutz vor Genitalverstümmelung für Mädchen in Deutschland: Konkrete Handlungsempfehlungen für Fachkräfte

Prävention von Genitalverstümmelung in Deutschland – Handlungsempfehlungen für Fachkräfte und Interessierte zum Schutz gefährdeter Mädchen

Sicheres und umsichtiges Handeln ist für gefährdete Mädchen lebensrettend

Pressemitteilung Hamburg/Mettmann, den 03.07.2012: „Prävention von Genitalverstümmelung in Deutschland – Handlungsempfehlungen für Fachkräfte und Interessierte zum Schutz gefährdeter Mädchen“ lautet der Titel der Broschüre, die zum gezielten Schutz akut gefährdeter Mädchen beitragen soll.

Die Präventions-Broschüre ist ein gemeinsames Projekt der Kinderschutzorganisation TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V., dem Runden Tisch gegen häusliche Gewalt im Kreis Mettmann und der Opferschutzorganisation Weißer Ring e.V.

Die konkreten Handlungsempfehlungen unterstützen Behörden, Jugendämter und Fachkräfte dabei, eine Gefährdung richtig einzuschätzen und Mädchen sicher vor der schweren Misshandlung zu schützen.

In Deutschland sind zwischen 30.000 und 50.000 minderjährige Mädchen von der Gewalt genitaler Verstümmelung bedroht. Allein in Nordrhein-Westfalen leben etwa 10.000 Frauen und Mädchen aus Hochrisikoländern, wie Somalia, Äthiopien oder Ägypten. Bis zu 80% der gefährdeten Mädchen werden tatsächlich der Verstümmelung unterworfen, oft während Ferienreisen ins Heimatland der Eltern.

Die Präventions-Broschüre gibt einen Überblick über Hintergründe, Verbreitung und Folgen der Verstümmelungspraxis. Beschrieben wird neben den rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere, mit welchen Strategien wirksamer Schutz für Mädchen sowohl in den Herkunftsländern als auch in Deutschland erreicht werden kann.

„Unterstützen Sie dieses wichtige Anliegen und seien Sie sensibel für die Problematik. Sollten Sie Anhaltspunkte für ein solches Verbrechen haben, wenden Sie sich bitte an die in der Broschüre aufgeführten Kontaktstellen“, appelliert Landrat Thomas Hendele.

Ines Laufer von der TaskForce ergänzt: „Unsere Broschüre soll Fachkräfte motivieren, zum Schutz der Kinder aktiv zu werden“.

Die Broschüre steht auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-mettmann.de zum Download bereit und kann in Druckform bestellt werden bei der Gleichstellungsstelle des Kreises Mettmann. Tel.: 02104 – 991 023, E-Mail gleichstellungsstelle@Kreis-Mettmann.de.

Genitalverstümmelung an Mädchen in Hamburg: Kritik an Jugendamt wegen Unterlassung sicheren Schutzes

Bislang kein sicherer Schutz für 2 Mädchen in Hamburg - obwohl ihre vier Schwestern Opfer von Genitalverstümmelung wurden

Vier Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung, zwei jüngere Schwestern gefährdet, kein Unrechtsbewusstsein bei den Tätern – aber das Jugendamt reagiert unzureichend

Hamburg, den 20.02.2012: Die TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V. kritisiert das Jugendamt Hamburg Nord und insbesondere den zuständigen Kinderschutz-Koordinator Roland Schmitz für seine Unterlassung, alle gebotenen Maßnahmen auszuschöpfen, um zwei akut gefährdete Mädchen vor der Misshandlung der Genitalverstümmelung zu schützen. Dabei handelt es sich bei den Eltern um mehrfache Verstümmelungstäter, die bis heute kein Unrechtsbewusstsein für ihre Tat zeigen: Das Ehepaar aus Gambia hat vor ca. 10 Jahren vier Töchter während einer „Ferienreise“ genital verstümmeln lassen und das älteste Mädchen (damals 10 Jahre alt) sogar zurückgelassen.

Die TaskForce berichtete bereits im Januar 2010 über den Fall. [Read more…]

Genitalverstümmelung an Mädchen in Deutschland: Gesetzesantrag von Bündnis90/Die Grünen entpuppt sich als Mogelpackung

Am Donnerstag, den 9. Februar 2012 wird im Bundestag der Gesetzesentwurf zur Schaffung eines Straftatbestandes „Genitalverstümmelung“ beraten, den Bündnis 90/Die Grünen vor einem Jahr eingebracht hatten.

Davon abgesehen, dass die Fraktion die Dimension der Problematik in Deutschland immer noch herunterspielt durch die Verbreitung falscher Zahlen über betroffene und bedrohte Zahlen, obwohl wir die Parlamentarier mehrfach auf das tatsächliche Ausmaß hingewiesen haben, bewerteten wir den Gesetzesentwurf bereits im letzten Jahr als „Mogelpackung“. Die entsprechende Pressemeldung anbei noch einmal zur Erinnerung. Schon zuvor hatten wir die Gesetzesinitiative der FDP-Minister Ulrich Goll und Jörg-Uwe Hahn scharf kritisiert und erläutert, weshalb die geplanten Änderungen im Strafrecht an der Lebenswirklichkeit vorbei gehen.

Die TaskForce kritisiert den erneuten Vorstoß von Bündnis90/Die Grünen, einen expliziten Straftatbestand „Genitalverstümmelung“ einzuführen.

Hamburg, den 08.03.2011. Was auf den ersten Blick breite Zustimmung bei der Wählerschaft fördern dürfte, entpuppt sich bei näherer Ansicht als Mogelpackung:

Tatsächlich erhalten die 30.000 bis 50.000 gefährdeten minderjährigen Mädchen (und nicht etwa nur 5.000 Kinder, wie Politiker seit Jahren falsch behaupten) keinen umfassenden Schutz vor dieser spezifischen Misshandlung.
Die Gesetzesvorlage ist aber von vornherein ungeeignet, um „rechtliche Schutzlücken der aktuellen Gefährdungslage für Mädchen und Frauen“ zu schließen, da das Strafrecht grundsätzlich nicht auf Schutz, sondern auf die Repression der Täter ausgerichtet ist. [Read more…]

Genitalverstümmelung an Mädchen in Deutschland: Wirksamer Schutz ist Staatsaufgabe

Den Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung hat der Staat im Rahmen seines Schutzauftrages sicherstellen

Gemeinsame Pressemeldung der TaskForce mit dem Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)

Hamburg/Berlin, den 02.02.2012: Den Internationalen Tag  „Null Toleranz gegenüber Genitalverstümmelung“ am 06. Februar nehmen die TaskForce und der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) zum Anlass, die Bundesregierung mit Nachdruck an ihren Schutzauftrag gegenüber Kindern zu erinnern – insbesondere dann, wenn Gewalt durch die Eltern/Familie verübt wird.

„Im Hinblick auf die Genitalverstümmelung an Mädchen – eine besonders systematische innerfamiliäre Gewalt und Kindesmisshandlung – fehlt jedoch nach wie vor der politische Wille, die staatliche Schutzpflicht wirksam umzusetzen“, konstatiert Ines Laufer von der TaskForce.

Dabei legt allein die Größenordnung dieses Verbrechens dringenden Handlungsbedarf nahe: Bis zu 50.000 minderjährige Mädchen in Deutschland gelten als akut gefährdet. Besonders in den Hochrisikogruppen (z.B. aus den Herkunftsländern Somalia, Äthiopien, Ägypten, Sierra Leone, Mali, Gambia u.v.m.) werden bis zu 80% der Mädchen tatsächlich der Verstümmelung unterworfen, meist während „Ferienreisen“ in das Heimatland der Eltern. [Read more…]

Drachenfels-Design engagiert sich mit VISION ACTION CHANGE für Mädchenschutz

Diese Herz-Anhänger aus Silber verloste Drachenfels-Design, um die Fans noch mehr zum Mitmachen zu motivieren

Diese Herz-Anhänger aus Silber verloste Drachenfels-Design, um die Fans noch mehr zum Mitmachen zu motivieren

Das Pforzheimer Schmuck-UnternehmenDrachenfels Designsteht für edlen, handgefertigten Schmuck, der Geschichten aus einer Welt voller Fabelwesen und Märchenfiguren erzählt – und ebenso für soziales Engagement.

Seit einem Jahr unterstützt Drachenfels-Design das Charity-Projekt VISION ACTION CHANGE, bei dem Musiker, Künstler und Designer ein Zeichen für den Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung setzen.

Für Franziska von Drachenfels, Inhaberin der Schmuck-Manufaktur, ist der Schutz von Mädchen vor dieser schweren Misshandlung ein wichtiges Anliegen, denn sie erkennt darin „eine der schwerwiegendsten Formen von Gewalt gegen Frauen zur Sicherung des Patriarchats, vorgenommen an den kleinsten und schützenswertesten Menschen – den Kindern.“ [Read more…]

TERRE DES FEMMES überlässt 5-Jährige der Genitalverstümmelung in Guinea

Wer schützt Khady in Guinea? TERRE DES FEMMES e.V. versäumt rechtliche Schutz-maßnahmen und überlässt das Kind der akuten Gefahr von Genitalverstümmelung.

Hamburg, 14. Juli 2011 – Die TaskForce kritisiert die Unterlassung angemessener Hilfe seitens TERRE DES FEMMES im Fall drohender Genitalverstümmelung und fordert von dem Verein, sich für das Recht gefährdeter Mädchen auf sicheren Schutz vor dieser Gewalt einzusetzen:

Die 5-jährige Khady wächst in Deutschland auf und geht in den Kindergarten. Es steht eine Sommerreise nach Guinea an. „Die Fünfjährige ahnt jedoch nicht, dass ihre Großmutter plant, ihre Enkelin diesmal zur Beschneiderin zu bringen“, heißt es in einem aktuellen Spendenbrief des Vereins.

Die Kindergärtnerin bittet TERRE DES FEMMES um Hilfe. [Read more…]

Genitalverstümmelung ist ein globales Problem

Foto: Evelin Frerk/www.evelinfrerk.deInterview des Humanistischen Pressedienstes (HPD) mit dem TaskForce-Vorstandsmitglied Simone Schwarz

BERLIN/HAMBURG. (hpd) Es scheint, als wäre die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) nicht nur bei Opfern und Tätern ein Tabu, sondern auch in unserer Gesellschaft und der Öffentlichkeit. Es gibt einige wenige Initiativen, die sich des Themas annehmen und versuchen, es in die Medien zu tragen. Dabei ist Genitalverstümmelung ein globales Problem, das z.B. in Teilen des östlichen Afrikas quasi jede Frau betrifft.

Auch in Deutschland müssen bis zu 50.000 minderjährige Mädchen nach Schätzungen als gefährdet eingestuft werden. Grund genug, um sich mit der Thematik zu befassen.

Der gemeinnützige Verein „Task Force für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V.“, mit Sitz in Hamburg, hat sich des Schutzes der Mädchen angenommen, die von Genitalverstümmelungen bedroht sind. Der hpd sprach mit dem Vorstandsmitglied Simone Schwarz.

Lesen Sie hier das Interview des HPD mit Simone Schwarz

Foto: Evelin Frerk/www.evelinfrerk.de

Limitierte Kunst-Postkarten für den Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung

Künstlerin Stefania Spanò unterstützt VISION ACTION CHANGE

Hamburg, den 31.05.2011 – Mit der italienischen Grafikerin und Illustratorin Stefania Spanò hat VISION ACTION CHANGE eine neue Unterstützerin gewonnen.

Bei dieser Charity-Kampagne setzen sich Musiker, Künstler und Designer unter dem Motto “with music, fashion & art against female genital mutilation” dafür ein, dass Mädchen vor der Gewalt der Genitalverstümmelung geschützt werden und unversehrt aufwachsen können.

“Genitalverstümmelungen gehören zu den schlimmsten Formen der Versklavung und Unterwerfung von Frauen”,

so die Künstlerin Stefania Spanò, deren Werke in ganz Europa ausgestellt werden, z.B. 2010 auf der Kinderrechts-Konferenz der EU in Brüssel. [Read more…]

Schutz vor Genitalverstümmelung: Nicola Hinrichsen unterstützt Charity-Kampagne “VISION ACTION CHANGE”

 

Nicola Hinrichsen stiftet für VISION ACTION CHANGE eine limitierte Anzahl ihrer "Flacon-Python"-Armspangen

Nicola Hinrichsen stiftet für VISION ACTION CHANGE eine limitierte Anzahl ihrer "Flacon-Python"-Armspangen

Hamburg, den 18.05.2011 – Die Kampagne VISION ACTION CHANGE ermöglicht breites öffentliches Engagement zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung – eine Gewaltform, der jeden Tag 8.000 Kinder zum Opfer fallen.

Unter dem Motto “with music, fashion & art against female genital mutilation” setzen sich Musiker, Künstler und Designer gemeinsam dafür ein, dass alle Mädchen – ob in Afrika, Asien, dem Mittleren Osten oder in Europa – endlich unversehrt aufwachsen können.

Auch die Schmuck-Designerin Nicola Hinrichsen ist überzeugt, dass [Read more…]

Plan International verhöhnt Spender, Öffentlichkeit und misshandelte Patenkinder

 

Obwohl Plan International rund 1/4 Mio. Patenmädchen der Verstümmelung überlässt, sagen sie den Spendern: Plan schützt Mädchen

Obwohl Plan International rund 1/4 Mio. Patenmädchen der Verstümmelung überlässt, sagen sie den Spendern: Plan schützt Mädchen

Falsche Werbe-Versprechen vs. Duldung schwerer Kinderrechtsverletzungen

Hamburg, den 19.04.2011: Plan International gehört neben World Vision, Kindernothilfe und ChildFund zu jenen Vereinen, die seit 2009 im Rahmen der Patenmädchen-Kampagne von tausenden Menschen kritisiert werden für ihre Weigerung, insgesamt fast eine halbe Million Patenmädchen vor Genitalverstümmelung zu schützen.

Seitdem rechtfertigt Plan International die Duldung gegenüber der Verstümmelungsgewalt mit kulturrelativistischen und paternalistischen Aussagen, präsentiert aber neuerdings Besuchern der Website folgende Überschrift zum Thema Genitalverstümmelung:

Plan schützt Mädchen – Plan setzt sich massiv für die Beendigung dieser gewaltsamen Praktik ein“.

Mit dieser nachweislich falschen Werbe-Aussage wird es für die Öffentlichkeit und die Spender fast unmöglich, ohne fundiertes Hintergrundwissen den tatsächlichen Betrug zu erkennen. In der Praxis erhalten die Patenmädchen eben keinen Schutz, sondern werden unter dem Deckmantel eines sogenannten „partnerschaftlichen, respektvollen Dialogs“ der Verstümmelung überlassen: [Read more…]

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