Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung: Waris Dirie fordert strenge Kontrollen

Waris Dirie wurde als als kleines Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung. Sie weiß, dass wirksamer Schutz nur durch strenge Kontrollen zu erzielen ist und fordert diese ein

Waris Dirie wurde als als kleines Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung. Sie weiß, dass wirksamer Schutz nur durch strenge Kontrollen zu erzielen ist und fordert diese ein

In einem aktuellen Posting fordert Waris Dirie, endlich strenge Kontrollen zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung umzusetzen. Sie schreibt:

„Ich fordere die Regierungen auf, endlich harte Maßnahmen und strenge Kontrollen bei Familien, die aus Ländern stammen, in denen FGM (=Female Genital Mutilation=Weibliche Genitalverstümmelung) verbreitet ist, durchzuführen.

Ohne strenge Kontrolle wird FGM nie beendet werden! Gesprochen ist genug geworden! Jetzt müssen Taten folgen.“

Das ehemalige Model wurde selbst als Kind verstümmelt und engagiert sich seit 20 Jahren für ein Ende dieser Gewalt.

Sie ist nicht die einzige Überlebende von Genitalverstümmelung, die für systematische Kontrollen plädiert, um Mädchen zu schützen:

Die somalische Politikerin Ayaan Hirsi Ali hatte bereits 2004 während ihrer parlamentatischen Tätigkeit für die holländische Partei VVD einen umfassenden Maßnahmenkatalog erarbeitet, der auf regelmäßigen Kontrolluntersuchungen gefährdeter Mädchen basierte. (1)

Auch die kenianische Aktivistin Marie Nareku erläuterte bereits vor Jahren, dass medizinische Check Ups die einzige Möglichkeit bedeuten, die Unversehrtheit von Mädchen sicherzustellen.

Seit knapp 10 Jahren fordert die TaskForce die Einführung eines wirksamen Präventionsprogramms, bei dem medizinische Kontrolluntersuchungen einen wichtigen Bestandteil bilden.

Taube Ohren bei den Politikern [Read more…]

Schutz für ein Mädchen vor Genitalverstümmelung in Gambia: Amtsgericht Böblingen schränkt Aufenthaltsbestimmungsrecht ein

 

Bis zu 50.000 minderjährige Mädchen - auch aus bi-nationalen Partnerschaften - sind in Deutschland von Genitalverstümmelung bedroht. Schutz erhalten sie nur in Einzelfällen...

Hamburg, den 15. Oktober 2012: Das Amtsgericht Böblingen hat mit einem aktuellen Beschluss das Aufenthaltsbestimmungsrecht sowie das Recht zur Regelung der Passangelegenheiten für ein minderjähriges Mädchen aus bi-nationaler Partnerschaft an die deutsche Mutter übertragen. Dem aus Gambia stammenden Vater wird damit untersagt, das 5-jährige Kind außerhalb der Grenzen der Schengener Vertragsstaaten zu verbringen. Die Grenzbehörden wurden entsprechend informiert.

Die gerichtliche Entscheidung beruht auf §1666 BGB, denn es ist zu befürchten, dass das Wohl des Kindes bei einer Reise nach Gambia gefährdet sei.

Der getrennt lebende Kindesvater hatte zuvor die Absicht geäußert, mit dem Mädchen zu seiner Familie nach Gambia zu reisen, in der – wie bei fast 90% aller Gambier – die Verstümmelung von Mädchen durch Herausschneiden der Klitoris und Labien üblich sei. Dieser Gefahr sollte das Kind unter keinen Umständen ausgesetzt werden, entschied die umsichtige Mutter und beantragte beim Gericht wirksame Maßnahmen zum Schutz ihrer Tochter vor dieser schweren, irreversiblen Misshandlung. [Read more…]

Genitalverstümmelung an vier Mädchen in Frankreich: Mildes Urteil, Täter bleiben womöglich ohne Haftstrafe

Das Täterpaar, das in Frankreich seine vier Töchter genitalverstümmeln ließ, wurde zwar verurteilt, doch noch steht nicht fest, ob es die ohnehin milde Haftstrafe verbüßen muss

Das Täterpaar, das in Frankreich seine vier Töchter genitalverstümmeln ließ, wurde zwar verurteilt, doch noch steht nicht fest, ob es die ohnehin milde Haftstrafe verbüßen muss

Die besondere Tragik: Die beiden jüngsten Opfer hätten geschützt werden können! Doch die französischen Behörden haben wirksamen Schutz der Kinder und ein rechtzeitiges Strafverfahren gegen die Täter unterlassen…

Nièvre/Frankreich, 01.06.2012: Für die Verstümmelung der Genitalien seiner vier Töchter wurde am Freitag ein Ehepaar aus Guinea für schuldig befunden und zu einer milden Haftstrafe verurteilt: Laut Urteil muss der Vater zwei Jahre hinter Gitter, die Mutter 18 Monate. Wie Le Monde berichtet, bleibt der Richter mit dieser Entscheidung weit unter der Forderung des Staatsanwaltes, der für den Vater 8 Jahre und für die Mutter 6 Jahre ohne Bewährung gefordert hatte.

Unmittelbar nach der Urteilsverkündung kündigte der Präsident des Gerichts in Nevers an, es sei keinesfalls sicher, dass die Beiden ins Gefängnis gehen“ da der Strafvollzugsrichter  prüfen werde, in welchem Maß die Strafe abgeändert werden könne! Doch damit nicht genug: [Read more…]

Get Adobe Flash player