Petition gegen Verharmlosung von Genitalverstümmelung

Ägypten legalisiert Genitalverstümmelung
10. Februar 2010
Deutschland: Falsche Zahlen von UNICEF und Terre des Femmes
10. Februar 2010
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Gemeinsam mit der Waris Dirie-Foundation und dem Inter-African-Commité für eine klare Sprache: Petition an deutschsprachige Organisationen für die einheitliche Verwendung des Begriffs „Genitalverstümmelung“ in der Öffentlichkeitsarbeit:

Bereits im Jahr 1990 legten die Mitglieder der weltweit größten und ältesten Vereinigung afrikanischer Frauen und Männer, die sich in ihren Ländern für die Beendigung der Verstümmelung einsetzen „des Inter-African-Commités (IAC)“ ihre Erkenntnis über die Wichtigkeit und Bedeutsamkeit von Sprache einer richtungsweisenden Entscheidung zugrunde: diese Praktiken auch wörtlich als das zu bezeichnen, was sie sind: Genitalverstümmelungen, in Englisch Female Genital Mutilation (FGM). Im Jahr 2005 bestärkten sie diesen Entschluss mit einer Deklaration, die sie auf der 6. Generalversammlung des IAC in Bamako an die Weltöffentlichkeit richteten.

Gemeinsam mit der Waris Dirie-Foundation und dem Inter-African-Commité für eine klare Sprache: Petition an deutschsprachige Organisationen für die einheitliche Verwendung des Begriffs „Genitalverstümmelung“ in der Öffentlichkeitsarbeit:

Bereits im Jahr 1990 legten die Mitglieder der weltweit größten und ältesten Vereinigung afrikanischer Frauen und Männer, die sich in ihren Ländern für die Beendigung der Verstümmelung einsetzen „des Inter-African-Commités (IAC)“ ihre Erkenntnis über die Wichtigkeit und Bedeutsamkeit von Sprache einer richtungsweisenden Entscheidung zugrunde: diese Praktiken auch wörtlich als das zu bezeichnen, was sie sind: Genitalverstümmelungen, in Englisch Female Genital Mutilation (FGM). Im Jahr 2005 bestärkten sie diesen Entschluss mit einer Deklaration, die sie auf der 6. Generalversammlung des IAC in Bamako an die Weltöffentlichkeit richteten.In Deutschland müssen wir feststellen, dass diese Forderung nach der Verwendung des Begriffs „weibliche Genitalverstümmelung“ von einem Großteil jener Organisationen ignoriert wird, die (zumeist zwecks Spendenacquise) diese Praktiken öffentlich thematisieren.

Darin ist sowohl eine Missachtung der fundierten Forderung der engagierten afrikanischen Frauen und Männer zu sehen, als auch die Behinderung aufrichtiger Bemühungen, die Verstümmelungspraxis zu beenden.

Die Menschenrechtlerin und Autorin Monika Gerstendörfer, die sich u.a. dem Studium der Psycholinguistik gewidmet hat, bringt in ihrem aufschlussreichen Buch „Der verlorene Kampf um die Wörter“ (Junfermann-Verlag, 2007) unsere Verantwortung für die von uns verwendete Sprache auf den Punkt:

„Wenn also schon die sprachliche Umschreibung deutlich zeigt, dass das Phänomen überhaupt nicht erfasst und verstanden wurde, wie soll man dann jemals Lösungsmöglichkeiten finden? Sprache ist untrennbar mit unseren Einstellungen verknüpft. Und unsere Einstellungen beeinflussen unser Verhalten. Das wird allzu leicht vergessen. Wer spricht, verhält sich. Das gilt für jeden Einzelnen“ (S.15)

Gemeinsam mit der Waris Dirie-Foundation, dem IAC, Akifra e.V., der Giordano-Bruno-Stiftung, der Lobby für Menschenrechte e.V., TABU e.V. und WADI e.V. setzt sich die „TaskForce“ dafür ein, dass der Ruf der couragierten AfrikanerInnen nach der einheitlichen korrekten Terminologie „Genitalverstümmelung“ gehört und respektiert wird und fordert dies in einem gemeinsamen Appell:

Die Petition finden Sie hier: (Petition zum Downloaden)

Folgende Organisationen werden im September 2007 mit dieser Petition aufgefordert, in ihren Veröffentlichungen (Publikationen, Internet usw.) künftig durchgehend den Begriff „Genitalverstümmelung“ zu verwenden:

UNICEF Deutschland
Plan International Deutschland e.V.
Care International Deutschland e.V.
die GTZ
der Deutsche Frauenrat
FORWARD Germany e.V.
TERRE-DES-FEMMES e.V.
Aktion weißes Friedensband e.V.
die Bundesärztekammer
AG FIDE e.V.In Deutschland müssen wir feststellen, dass diese Forderung nach der Verwendung des Begriffs „weibliche Genitalverstümmelung“ von einem Großteil jener Organisationen ignoriert wird, die (zumeist zwecks Spendenacquise) diese Praktiken öffentlich thematisieren.

 Darin ist sowohl eine Missachtung der fundierten Forderung der engagierten afrikanischen Frauen und Männer zu sehen, als auch die Behinderung aufrichtiger Bemühungen, die Verstümmelungspraxis zu beenden.

 Die Menschenrechtlerin und Autorin Monika Gerstendörfer, die sich u.a. dem Studium der Psycholinguistik gewidmet hat, bringt in ihrem aufschlussreichen Buch „Der verlorene Kampf um die Wörter“ (Junfermann-Verlag, 2007) unsere Verantwortung für die von uns verwendete Sprache auf den Punkt:

 „Wenn also schon die sprachliche Umschreibung deutlich zeigt, dass das Phänomen überhaupt nicht erfasst und verstanden wurde, wie soll man dann jemals Lösungsmöglichkeiten finden? Sprache ist untrennbar mit unseren Einstellungen verknüpft. Und unsere Einstellungen beeinflussen unser Verhalten. Das wird allzu leicht vergessen. Wer spricht, verhält sich. Das gilt für jeden Einzelnen“ (S.15)

Gemeinsam mit der Waris Dirie-Foundation, dem IAC, Akifra e.V., der Giordano-Bruno-Stiftung, der Lobby für Menschenrechte e.V., TABU e.V. und WADI e.V. setzt sich die „TaskForce“ dafür ein, dass der Ruf der couragierten AfrikanerInnen nach der einheitlichen korrekten Terminologie „Genitalverstümmelung“ gehört und respektiert wird und fordert dies in einem gemeinsamen Appell:

Die Petition finden Sie hier: (Petition zum Downloaden)

 Folgende Organisationen werden im September 2007 mit dieser Petition aufgefordert, in ihren Veröffentlichungen (Publikationen, Internet usw.) künftig durchgehend den Begriff „Genitalverstümmelung“ zu verwenden:

 UNICEF Deutschland
Plan International Deutschland e.V.
Care International Deutschland e.V.
die GTZ
der Deutsche Frauenrat
FORWARD Germany e.V.
TERRE-DES-FEMMES e.V.
Aktion weißes Friedensband e.V.
die Bundesärztekammer
AG FIDE e.V.

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