Folgen

Der verstümmelnde Eingriff führt zu akuten und chronischen Folgen

Akute Komplikationen: Psychisches Akut-Trauma, Infektionen (Abszessbildung, Allgemeininfektion, Septischer Schock, HIV-Infektion, Tetanus), Probleme beim Wasserlassen, Verletzung benachbarter Organe (wie Harnröhre) und Frakturen, starke Blutungen, Schock, Anämie, Tod)

Chronische körperliche Komplikationen: Unfruchtbarkeit, Harnwegsinfektion, Inkontinenz, Vaginalkristalle, Komplikationen des Narbengewebes, Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt (Vaginaluntersuchung erschwert, Austreibungsphase verlängert, Fistelbildung, höhere Sterblichkeitsrate bei Mutter und Kind)

Besonders gravierend sind sowohl für die Opfer als auch für die gesamte Gesellschaft die psychischen und sozialen Folgen:

Die Genitalverstümmelung hinterlässt meist ein schwerwiegendes unauslöschbares körperliches und seelisches Trauma. Bis zu 80 % der Opfer erleiden aufgrund der Gewalt anhaltende anhaltende Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), dissoziative Störungen und Angststörungen, verbunden mit Vertrauensverlust zu Bezugspersonen. Langfristig können die Opfer unter dem Gefühl des Unvollständigseins, unter Angst, Depressionen, chronischer Reizbarkeit, sexuellen Störungen und Partnerschaftskonflikten leiden. Viele durch diese schwere Misshandlung traumatisierte Frauen haben keine Möglichkeiten, ihre Gefühle und Ängste auszudrücken und leiden im Stillen.

Gleichzeitig führen Trauma, Verdrängung und Abspaltung (Dissoziation) der Gewalterfahrung, sowie die „Identifikation mit dem Aggressor“ zur Aufrechterhaltung des Gewaltkreises, zur Weitergabe der Gewalt von einer Generation zur nächsten: Die psychologischen Mechanismen sind vergleichbar mit anderen Formen inter-generationeller Gewalt, z.B. mit der Weitergabe sexualisierter Gewalt innerhalb von Familien.

Erfahren Sie, wo diese Gewaltform verbreitet ist >

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