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Hintergrund
Noch heute "im 21. Jahrhundert" werden jedes Jahr mehr als drei Millionen Mädchen in afrikanischen Ländern, Jemen, Indonesien, Malaysia und Kurdistan/Irak an ihren Genitalien verstümmelt, um sie an der Entfaltung einer eigenständigen Persönlichkeit "und Sexualität" zu hindern.
Viele MigrantInnen, die sich für ein Leben in der Bundesrepublik entscheiden, halten an diesen Praktiken fest:
Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland zwischen 35 und 80% der ca. 30.000 gefährdeten minderjährigen Mädchen entweder während der Ferien im Heimatland, in Deutschland oder in einem anderen europäischen Land der Verstümmelung unterzogen werden.
Während die Bundesregierung die Praxis der Genitalverstümmelung als schwere Menschenrechtsverletzung und Gewalt verurteilt, die durch nichts zu rechtfertigen ist, und die nicht geduldet werden darf, hat sie es bisher versäumt, ihren Worten die entsprechenden Taten folgen zu lassen - d.h. die gefährdeten Mädchen in Deutschland zu schützen.
Um diese Lücke zu schließen, hat die "TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung" ein Programm erarbeitet, das am 06.Februar 2007 (dem Internationalen Tag "Zero Tolerance to Female Genital Mutilation") verschiedenen Ausschüssen des Bundestages (z.B. Ausschuss für Gesundheit, Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Rechtsausschuss, Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen, und Jugend) vorgelegt wurde. Für die Implementierung dieses Programms setzen wir uns ein.