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Die "TaskForce" korrigiert Fehler von UNICEF, TERRE-DES-FEMMES und dem Berufsverband der Frauenärzte in der Broschüre "Schnitte in Körper und Seele", die im Jahr 2005 veröffentlicht wurde
In dieser Broschüre wird u.a. eine Umfrage ausgewertet, die sich 2005 an GynäkologInnen richtete.
Die Auswertung einiger Fragen wurde fehlerhaft durchgeführt, sodass der Eindruck entsteht, verschiedene Probleme seien von einer geringeren Relevanz als sie tatsächlich sind.
Die "TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung" hat bereits im Januar 2007 alle involvierten Organisationen auf diese Fehler hingewiesen, die jedoch bisher eine Überarbeitung unterlassen haben und somit wissentlich fehlerhafte Daten weitergeben.
Die gesamte Broschüre bedarf außerdem einer sprachlichen Überarbeitung, um die korrekte Terminologie "Genitalverstümmelung" an die Stelle des verharmlosenden Begriffes "Beschneidung" zu setzen.
Die "TaskForce" übernimmt an deren Stelle die Überarbeitung und Korrektur wie folgt:
In der ersten Frage wird eruiert, wie viele der befragten ÄrztInnen bereits genitalverstümmelte Patientinnen in ihrer Praxis behandelt haben. 212 von 493 ÄrztInnen beantworteten diese Frage mit "ja".
Auf diese 212 ÄrztInnen muss sich die Auswertung der Fragen 2., 5., und 6. beziehen, denn sie setzen die Behandlung verstümmelter Patientinnen voraus.
Die korrigierte Auswertung ergibt folgendes Bild:
Frage 2.
- 67,7% der ÄrztInnen gaben an, dass die PatientInnen sie im Zuge von Schwangerschaft/Entbindung konsultierten
- 39,3% der Frauen wünschten eine Vorsorgeuntersuchung
- 35,3% der Frauen führten chronische Schmerzen in die Praxis
Frage 5.
- 1,4% der ÄrztInnen wurden gefragt, selbst eine Verstümmelung vorzunehmen.
Frage 6.
- 16,5% der ÄrztInnen wussten von Patientinnen, die ihre Töchter im Heimatland verstümmeln lassen wollten
Mit der Beantwortung der Frage 3. wird herausgefunden, wie viele ÄrztInnen bereits genitalverstümmelte Patientinnen entbunden haben. 150 ÄrztInnen beantworten diese Frage mit "ja". Auf diese 150 ÄrztInnen muss sich die Auswertung der Frage 4. beziehen, denn sie setzt die Betreuung verstümmelter Frauen bei der Geburt voraus:
Die korrigierte Auswertung der Frage 4. ergibt folgendes Bild:
Fast ein Viertel (23,3%) der ÄrztInnen wurde mit der Anfrage nach Reinfibulation (Wiedervernähen der Vagina bis auf eine kleine Öffnung) nach der Geburt konfrontiert.