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	<title>TaskForce &#187; Kommentare — TaskForce</title>
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	<description>Effektive Prävention von Genitalverstümmelung</description>
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		<title>Genitalverstümmelung an Mädchen: Ausdruck eines allgemein gewalttätigen Familienumfeldes</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2012/01/genitalverstummelung-an-madchen-ausdruck-eines-gewalttatigen-familienumfeldes/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 21:04:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Genitalverstümmelung ist Ausdruck eines gewalttätigen Familienumfeldes]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">
<div id="attachment_6091" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-6091 " title="Genitalverstümmelung wird i.d.R. in einem generell gewalttätigen Familienumfeld verübt - sowohl in den Herkunftsländern als auch in Deutschland/Europa" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2012/01/iStock_000014772742XSmall-300x199.jpg" alt="Genitalverstümmelung wird i.d.R. in einem generell gewalttätigen Familienumfeld verübt - sowohl in den Herkunftsländern als auch in Deutschland/Europa" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Genitalverstümmelung wird i.d.R. in einem generell gewalttätigen Familienumfeld verübt - sowohl in den Herkunftsländern als auch in Deutschland/Europa</p></div>
<p><strong>Genitalverstümmelungen sind in einer liebevollen familiären Umgebung undenkbar!</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">In der medialen Berichterstattung über das Thema &#8220;Genitalverstümmelung&#8221; werden der Öffentlichkeit seit Jahren mit monotoner Regelmäßigkeit diverse &#8220;Bären aufgebunden&#8221;, insbesondere durch die Aussage, Eltern, die ihre Töchter genitalverstümmeln lassen, seien im Grunde fürsorgliche Menschen, die nur das Beste für ihre Kinder wollten. Es wird suggeriert, die Verstümmelung sei ein &#8220;einmaliger Ausrutscher&#8221; in einer ansonsten liebevollen Familie.</p>
<p style="text-align: justify;">Vertreter dieser fatalen Fehleinschätzung finden wir in sämtlichen Bereichen. Hier einige Beispiele:<span id="more-6090"></span></p>
<p style="text-align: justify;">- <strong>Migrantinnen</strong>, die zwar oberflächlich vorgeben, sich gegen <a href="http://www.taskforcefgm.de/situation/macht-der-sprache/verharmlosung-zurueckweisen/" target="_blank">&#8220;Beschneidung&#8221;</a> einzusetzen, sich jedoch nach wie vor mit der Gewaltkultur identifizieren, aus der sie stammen, in erster Linie um Verständnis für die Täter werben und die Täterinteressen über die der Opfer stellen wie z.B. die Somalierin <strong>Jawahir Cumar</strong>, über deren fragwürdige Aktionen wir bereits in einem <a href="http://blog.taskforcefgm.de/2011/07/fgm-im-stern-von-verharmlosung-bis-volksverdummung/" target="_blank">Blog-Artikel</a> berichteten:<a href="http://forumamfreitag.zdf.de/ZDFde/inhalt/14/0,1872,7898926,00.html" target="_blank"> &#8220;Die Eltern glauben ja, dass sie ihren Töchtern damit etwas Gutes tun&#8221;</a> behauptete sie in einem Interview mit dem ZDF.</p>
<p style="text-align: justify;">- <strong>Wissenschaftler </strong>wie der amerikanische Professor <strong><a href="http://www.polisci.ucsd.edu/~gmackie/page5.html" target="_blank">Gerry Mackie</a></strong>, der sich als ideologischer Gehilfe der verfehlten Strategie der Organisation <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tostan" target="_blank">Tostan</a> betätigt, die Unsummen an Spendengeldern verschwendet und mit ihrem <a href="http://www.taskforcefgm.de/2011/07/english-why-the-approach-of-education-and-information-leads-to-complicity-in-female-genital-mutilation/" target="_blank">falschen Ansatz</a> kläglich scheitert: <a href="http://darwinianconservatism.blogspot.com/2009/11/gerry-mackie-on-female-circumcision.html" target="_blank">&#8220;Parents love their children and want to do the best for them.&#8221;</a> schreibt er.</p>
<p style="text-align: justify;">- <strong>Organisationen </strong>und sogenannte Aktivistinnen wie <strong>Isabelle Ihring</strong>, die mit <strong>Terre des Femmes </strong>einen Verein vertritt, der in Deutschland <a href="http://www.taskforcefgm.de/en/2010/02/terre-des-femmes-schuetzt-verstuemmelungs-taeter/" target="_blank">Gewalttäter schützt</a> und <a href="http://www.ptext.net/pressemitteilung/terre-femmes-ueberlaesst-5-jaehrige-genitalverstuemmelung-guinea-210894" target="_blank">Mädchen der Genitalverstümmelung überlässt</a>: Ihr Kommentar: <a href="http://www.wortoptimal.de/images/stories/10ez14kr.pdf" target="_blank">&#8220;Die Eltern machen das ja nicht aus Grausamkeit, sie wollen das Beste für das Mädchen&#8221;</a></p>
<p style="text-align: justify;">- <strong>Westliche Politiker </strong>wie die ehemalige <strong>schwedische Familienministerin <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Berit_Andnor" target="_blank">Berit Andnor</a></strong>, die mit ihrer misslungenen Appeasement-Politik mit dafür verantwortlich war, dass ein in Schweden aufgewachsenes Mädchen von seinem somalischen Vater ungehindert in sein Heimatland verschleppt, verstümmelt und zurückgelassen werden konnte. Die Sozialdemokratin schreibt in einer Regierungsbroschüre, <a href="dass Eltern, die ihre Tochter beschneiden lassen, dies nicht aus Grausamkeit täten. " target="_blank">dass Eltern, die ihre Tochter beschneiden lassen, dies nicht aus Grausamkeit täten.</a></p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Mythos elterliche Liebe</strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Im Januar 2007 widersprach die mit “1.000 Frauen für den Frieden” für den Friedensnobelpreis nominierte Menschenrechtlerin, <strong><a href="http://www.beate-blumenthal.ch/Monika/kurzvita.html" target="_blank">Dipl. Psych. Monika Gerstendörfer</a> </strong>dem  Trugschluss, <em>&#8220;Eltern meinten es generell gut mit ihren Kindern&#8221;</em> und erinnerte daran, dass es sich dabei um eine durch nichts zu beweisende These handele:</p>
<p>Im realen Leben sei  das <em>“Eltern-Kind-Verhältnis und das Erwachsenen-Kind-Verhältnis schon immer eines der schlimmst möglichen Gewaltverhältnisse</em>”:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">“Diese Aussage beeinhaltet die Annahme (oder ist es ein frommer Wunsch?) sowie die durch nichts zu beweisende These, dass Mütter und Väter  grundsätzlich “gut” zu ihren Kindern sind; nur das Beste für sie wollen.<br />
Das ist falsch. Und:<br />
Wer mit solch einer falschen These startet, landet unweigerlich bei  falschen Schlüssen.<br />
Denn: Nirgendwo auf der Welt sind Eltern grundsätzlich gut zu ihren Kindern. Man öffne bitte die Augen und sehe sich den Zustand dieses Planeten an…!<br />
Das Eltern-Kind-Verhältnis und das Erwachsenen-Kind-Verhältnis war schon immer eines der schlimmst möglichen Gewaltverhältnisse.<br />
Weltweit werden Kinder geprügelt, sexualisiert misshandelt, verkauft, als Kindersoldaten missbraucht, psychischem innerfamilialem Terror ausgesetzt, verbrüht, mit brennenden Zigaretten traktiert, dem Hungertod überlassen, sogar an den Genitalien verstümmelt u.v.m.<br />
DAS ist der Punkt.<br />
Und natürlich gibt es bei vielen dieser Gewaltformen einen massiven Gender-Effekt, der mit den partriarchalen Gesellschaften auf der Erde unmittelbar zusammenhängt…&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Höchste Zeit, sich den &#8211; zugegeben unbequemen &#8211; Tatsachen zu stellen und die folgenden Fakten zu verinnerlichen:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>1.) Gewalt hat mit Liebe oder &#8220;guten Absichten&#8221; NICHTs zu tun!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2.) Gewalt ist <a href="http://books.google.de/books?id=dZncldnVIl4C&amp;pg=PA14&amp;lpg=PA14&amp;dq=die+zur+absichtlichen+k%C3%B6rperlichen+Verletzung+anderer+f%C3%BChrt&amp;source=bl&amp;ots=PeBOA3TWzn&amp;sig=wiLxtykKgUK8hm4iNVtxajRWRzc&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=qw4cT8nbFdCr-gbN5_ikCg&amp;ved=0CDYQ6AEwBA#v=onepage&amp;q=die%20zur%20absichtlichen%20k%C3%B6rperlichen%20Verletzung%20anderer%20f%C3%BChrt&amp;f=false" target="_blank">eine Machtaktion, die &#8220;zur absichtlichen &#8230; Verletzung anderer führt&#8221;</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>3.) Es geht darum, den Willen des Opfers, über das Gewalt ausgeübt wird, zu missachten, zu brechen und unter den Eigenen zu unterwerfen. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Auch der besonders systematischen Gewalt der Genitalverstümmelung liegt diese Intention zugrunde:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><a href="http://www.taskforcefgm.de/2011/04/english-the-myths-about-female-genital-mutilation-part-i/" target="_blank">&#8220;Female Genital Mutilation is NOT an act of love but an act of disrespect, disdain, violence and personal material interests of others than the victims…&#8221;</a></strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>4.) Gewalt von Eltern gegen ihre Kinder ist sowohl perfideste Missachtung als auch Respektlosigkeit und Vertrauensmissbrauch, da die Opfer von ihnen vollkommen abhängig sind und Liebe und Schutz erwarten.</strong></p>
<h2 style="text-align: justify;"><strong>Zusammenhang zwischen innerfamiliärer Gewalt und Genitalverstümmelung&nbsp;</p>
<div id="attachment_6092" class="wp-caption alignright" style="width: 211px"><img class="size-medium wp-image-6092   " title="Bis zu 100% der Mädchen in den Verstümmelungs-Kulturen werden systematisch misshandelt" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2012/01/iStock_Maedchen_Haende_vormGesicht-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /><p class="wp-caption-text">Bis zu 100% der Mädchen in den Verstümmelungs-Kulturen werden systematisch misshandelt</p></div>
<p></strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong><strong> </strong></h2>
<p style="text-align: justify;">Von Anfang an haben wir Genitalverstümmelungen als systematische Gewalt beschrieben, die nur in einem <a href="http://www.taskforcefgm.de/situation/was-ist-fgm/motiv/" target="_blank">Umfeld genereller Unterdrückung</a> &#8211; in einem stabilen Gewaltkreis &#8211; möglich ist, in dem ein generell hohes Maß an Gewalt gegen Kinder verübt wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf dem <a href="http://kriegsursachen.blogspot.com/2011/11/gewalt-gegen-kinder-in-afrika.html" target="_blank">äußerst empfehlenswerten Blog</a> von <strong>Sven Fuchs</strong> &#8211; der in Hamburg Soziologie studiert hat und sich seitdem mit den Ursachen, Mechanismen und Folgen von Gewalt befasst &#8211; finden wir die fundiert aufbereiteten empirischen Belege dafür, dass Genitalverstümmelungen unmittelbar mit genereller, massiver innerfamiliärer Gewalt und Misshandlung gegen Kinder &#8211; insbesondere gegen Mädchen &#8211; verbunden sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Sven Fuchs hat Studien von <strong>UNICEF</strong> und dem <strong>African Child Policy Forum</strong> ausgewertet. Die Ergebnisse beschreiben eine kaum vorstellbare Dimension schwerer Gewalt gegen die Schwächsten der Gesellschaft:</p>
<p><strong><a href="http://kriegsursachen.blogspot.com/2011/11/gewalt-gegen-kinder-in-kenia-uganda-und.html" target="_blank">Beispiele aus den jeweiligen Hauptstädten:</a></strong></p>
<p>- In <strong>Äthiopien</strong> &#8211; <a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/06/FGM-ethiopia.pdf" target="_blank">einem Land mit rund 90% Verstümmelungsrate besonders innerhalb sozial gehobener, gebildeter Schichten</a> &#8211; geben  <strong>84% der Mädchen</strong> an, körperlich misshandelt zu werden. (*)</p>
<p>- <strong>100% der äthiopischen Mädchen</strong> werden Opfer psychischer Gewalt (**). <strong>In Kenia sind es 96,4%.</strong></p>
<p>- In anderen Ländern, in denen die Verstümmelungen nahezu flächendeckend &#8211; an der gesamten weiblichen Bevölkerung &#8211; verübt werden, sieht es ähnlich aus: In <strong>Ägypten</strong> werden z.B. <strong><a href="http://kriegsursachen.blogspot.com/2011/11/gewalt-gegen-kinder-in-afrika.html" target="_blank">92% der Kinder </a></strong>misshandelt, in <strong>Burkina Faso 83%,</strong> in <strong>Gambia 87%, Guinea Bissau 82%</strong> und an der <strong>Elfenbeinküste 91%.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Als Fazit halten wir fest: Nicht alle Familien, die ihre Kinder/Mädchen misshandeln verüben auch Genitalverstümmelung &#8211; aber jene Familien, die Genitalverstümmelungen an ihren Töchtern anstiften, misshandeln sie i.d.R. auch physisch und psychisch.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Auch im Zusammenhang mit Genitalverstümmelungs-Gefahr für Mädchen, die in Deutschland leben, ist allgemeine elterliche Gewalt ein Thema:</strong></p>
<p>Die TaskForce hat in den vergangenen 4 Jahren mehr als 30 Fälle begleitet, bei denen es um die Abwendung der Gefahr von Genitalverstümmelung an Mädchen, die in Deutschland leben, ging, mehr als die Hälfte aus binationalen Partnerschaften. Die Gerichtsbeschlüsse einiger dieser Fälle haben wir <a href="http://www.taskforcefgm.de/2010/03/gerichtsbeschluesse/" target="_blank">hier</a> veröffentlicht.</p>
<p>Auffällig ist, dass die Mädchen in nahezu 100% der Fälle auch Opfer genereller, innerfamiliärer physischer Gewalt (z.B. durch Schläge) &#8211; durch die Elternteile afrikanischer Herkunft &#8211; waren und sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wirksame Schutzmaßnahmen für Mädchen vor dieser schweren Gewalt müssen daher auf der Grundlage beruhen, dass Genitalverstümmelung ein systematisches Gewaltphänomen ist, dessen Täter keineswegs aufgrund mangelnder Bildung oder fehlender Kenntnis des Leids, das sie verursachen, handeln, sondern diese Taten – wie alle Gewalttäter – begehen um ihre eigenen ideologischen, persönlichen und materiellen Interessen gegen die der Opfer durchzusetzen – in vollem Bewusstsein der Folgen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anhand dieser Erkenntnisse hat die TaskForce wirksame Strategien erarbeitet, mit denen gefährdete Mädchen sowohl <a href="http://www.taskforcefgm.de/loesung/forderungen/" target="_blank">in Deutschland</a> als auch <a href="http://patenmaedchen.de/die_loesung.html" target="_blank">in Entwicklungshilfeprojekten</a> nachhaltig und messbar geschützt werden können.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>(*) Durch Schläge mit einem Gegenstand, Prügel, Tritte, Würgen/Verbrennungen, sehr harte Arbeit, Heißes oder bitteres Essen in den Mund der Mädchen einflößen, Einsperren, Essensgabe verweigern</p>
<p>(**) Durch Bloßstellen, Beschimpfungen, Anschreien, Drohung verlassen zu werden, Ignoriert werden, Wegnahme von Geld und Besitz, Diskriminierung auf Grund der Rasse, Ethnie oder Religion, Familienmitglied sagte, das Mädchen wäre am besten nicht geboren worden, Miterleben von Gewalt und Tötung eines Menschen, Gezwungen werden, einem anderen körperliche Gewalt zuzufügen oder eine Waffe zu benutzen, Androhung von Verletzungen und Tod</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum &#8220;Information und Aufklärung&#8221; im Kampf gegen Genitalverstümmelung nicht zum Ziel führt &#8211; und wie sich der Westen damit zum Komplizen macht</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2011/07/english-why-the-approach-of-education-and-information-leads-to-complicity-in-female-genital-mutilation/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 15:38:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ines Laufer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum der Ansatz der "Aufklärung und Information" scheitert]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5857" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-medium wp-image-5857  " src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/07/Kenya2_IRIN_Photos1-300x213.jpg" alt="Genitalverstümmelungen werden nicht aufgrund mangelnder Bildung oder Information verübt, sondern um die ideologischen und materiellen Interessen der Familien durchzusetzen" width="300" height="213" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Genitalverstümmelungen werden nicht aufgrund mangelnder Bildung oder Information verübt, sondern um die ideologischen und materiellen Interessen der Familien durchzusetzen</dd>
</dl>
</div>
<h4 style="text-align: justify;">Seit Jahrzehnten propagieren und finanzieren Nichtregierungsorganisationen, Aktivisten und Politiker die Strategie der &#8220;Information und Aufklärung&#8221; als Maßnahme, um  die Gewalt der Genitalverstümmelung zu beenden:</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Indem Bevölkerung und Regierung  in den Verstümmelungsländern &#8211; aber auch Migranten hier in Europa &#8211; über die schädlichen Folgen der Genitalverstümmelung &#8220;informiert und aufgeklärt&#8221; werden, sollen sie davon überzeugt werden, künftig ihre Töchter unversehrt aufwachsen zu lassen.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Diese Strategie hat einen Haken: <span id="more-5852"></span></h4>
<h4>Sie funktioniert nicht.  Sie kann nicht funktionieren &#8211; denn sie basiert auf der irrigen, falschen Annahme, dass diejenigen, die ihre Töchter verstümmeln lassen aus Unwissenheit oder mangelnder Bildung handeln.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Es  wird  ein fatales, verzerrtes Bild vermittelt, das den Tätern &#8220;Unschuld aufgrund fehlender Bildung bzw. Kenntnis&#8221; unterstellt und  ihnen die  Verantwortung für das Verbrechen gegen die eigenen Kinder abspricht. Gleichzeitig wird mit diesem &#8220;Aufklärungs-Ansatz&#8221; das Wesen von Genitalverstümmelungen als systematische Gewalt mit dem Ziel der Unterdrückung und Kontrolle der weiblichen Mitglieder der Gesellschaft verschleiert und negiert.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Wir können heute mit empirischen Fakten und Daten belegen, dass diejenigen, die Genitalverstümmelungen verüben, keineswegs ungebildet und unwissend sind:</h4>
<blockquote>
<h4 style="text-align: justify;">Die gebildeten Eliten mit den höchsten sozialen Standards verstümmeln ihre Töchter im gleichen oder sogar größeren Ausmaß wie Vertreter der untersten und ärmsten sozialen Schichten der Gesellschaft.</h4>
</blockquote>
<h4 style="text-align: justify;"><strong>Einige Beispiele:</strong></h4>
<blockquote>
<h4>Im <a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/06/UNICEF_SUDAN_2009.pdf" target="_blank">Sudan</a> bleibt nach 70 Jahren &#8220;Aufklärungs- und Informationskampagnen&#8221; die Verstümmelungsrate konstant bei 89%: In den Familien mit der höchsten Bildung werden 3% mehr Mädchen verstümmelt als in den ungebildeten. In der reichsten Schicht der Gesellschaft werden sogar 20% mehr (!) Mädchen Opfer der Verstümmelung als in der ärmsten Unterschicht.</h4>
<h4>In <a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/06/FGM-ethiopia.pdf" target="_blank">Äthiopien</a> ist die Verstümmelungsrate in den Städten einschließlich Addis Abeba 20% höher als auf dem Land. In hochgebildeten Familien werden 80% der Mädchen verstümmelt und somit nur 2% weniger als in völlig ungebildeten.</h4>
<h4>In <a href="http://www.childinfo.org/files/Egypt_FGC_profile_English.pdf" target="_blank">Ägypten</a> besteht so gut wie kein Unterschied: Fast jedes Mädchen (92%) in den hochgebildeten Familien wird genital verstümmlt. Und <a href="http://www.unicef-irc.org/publications/pdf/fgm_insight_eng.pdf" target="_blank">75% der Verstümmelungen werden von gebildeten Medizinern verübt</a> (vor allem Krankenschwestern), die sich aus persönlichen monetären Interessen für die Weiterführung der Verstümmelungen einsetzen.</h4>
<h4>In <a href="http://www.taskforcefgm.de/situation/europa/" target="_blank">Europa</a> werden die Verstümmelungen quasi unvermindert weitergeführt &#8211; bis zu 80% der Mädchen (insbesondere in den Hochrisikogruppen) werden &#8220;vor unserer Haustür&#8221; verstümmelt, obwohl die Täter angeben, über die Strafbarkeit der Tat und die gesundheitlichen Folgen informiert zu sein.</h4>
</blockquote>
<h4 style="text-align: justify;">Die Schlussfolgerung aus diesen Erkenntnissen ist so zwingend wie einfach: Genitalverstümmelung muss endlich als das benannt und behandelt werden, was es ist: Ein Verbrechen &#8211; ein <a href="http://www.taskforcefgm.de/2011/04/english-the-myths-about-female-genital-mutilation-part-i/" target="_blank">Akt der Gewalt, Herabwürdigung und der Respektlosigkeit gegenüber den eigenen Kindern</a>, dessen Täter keine Opfer (von Unwissenheit, Armut o.ä.) sind, sondern eben voll verantwortliche Täter.</h4>
<h4 style="text-align: justify;"> Sie<a></a> handeln keineswegs aufgrund mangelnder Bildung oder fehlender Erkenntnis, sondern begehen diese Taten &#8211; wie alle Gewalttäter &#8211;  um ihre eigenen ideologischen, persönlichen und materiellen Interessen gegen die der Opfer  durchzusetzen &#8211; in vollem Bewusstsein der Folgen.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Die Weltöffentlichkeit muss endlich aufhören, der Verstümmelungsgewalt einen <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article1485559/Angst_vor_der_Verstuemmelung_des_Patenkindes.html" target="_blank">Kultur-Rabatt</a> einzuräumen und stattdessen beginnen, Genitalverstümmelung und die Täter ohne wenn und aber zu kriminalisieren und zu ächten, z.B. durch die Umsetzung effektiver Möglichkeiten der Strafverfolgung insbesondere der anstiftenden Familien sowie Sanktionen gegen jene Entscheider, die nicht bereit sind, die Beendigung der Verstümmelungen in ihren Gemeinden/Communities durchzusetzen. Nicht zu vergessen sämtliche muslimischen Kleriker (z.B. Shafi&#8217;iten), die bislang ohne den empörten Aufschrei der Öffentlichkeit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rUvrHsPaTSo" target="_blank">zur Verübung dieser Verbrechen anstiften</a>.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Es wird höchste Zeit, die exotistisch-rassistische Doppelmoral der westlichen Organisationen und Politiker zu entlarven und zu überwinden, mit der sie die Verstümmelungstäter unterschätzen und entmündigen und der Welt suggerieren, die Täter wüssten gar nicht, welches Leid sie ihren Kindern mit der Verstümmelung antun:</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Denn zum einen werden  durch diese Darstellung  die Vetreter der Verstümmelungs-Kulturen als rückständige, unwissende  aber eigentlich gutmeinende  Minderbemittelte   dargestellt,  jeglicher Verantwortung für ihre bestialischen Verbrechen enthoben.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Gleichzeitig  machen sich  Politiker und NGOs die irrsinnigen Rechtfertigungen der Verstümmelungen zu eigen, um die Tat und die Täter (denen &#8220;beste Absichten&#8221; zugesprochen werden) &#8211; und vor allem ihre resultierende Nicht-Intervention -  zu entschuldigen: Auf diese Weise  führt das rassistische Konzept der &#8220;rückständigen, unwissenden Anderen&#8221; zur Komplizität mit den Tätern  &#8211; mit dem Ergebnis, eben jene &#8220;rückständigen&#8221; Strukturen zu festigen und nachhaltige Entwicklung zu verhindern.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Die westliche (Innen- und Entwicklungs-) Politik, die ausschließlich  auf &#8220;Aufklärung und Information&#8221; setzt, macht schlichtweg &#8220;die falsche Baustelle auf&#8221; und kurbelt auf diese Weise  die Gewaltmechanismen weiter an. Sie richtet sich  maßgeblich gegen die (potentiellen), akut gefährdeten  Opfer, denen konsequenter  Schutz, grundlegendste Rechte und Gerechtigkeit verweigert werden.</h4>
<p style="text-align: justify;">Foto (c) Flickr/IRIN News</p>
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		<title>The myths about Female Genital Mutilation &#8211; Part I</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2011/04/english-the-myths-about-female-genital-mutilation-part-i/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Apr 2011 18:43:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>

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		<description><![CDATA[The myths about FGM Part I: The intentions of the victim's parents (English)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4653" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/04/iStock_Mutter_Maedchen-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />Today, more than 30 years of widely unsuccessful efforts for an end Female Genital Mutilation, the time is overdue to identify, name and overcome all the fatal myths, lies and fundamental errors which continue to be spread even by so-called scientists and even most &#8220;activists&#8221;.</p>
<p>To reveal all those myths is about much more than being right or wrong; it’s about explaining WHY most strategies in the fight to end FGM until now are predestined to fail – and to be not much more than a waste of money, time, energy and resources – while millions of little girls continue to be tortured every year.</p>
<p>It’s about going to the roots and finding out the shameful mechanisms that lead to the continuation of this violent practice.</p>
<p>Finally, it’s about reforming the approaches and strategies, it’s about effective investment of resources and it’s about measurable results.<img title="Weiterlesen..." src="http://www.taskforcefgm.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-4652"></span></p>
<p>It’s about leaving worn-out paths which do only lead into a dead-end-street:</p>
<h2>Myth Nr. 1: The parents who let their children mutilate only want the best for the girls</h2>
<p>Repeated like a mantra for decades, this myth excuses and trivializes offender’s intention who badly maltreat their children through FGM.</p>
<p>This lie lulls the masses and hinders the indispensable deep understanding of the nature, intention and systematic of female genital mutilations.</p>
<p>It reflects the Western illusion – or devotional wish &#8211; that parents always intend to do the best for their children. If one looks at what is really going on in the world, one has to recognize that the familial relationship quite often is a source of grave violence, maltreatment, neglect etc.</p>
<p>The basic reason of this behaviour is disrespect, the psychologist and Children’s Rights-activist Monika Gerstendörfer gets to the point: Disrespect towards children within a disrespectful environment.</p>
<p><strong>FGM needs to be seen as symptom of a social environment dominated by control, oppression and legitimised violence.</strong></p>
<p>Therefore, it is not a secret nor a surprise that in all FGM-practising countries/groups, a very high level of general violence against children is very common, that consists of physical and psychological abuse, beating and severe punishment.</p>
<p>Nevertheless, the dimension of this regular violence is still surrounded by a big taboo and again there are the Western &#8220;scientists&#8221; who do their best to keep the silence alive.</p>
<p>There is not a single FGM-practising society where FGM is not directly linked to so-called &#8220;forced/arranged marriages&#8221;. The verbal association of this act to &#8220;marriage and wedding&#8221; obscures its true nature that simply is slavery: If any male human-being would be offered to a future owner for money, gold or material stuff, to be raped and always be in his attendance, it would be clear and apparent that we would have to talk about slave-trading.</p>
<p>But as soon as the victims are female children or female adolescents who are sold by their fathers for money, gold, camels or goats to other men, this obvious slave-trade is being named &#8220;marriage&#8221;. What a cynicism!</p>
<p>And because the future owners of the girls refuse to &#8220;buy used good&#8221;, they insist on virginity and genital mutilation, what they see as effective measure to preserve it.</p>
<p><strong>As girls and women in this context are seen, treated and traded like any good, it is of course marginal if they suffer pain and/or trauma, if they are deprived of sexual fulfilment and personal development.</strong></p>
<p>So, by letting the own daughters mutilate, especially the male of the families act with regard to their own interests and highest profit they could achieve by selling the girls later. The health, welfare, wishes and sexuality of the girls are simply subordinated to these interests&#8230;And the subordination of most fundamental rights of the girls under male interests is in fact never inspired by love:</p>
<p><strong>FGM is not an act of love but an act of disrespect, disdain, violence and personal material interests of others than the victims&#8230;</strong></p>
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		<title>Die Legende lebt</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 15:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Arvid Vormann WADI e.V.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Genitalverstümmelung Islam]]></category>

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		<description><![CDATA[Haben Genitalverstümmelungen und Islam wirklich nichts miteinander zu tun?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<h3><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4563" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/04/3214392325_e4499e2a7c_flickrryct-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Dass der Reflex, den Islam reinzuwaschen von all den Gräueln, die er als zutiefst frauenfeindliche Ideologie maßgeblich mit zu verantworten hat, nicht nur unter Anhängern dieses Glaubens, sondern auch im wertkonservativen Spektrum durchaus anzutreffen ist – dafür soll uns der Georg Brunold von der FAZ <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc%7EEB8A375ADFF6844F687993360485CA3EC%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">ein weiteres Beispiel</a> liefern.</h3>
<p>Mit einem Bonmot von Enzensberger leitet dieser ehemalige Afrika-Korrespondent der „Neuen Zürcher Zeitung“ seine krude Apologie zum Thema Genitalverstümmelung ein. Was nicht ganz unpassend ist, hielt Hannah Arendt dem doch in den Sechziger Jahren ganz zu Recht vor, Auschwitz universalisieren zu wollen, um die Deutschen zu entlasten. <em>„Wenn alle schuldig sind, ist es keiner“</em>, so reagierte sie damals auf Enzensbergers Satz: <em>“Faschismus ist nicht entsetzlich, weil ihn die Deutschen praktiziert haben, sondern weil er überall möglich ist”</em>.</p>
<p>Brunold nun ist wie viele vor ihm angetreten, das Menschheitsverbrechen Genitalverstümmelung zu universalisieren – wenn es schon nicht zu leugnen ist. Die korrekte, wenn auch banale Feststellung, dass FGM eine <em>“vorislamische Tradition”</em> sei, macht auch bei ihm den Anfang, vermag sie doch so leicht zu dem Fehlschluss verleiten, dass zwischen Glaube und Praxis kein Zusammenhang bestehe.<span id="more-4559"></span></p>
<p>Dem ist allerdings nicht so. Es reicht auch nicht, Tantawi und Qaradawi zu zitieren, um diese These weiter zu belegen. Im islamischen Raum wirken Tausende maßgeblicher Prediger, und Millionen vor Ort. Die und ihre Schäfchen muss man fragen, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen, nicht diese Ikonen mit Westkontakten, die ihre Fähnchen ohnehin nach dem Wind richten (so lange es nicht um die Juden geht, da sind sie kompromisslos).</p>
<p>Aber will man wirklich etwas von der Wahrheit wissen, wenn man zum Einen die große Bedeutung von Tantawis und Qaradawis Haltung zu FGM herausstreicht und andererseits freimütig zugibt, dass laut Unicef 96% der Frauen in Ägypten genitalverstümmelt sind? Das lässt doch nur zwei Schlüsse zu: Entweder 96% der Bevölkerung handeln unislamisch und ignorieren ihre großen Zampanos vorsätzlich, wie oft sie auch <em>“mit einem Erlass”&#8221;nachdoppeln”</em>, oder – ? Oder die großen Zampanos, diese angeblich vom Westen <em>“verleugneten Aufklärer”</em>, sind gar keine, und vor Ort leben die Menschen durchaus mit ihrer Religion im Reinen.</p>
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		<title>&#8220;Die Hälfte des Himmels&#8221; oder der Wolf im Schafspelz</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 12:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simone Schwarz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[News international]]></category>
		<category><![CDATA[Bewertung]]></category>
		<category><![CDATA[Die Hälfte des Himmels]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Nicholas D. Kristof]]></category>
		<category><![CDATA[Sheryl WuDunn]]></category>

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		<description><![CDATA[Was tun, wenn selbst die seriösen Blätter den Kopf verlieren? Kürzlich stimmte nun auch die FAZ fröhlich ein in den Lobgesang auf die aktuell vorliegende deutsche Ausgabe von“Die Hälfte des Himmels. Wie Frauen weltweit für eine bessere Zukunft kämpfen” des erfolgverwöhnten Autorenpaars Sheryl WuDunn und Nick D. Kristof. Also jenem Kristof, der nicht selten durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="margin-right: 15px; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Copyright Bild: Verlag C.H. Beck" src="http://www.chbeck.de/downloads/Reader_HaelfteDes%20Himmels.jpg" alt="Copyright Bild: Verlag C.H. Beck" width="162" height="250" />Was tun, wenn selbst die seriösen Blätter den Kopf verlieren? Kürzlich stimmte nun auch die FAZ fröhlich ein in den Lobgesang auf die aktuell vorliegende deutsche Ausgabe von<em>“Die Hälfte des Himmels. Wie Frauen weltweit für eine bessere Zukunft kämpfen”</em> des erfolgverwöhnten Autorenpaars Sheryl WuDunn und Nick D. Kristof. Also jenem Kristof, der nicht selten durch kulturell relativierende Ansichten zu Frauenrechten auffällig wurde, aber dennoch oder gerade deswegen einen festen Platz in der amerikanischen Elite-Journaille inne hat.</p>
<p>Das Buch sei “ein Ereignis”, ist vom begeisterten FAZ-Redakteur zu erfahren. Besonders lobt der Rezensent, dass die beiden Fleiß begabten Autoren “massenhaft länderspezifische Informationen verarbeitet haben, ohne dass je die Spannung nachließe – man folgt dieser bedrückenden Reise um die Welt tatsächlich atemlos”. (Schön, wenn das Grauen endlich auch einmal unserem Anspruch auf gute Unterhaltung gerecht wird.)</p>
<p>“Sie sind keine Dogmatiker”, da ist der FAZ-Mann sicher. Dabei verfügen Kristof und WuDunn geradezu selbstverständlich darüber, welcher Art das Grauen zu sein hat, das es in die Kategorie konsequent zu ahnender Verbrechen schafft und jenem, das eher den kulturellen Schrullen zuzuordnen und daher allenfalls respektvoll und geduldig anzugehen sei.  Denn: “Die Autoren fordern ein hartes Durchgreifen gegen Zwangsprostitution, weil der weiche Weg erfolglos geblieben sei, aber eine diplomatische Strategie beim Vorgehen gegen Mädchenbeschneidungen.” <strong><span id="more-4098"></span></strong>Eines der meist verbreiteten Gewaltverbrechen gegen weibliche Kinder wird hier ohne mit der Wimper zu zucken zur kulturellen Angelegenheit verklärt. Die kleinen Mädchen werden sicher Verständnis dafür zeigen, dass über die Abschaffung der Genitalverstümmelung noch weitere Jahrzehnte zu debattieren sein wird – während jeden Tag 8.000 von ihnen brutal die Geschlechtsteile herausgeschlachtet werden.</p>
<p>Satirebegabt zeigt sich der Redakteur an dieser Stelle: “Als knallharte Empiriker kümmert sie allein die Situation vor Ort: ´Fünf Jumbojets voller Frauen sterben Tag für Tag an Geburtskomplikationen`”. Die Lösung hat er parat: “da hilft keine Kulturthese weiter, sondern allein eine koordinierte Kampagne für professionelle Geburtshilfe.” In dieser Art werden uns weitere Vorzüge des Buchs beschrieben, dessen fehlende Originalität die Autoren durch gekonnte Anbiederung ans bürgerliche Gewissen elegant zu überspielen wissen.</p>
<p>Der FAZ-Redakteur lobt unverdrossen: „Das Buch zoomt nicht nur unfassbare sexistische Gewalttaten in weit entfernten Regionen heran”, der Stil der Reportagen sei “zu nobel, um als sensationsheischend gelten zu können.”</p>
<p>Dabei pflegen die Autoren einen weniger noblen, aber um so unbekümmerteren Umgang mit dem geistigen Eigentum anderer Autoren: Bereits in den 1970er Jahren trug Mary Daly fundierte Erkenntnisse über den die Welt seit Menschengedenken beherrschenden Frauenhass in ihrem Buch “Gyn/Ökologie: Eine Metaethik des radikalen Feminismus” zusammen. Mary Daly war es, die uns zuerst &#8211; solide recherchiert und äußerst lebendig beschrieben &#8211; ein markerschütterndes Kompendium über Gewaltexzesse an Abermillionen von Frauen und Mädchen lieferte und mit ihrer fundierten Analyse der gesellschaftlichen Muster auch den Weg aus Unterdrückung und Marginalisierung zeigte.</p>
<p>Vielen Menschen dürfte sich seinerzeit offenbart haben, dass Phänomene wie die Genitalverstümmelung von Mädchen, Steinigungen und sogenannte Ehrverbrechen von dem selben brutalen männlichen Machtanspruch geleitet und getragen werden. Am Beispiel der Fußverstümmelung in China wird deutlich, wie verhältnismäßig einfach und rasch ein massenhaft betriebenes Verbrechen gegen die weibliche Bevölkerung ausgerottet werden kann.</p>
<p>Mary Daly fügte die Bilder der scheinbar unabhängigen Vernichtungsakte gegen die weibliche Selbstbestimmung – und oft genug ihre blanke Existenz – zu einem Panaroma, das die brutale Fratze des vulgären weltweiten Frauenhasses zeigt.</p>
<p><strong>Kristof offenbart sich mit diesem Buch in ganz anderer Weise: Deutlich wird neben der beifallheischenden Grundhaltung vor allem die vorgetäuschte Empathie für die Opfer und Überlebenden der brutalsten Menschheitsverbrechen an Mädchen und Frauen. Bleibt zu hoffen, dass nicht herdenweise Frauen diesem Feminismus vortäuschenden Mann sekundieren, wie es WuDunn hier für ihren Ehemann tut.</strong></p>
<p><strong><em>Bitte kaufen und lesen Sie stattdessen:</em></strong></p>
<p>Mary Daly: Gyn/ Ökologie: Eine Metaethik des radikalen Feminismus, erschienen im Verlag Frauenoffensive; 5. erweiterte Auflage 1991, 490 Seiten (antiquarisch über Amazon oder Booklooker zu beziehen)</p>
<p>und</p>
<p>Jack Holland: Misogynie. Die Geschichte des Frauenhasses, erschienen im Zweitausendeins Verlag, Frankfurt am Main 2007, 406 Seiten, erstmals als Taschenbuch für 9,90 EUR</p>
<p>﻿</p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Genitalverstümmelung ist internalisiertes Patriarchat&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 21:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>

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		<description><![CDATA[DIE WELT im Gespräch mit Thomas von der Osten-Sacken, Geschäftsführer von WADI e.V. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-medium wp-image-3197" title="Irak" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/08/iStock_Irak-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" />In dem heutigen WELT-Interview <a href="http://www.welt.de/die-welt/debatte/article9204025/Ganz-pathetisch-Es-geht-um-Freiheit.html" target="_blank">&#8220;Ganz pathetisch: Es geht um Freiheit&#8221;</a> spricht der Publizist und Geschäftsführer von WADI e.V., Thomas von der Osten-Sacken, über Entwicklungshilfe, die &#8220;sogenannte muslimische Welt&#8221;, die &#8220;Nahost-Politik Obamas&#8221; und die Arbeit von WADI für ein Ende der Genitalverstümmelungen an Mädchen im Irak. Einige Auszüge:</h3>
<blockquote><p>&#8220;Heute sind Entwicklungshilfeorganisationen eher bürokratische Maschinen geworden. Wo es lohnt, mit guten Gehältern Krisenhopping zu machen, ist man dabei: ein interessantes Karrieremodell. Unsere monatlichen Kosten für 70 lokale Mitarbeiter und Projekte belaufen sich auf die Summe, die zwei UN-Mitarbeiter in Amman für ihren Einsatz im Irak erhalten. Das sind die Dimensionen! Nennen Sie uns doch Entwicklungszusammenarbeiter.&#8221;<span id="more-3191"></span>&#8230;</p>
<p>&#8220;In Sulaimaniya, wo ich arbeite, hat man keine Angst mehr vor dem Staat. Das führt zu einer unglaublichen Dynamik in einer Bevölkerung, die zu 70 Prozent unter 25 Jahre alt ist. Es bilden sich freie Medien, Frauen organisieren sich, und das alles in einer rasant kurzen Zeit. Meine Mitarbeiterinnen haben heute Facebook und Internet, organisieren Treffen und Demonstrationen, während ihre Großmütter Ende der 70er vielleicht das erste Auto zu Gesicht bekamen und noch Analphabetinnen waren.&#8221;</p>
<p>&#8230;</p>
<p>&#8220;In bestimmten iranischen Provinzen versucht jedes fünfte Mädchen, sich umzubringen. In Irakisch-Kurdistan haben wir jüngst eine Studie erstellt: Die Durchschnittsquote im Falle der Klitorisverstümmelung ist 72 Prozent. Drei Viertel der Frauen sind also betroffen.</p>
<p>Dieses Stückchen Körperfleisch, das es bei Männern wie Frauen überall auf der Welt gibt, dient lediglich der Lust. Eine Gesellschaft, der man derart sinnbildlich die Libido nimmt, kann nicht funktionieren. Wenn ganze Gesellschaften nicht mit dem Eros umgehen können, betrifft das natürlich auch die Männer&#8230;</p>
<p>In unserer Kampagne haben wir unglaublich viele Männer erlebt, die sagen: Danke, dass ihr das macht, denn wir leben in der Hölle. Viele geben erst den Frauen die Schuld. Aber sie verstehen jetzt, dass der Frau etwas genommen wurde, was man den eigenen Kindern nicht mehr nehmen will. Selbst in den abgelegensten Dörfern führe ich solche Gespräche mit Männern. Die Genitalverstümmelung ist internalisiertes Patriarchat&#8230;.&#8221;</p>
<p>&#8230;</p>
<p>&#8220;Saddam Hussein musste von außen gestürzt werden. Von innen hätte das nicht funktioniert. Die irakische Gesellschaft musste befreit werden. Die Intervention kam zu spät, man hätte schon 1991 handeln können. Gerade aber aus deutscher Perspektive muss man verstehen, dass manchmal nur die US Army oder eine andere Armee diesen Weg beschreiten kann. Anders im Iran. Dort könnte man durch eine Mischung aus Sanktionen und einer wirklichen Unterstützung der Opposition einen direkten Sturz oder eine Transformation des Systems bewirken.&#8221;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Europe: Protection of girls from FGM via certificate?</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2010/08/english-europe-protection-of-girls-from-fgm-via-certificate/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 14:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ines Laufer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>

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		<description><![CDATA[Are "certificates of intactness" given to parents before they take girls to FGM countries a meaningful measure to protect them?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3177" title="Maedchentraurig" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/08/Maedchen_traurig-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />Let&#8217;s talk about a phenomene that frequently is  being valuated by organisations and activists as &#8220;a good step&#8221; to prevent Female Genital Mutilation in Europe. Quote:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;In Belgium the family planning clinics give parents a certificate to prove that their girls are &#8221; intact&#8221; before they go on holiday to any place where FGM is practised. They keep a record that could be given to the police if later they discover FGM has been done to that child&#8230;It&#8217;s a good start&#8230;scare the parents&#8230;</strong></p>
<p>Same procedure in France&#8230;</p></blockquote>
<p>But before you applaud to this &#8220;progressive step&#8221; towards the protection of girls - I kindly ask you to think twice:<span id="more-3174"></span></p>
<p><strong>Because in fact, it is NOT suited to &#8220;scare the parents&#8221;, nor to prevent the crime &#8211; but it reflects the irresponsible neglect of the French and Belgian government to protect its minor citizens, as</strong></p>
<blockquote><p><strong> </strong><strong>1. it proofs that the governments are well aware of the problem and the high risk of FGM when the girls are brought to an FGM-country, but</strong></p>
<p><strong>2</strong><strong>. the they DO NOT take appropriate action to protect the potential victims.</strong></p></blockquote>
<p>Reason:</p>
<blockquote><p><strong>1. There is NO obligation for anyone in the country to announce a holiday trip to a family planning center or any other authority.</strong></p>
<p><strong>That means,</strong></p>
<p><strong>2. those parents who intend to mutilate their girls abroad, of course DO NOT go to get such an absurd paper-certificate! Without any problem, they take the girls out of the country and let them mutilate.</strong></p>
<p><strong>3. Those view ones who maybe &#8211; more or less by coincidence - are being asked about FGM in such a FPC &#8211; and given this paper &#8211; and who later take their girls to Africa and let them mutilate- well, do you know what happens then? They just leave the children behind! Once returned back to Belgium/France, they would claim that the girl decided to stay with GrandMa in Africa! And NO ONE can prosecute them for that!</strong></p></blockquote>
<p>Conclusion:</p>
<p><strong>The Belgian and French government are knowingly discriminating these girls &#8211; by being aware that they face a high risk of becoming victim of the serious crime of FGM when taken to an FGM-country- but refuse to protect them!</strong></p>
<p><strong>It lays in the nature of the FGM systematics that there&#8217;s only ONE protection-measure that could really hinder the perpetrators to mutilate their daughters during a &#8220;holiday-trip&#8221;: The strict prohibition to take ANY girl to a country of origin where FGM is common!</strong></p>
<p>Germany is by the way the only country in Europe which at least in a very view cases has been taken this measure, confirmed by the highest supreme court, see <a onmousedown="UntrustedLink.bootstrap($(this), &quot;b386a&quot;, event);" rel="nofollow" href="http://www.taskforcefgm.de/2010/08/english-female-genital-mutilation-in-germany-an-overview/" target="_blank">http://www.taskforcefgm.de/2010/08/english-female-genital-mutilation-in-germany-an-overview/</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Genitalverstümmelung &amp; die Fortsetzung des Täter-Opfer-Konflikts&#8230;</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2010/05/genitalverstummelung-die-fortsetzung-des-tater-opfer-konflikts/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 May 2010 16:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ines Laufer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;bei den westlichen Organisationen und &#8220;AktivistInnen&#8221; Seit wir 2007 erstmals in unserem Präventionsprogramm darauf verwiesen haben, dass die regelmäßige medizinische Überprüfung der genitalen Unverehrtheit gefährdeter Mädchen eine Voraussetzung für die effektive Verhinderung der Verstümmelungen ist &#8211; und wir letztes Jahr in Vorbereitung der Patenmädchen-Kampagne das gleiche Prinzip für die Organisationen der Entwicklungshilfe adaptiert haben, sorgt diese Forderung immer wieder für Entrüstung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><img class="alignleft size-medium wp-image-1002" title="BabaSteve" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/05/Flickr_BabaSteve-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" />&#8230;bei den westlichen Organisationen und &#8220;AktivistInnen&#8221;</h2>
<p>Seit wir 2007 erstmals in unserem <a href="http://www.taskforcefgm.de/img/praeventionsprogramm.pdf" target="_blank">Präventionsprogramm</a> darauf verwiesen haben, dass die regelmäßige medizinische Überprüfung der genitalen Unverehrtheit gefährdeter Mädchen eine Voraussetzung für die effektive Verhinderung der Verstümmelungen ist &#8211; und wir letztes Jahr in Vorbereitung der <a href="http://www.patenmaedchen.de" target="_blank">Patenmädchen-Kampagne</a> das <a href="http://www.patenmaedchen.de/PDF/25Schritte_zum_Schutz.pdf" target="_blank">gleiche Prinzip</a> für die Organisationen der Entwicklungshilfe adaptiert haben, sorgt diese Forderung immer wieder für Entrüstung innerhalb der westlichen Organisationen und &#8220;AktivistInnen&#8221;:</p>
<p>Es sei eine Demütigung, den Mädchen regelmäßig &#8220;unter die Röcke&#8221; zu schauen, um in ihrem intimsten Bereich ihre Unversehrtheit zu überprüfen. So sehen die Entwicklungshilfeorganisationen darin eine Verletzung der Würde und Privatsphäre der Mädchen.</p>
<p>Solche Wertungen sprechen Bände über die dahinter stehende Haltung:</p>
<blockquote><p><strong>Die Maßnahmen, die für den sicheren Schutz der Kinder vor dieser Gewalt nötig sind, werden als ein gößerer Affront angesehen als die Gewalt selbst!<span id="more-1001"></span></strong></p></blockquote>
<p>Mit dieser Einstellung dulden die Organisationen, dass jeden Tag in ihren Projekten Mädchen gequält und verstümmelt werden &#8211; anstatt ihnen einmal kurz und schmerzlos &#8220;unter den Rock zu schauen&#8221; und sie zu schützen.</p>
<p>Dieses Verhalten bringt etwas ans Licht, das bisher kaum wahrgenommen wurde:</p>
<blockquote><p><strong>Der gundsätzliche Interessenkonflikt zwischen Opfern und Tätern wird auf der Ebene der Organisationen und AktivistInnen weitergeführt zwischen denen, die die Interessen der Täter vertreten und denen, die sich für die Opfer einsetzen.</strong></p></blockquote>
<p>Aber das letzte, was die Opfer brauchen können sind einflussreiche und finanzstarke Dritte (z.B. Entwicklungshilfeorganisationen und westliche AkteurInnen), die <a href="http://www.taskforcefgm.de/2010/05/genitalverstummelung-und-der-irrweg-namens-aufklarung/" target="_blank">mit ihrem Tun die Täter stärken</a>.</p>
<p>Was das &#8220;unter den Rock schauen&#8221; angeht, handeln wir ganz bewusst im Sinne der Opfer:</p>
<blockquote><p><strong>Es ist überflüssig darüber zu diskutieren, ob wir diese Maßnahme &#8220;gut&#8221; oder &#8220;schlecht&#8221; finden &#8211; wir haben keine andere Wahl, wenn wir die Opfer schützen wollen! NICHT WIR geben den Handlungsrahmen vor, sondern die nötigen Handlungen ergeben sich aus den spezifischen Merkmalen der Verstümmelungs-Gewalt:</strong></p>
<p><strong>NICHT WIR sind dafür schuldig oder verantwortlich, dass die Maßnahme der genitalen Unversehrtheits-Check-ups notwendig ist &#8211; sondern die TÄTER! Denn NICHT WIR sind es, die den Opfern die schweren Verletzungen in ihrem &#8220;intimsten Bereich&#8221; zufügen -sondern die TÄTER! </strong></p>
<p><strong> </strong></p></blockquote>
<p>Für das Foto des kleinen Mädchens aus Burkina Faso danken wir BabaSteve/Flickr.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ja: Genitalverstümmelung und Unabhängigkeit der Frauen haben miteinander zu tun: Aber anders, als Sie denken.</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 21:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ines Laufer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei einem Meinungsaustausch heute ging es darum, dass Frauen unabhängig werden müssen, dann wird auch die Verstümmelung aufhören. Vielleicht ist Ihnen diese Aussage auch schon einmal begegnet. Sie basiert auf dem Wissen dass die wichtigste Ursache der Verstümmelungen in den Abhängigkeitsverhältnissen zu finden ist. Ganz ehrlich: Auch ich war jahrelang davon überzeugt, dass gravierende, patriarchal konstruierte Abhängigkeiten von Frauen gegenüber Männern DIE [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><img class="alignleft size-medium wp-image-987" title="Frauen_Senegal" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/05/Frauen_Senegal-278x300.jpg" alt="" width="278" height="300" />Bei einem Meinungsaustausch heute ging es darum, dass Frauen unabhängig werden müssen, dann wird auch die Verstümmelung aufhören.</h2>
<p>Vielleicht ist Ihnen diese Aussage auch schon einmal begegnet. Sie basiert auf dem Wissen dass die wichtigste Ursache der Verstümmelungen in den Abhängigkeitsverhältnissen zu finden ist.</p>
<p>Ganz ehrlich: Auch ich war jahrelang davon überzeugt, dass gravierende, patriarchal konstruierte Abhängigkeiten von Frauen gegenüber Männern DIE Ursache dafür sind, dass so etwas wie Genitalverstümmelungen überhaupt möglich wird &#8211; und man zunächst versuchen müsse, eben diese Ursache zu beseitigen.</p>
<p>Heute weiß ich, dass das nur die halbe Wahrheit ist &#8211; und aus einem ganz simplen Grund NICHT funktionieren kann:<strong> <span id="more-986"></span></strong></p>
<blockquote><p><strong>Die kausalen Zusammenhänge bestehen nicht linear in eine Richtung &#8211; (Abhängigkeit führt zu FGM) &#8211; sondern in einer starken Wechselwirkung:   Die  Gewalt der Verstümmelungen &#8211; ihre physischen und vor allem psychischen Folgen (schwere individuelle und kollektive Traumata, Dissoziation, Verdrängung, &#8220;Identifikation mit dem Aggressor&#8221; etc.) führt zur Zementierung der Abhängigkeitsverhältnisse und somit zur Festigung der eigenen Ursache: </strong></p>
<p><strong>Die Verstümmelungen sind also nicht nur die  FOLGE von Abhängigkeit, Unterdrückung und Diskriminierung &#8211; sondern auch deren URSACHE! </strong></p></blockquote>
<p>Das hört sich erstmal harmlos an, aber das, was sich daraus ergibt, ist ein völlig neues Bild: Statt &#8221;Unabhängigkeit ist der Schlüssel zur Beendigung von Genitalverstümmelungen&#8221; heißt es jetzt:</p>
<blockquote><p><strong>Ohne den STOPP von Genitalverstümmelungen kann es keine Unabhängigkeit geben!</strong></p></blockquote>
<p>Das bedeutet, dass sämtliche bisherigen Ansätze zur Abschaffung von FGM auf den Kopf gestellt werden müssen!</p>
<p>Ich weiß, es hört sich im ersten Moment vielleicht paradox an &#8211; aber es ist wahr:</p>
<blockquote><p><strong>Erst wenn die Verstümmelungen gestoppt, d.h. die künftigen Generationen konsequent geschützt werden &#8211; und zwar unabhängig davon, ob die Täter/Familienoberhäupter überzeugt sind oder nicht (was mit massivem Druck und Konsequenz, d.h. Bestrafung, wirtschaftlichen Konsequenzen etc durchzusetzen ist) &#8211; erst dann besteht überhaupt die Chance, die Ursachen (u.a. die extremen Abhängigkeitsverhältnisse) zu beseitigen &#8211; und damit die Verstümmelungen nachhaltig und langfristig mitsamt der &#8220;Wurzel des Übels&#8221; zu beseitigen.</strong></p></blockquote>
<p>Wer also Genitalverstümmelungen wirklich beenden will &#8211; und zwar nachhaltig &#8211; muss im allerersten Schritt die &#8220;Produktion&#8221; weiterer Opfer stoppen &#8211; d.h. die Kinder wirksam schützen! Erst danach machen materielle Investitionen in die Unabhängigkeit (wie z.B. Bildung &amp; Ausbildung) überhaupt einen Sinn.</p>
<blockquote><p><strong>Mit unserer </strong><a href="http://www.patenmaedchen.de" target="_blank"><strong>Patenmädchen-Kampagne</strong></a><strong> (www.patenmaedchen.de) haben wir für dieses Prinzip erstmals praktikable </strong><a href="http://www.patenmaedchen.de/die_loesung.html" target="_blank"><strong>Schritte</strong></a><strong> erarbeitet, die einfach zu realisieren sind &#8211; und nicht einmal Geld kosten &#8211; und von afrikanischen AktivistInnen einfach als &#8220;genial&#8221; bewertet werden.</strong></p></blockquote>
<p>Diese simplen und dennoch revolutionären Erkenntnisse werden bislang von keiner einzigen westlichen Organisation umgesetzt. Und es verwundert kaum, dass ausgerechnet diejenigen Vereine, die <a href="http://www.patenmaedchen.de/PDF/400000_Patenmaedchen.pdf" target="_blank">tausende Mädchen in ihren &#8220;Entwicklungshilfeprojekten&#8221; hilflos der Verstümmelung ausliefern </a>sich und aufgrund der Unterlassung von Schutz an diesen Verbrechen mit schuldig machen, wie z.B. Plan International, World Vision, Kindernothilfe und Childfund, sich dafür blind und taub stellen: Sie wollen weiter auf ihren <a href="http://www.taskforcefgm.de/2010/05/genitalverstummelung-und-der-irrweg-namens-aufklarung/" target="_blank">Irrwegen</a> Gelder, Ressourcen, Energie &#8211; und nicht zuletzt das Vertrauen der SpenderInnen vergeuden. Das geht so weit, dass sie den <a href="http://www.taskforcefgm.de/2010/05/genitalverstummelung-und-der-sadismus-der-taterinnen/" target="_blank">Verstümmelungs-TäterInnen zu Wohlstand verhelfen</a>, anstatt die Opfer zu schützen.</p>
<p>Wie lange sie auf diese Weise die Bemühungen um den Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung praktisch torpedieren können, entscheiden auch die SpenderInnen. Und die Öffentlichkeit&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Bundesrat will Genitalverstümmelung nicht völlig verbieten</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2010/05/bundesrat-will-genitalverstummelung-nicht-vollig-verbieten/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 16:53:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetzesinitiativen]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Entfernung der Schamlippen durch Ärzte bleibt legal Hamburg, den 16. Mai 2010 – Der Bundesrat verabschiedete im März 2010 den Entwurf für einen eigenen Straftatbestand „Genitalverstümmelung“. Verstümmelnde Eingriffe, die von Ärzten durchgeführt werden – wie die Entfernung der inneren Schamlippen &#8211; sollen jedoch von der Strafnorm ausgeschlossen bleiben. Nach dem Willen der Gesetzesinitiatoren sollen Ärzte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><img class="alignleft size-medium wp-image-978" title="Schere_Skalpell" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/05/dreamstime_Schere_Skalpell-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />Entfernung der Schamlippen durch Ärzte bleibt legal</h2>
<p>Hamburg, den 16. Mai 2010 – Der Bundesrat verabschiedete im März 2010 den Entwurf für einen eigenen Straftatbestand „Genitalverstümmelung“. Verstümmelnde Eingriffe, die von Ärzten durchgeführt werden – wie die Entfernung der inneren Schamlippen &#8211; sollen jedoch von der Strafnorm ausgeschlossen bleiben.</p>
<blockquote><p><strong>Nach dem Willen der Gesetzesinitiatoren sollen Ärzte weiterhin ungestraft Schamlippen abschneiden dürfen. Wörtlich heißt es in der Gesetzesbegründung (</strong><a href="http://www.bundesrat.de/cln_161/SharedDocs/Drucksachen/2009/0801-900/867-09" target="_blank"><strong>BT Drucksache 867-09</strong></a><strong>), es <em>„sollen </em><em>rein kosmetisch motivierte Eingriffe, wie … die in neuerer Zeit zunehmende Erscheinung der ´Schönheitsoperationen` im Genitalbereich vom Anwendungsbereich der Strafnorm ausgenommen bleiben.“</em></strong></p></blockquote>
<p><span id="more-977"></span>Zu diesen sogenannten Schönheitsoperationen gehört die teilweise oder vollständige Entfernung der inneren Schamlippen. Mit solchen Eingriffen verdienen deutsche Ärzte mittlerweile ganz legal rund 20 Millionen Euro pro Jahr.<br />
Das Ergebnis dieser gewinnträchtigen „Operation“ unterscheidet sich jedoch in keiner Weise von der kulturell oder religiös motivierten Genitalverstümmelung, wenn dabei die Schamlippen abgeschnitten werden.</p>
<blockquote><p><strong>Dass Politiker bewusst mit „zweierlei Maß“ messen, geht aus der Begründung klar hervor: Während das pseudo-ästhetisch begründete Abschneiden der Schamlippen durch Ärzte straf-frei und einwilligungsfähig bleiben soll, wird die gleiche Tat aus kulturell-religiöser Motivation heraus als „minder schwerer Fall“ behandelt werden: Gemeint sind jene Taten, <em>„in denen die Tatfolgen nicht wesentlich über das Ergebnis der … kosmetischen Eingriffe hinausreichen.“ </em>Das Strafmaß soll bei diesen Fällen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Haft liegen.</strong></p></blockquote>
<p>Ziel muss aber die konsequente strafrechtliche Ahndung aller Formen genitaler Verstümmelung sein. Wer aus anderen als medizinisch indizierten – und somit äußerst seltenen – Gründen einem Mädchen oder einer Frau die Schamlippen abschneidet, muss dafür straf-rechtlich zur Verantwortung gezogen werden und zwar im Hinblick auf die Tat selbst und auf ihre Folgen.</p>
<p>Die Gesetzesinitiative lenkt von den tatsächlichen Problemen ab: Die Anwendung geltenden, völlig ausreichenden Rechts wird durch massive Ermittlungsbarrieren behindert.<br />
Die verantwortlichen Politiker stehen in der Pflicht, endlich die nötigen Rahmenbedingungen für die Verfolgung sämtlicher Verstümmelungstaten und den umfassenden Schutz der gefährdeten Mädchen zu schaffen (siehe <a href="http://www.taskforcefgm.de/2009/12/keine-aenderungen-im-strafrecht-bitte/" target="_blank">Pressemitteilung vom 16.12.2009</a>).</p>
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