Notruf Genitalverstümmelung „SOS FGM“

zweiMädchenMit dem Notruf Genitalverstümmelung hat die TaskForce ein Kinderschutz-Projekt gestartet, das zeigt:

Konkreter Schutz von Mädchen ist möglich!

Allein in Deutschland sind 30.000 bis 50.000 minderjährige Mädchen von Genitalverstümmelung bedroht. Bis zu 80% dieser Mädchen werden tatsächlich dieser schweren Misshandlung ausgesetzt.
Mit Schutz konnten sie bislang nur in wenigen Ausnahmen rechnen.

Aber: Kinder brauchen den Schutz durch die Gesellschaft und den Staat – besonders dann, wenn Gewalt innerhalb der Familie verübt wird.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen jedoch, dass Menschen, die konkrete Informationen über geplante oder bereits verübte Genitalverstümmelungen haben, oft nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Auch Behörden und Jugendämter reagieren vielfach unsicher und zögerlich, wenn gefährdete Mädchen geschützt werden müssen.

SOS FGM reagiert auf genau diesen Umstand und bietet ab jetzt eine Anlaufstelle:

– Wählen Sie die Notrufnummer 01803 – 767 346 (01803 – SOS FGM)*, wenn Sie konkrete Informationen über die Gefährdung eines Mädchens haben.

– Rufen Sie ebenfalls – anonym – den Notruf, wenn Sie von einer bereits verübten Tat erfahren haben. Wir stellen sicher, dass schnell und kompetent Hilfe eingeleitet wird und begleiten jeden einzelnen Fall konsequent.

– Behörden, Jugendämtern und Fachkräften bietet SOS FGM Einzelberatung in konkreten Fällen und fachbezogene Fortbildung im gesamten Bundesgebiet. Angestrebt wird ein sicherer, umsichtiger und schutzorientierter Umgang mit Gefährdungsfällen.

– Mädchen und Frauen, die Opfer dieser Gewalt geworden sind, informieren wir über Ihren Anspruch auf Entschädigung durch den deutschen Staat  (nach dem Opferentschädigungsgesetz, OEG) und helfen ihnen dabei, ihre Ansprüche geltend zu machen.

Dieses Projekt ermöglicht konkreten Schutz von Kindern vor schwerer Gewalt und Misshandlung und trägt zur Verwirklichung ihrer Rechte auf Würde, Leben, körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung bei. Erfahren Sie mehr auf www.sosfgm.org

Alle Informationen über die aktuellen SOS FGM-Handlungs-Empfehlungen für Kindergärten/schulen sowie Jugendämter erhalten Sie hier

SOS FGM bietet den europaweit ersten Notruf Genitalverstümmelung (FGM = Female Genital Mutilation, weibliche Genitalverstümmelung)
* 9 ct/min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 ct/min


Patenmädchen-Kampagne

Mädchen in Patenkindprogrammen deutscher Entwicklungshilfeorganisationen werden bislang
nicht vor Genitalverstümmelung geschützt!

Bis zu 400.000 Patenmädchen, die von den Organisationen Plan International, World Vision, Kindernothilfe und ChildFund vermittelt werden, sind schutzlos der Genitalverstümmelung ausgeliefert – obwohl die Organisationen sie umfassend und sogar messbar schützen könnten.

Um diese Problematik einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, haben sich acht Organisationen für die Patenmädchen-Kampagne zusammengeschlossen. Ziel ist die Umsetzung praktikabler und einfacher Lösungen, die zu einem sicheren Schutz der gefährdeten Mädchen führen. Zunächst geht es dabei insbesondere um jene „Patenmädchen“, die zur Spendenakquise vermittelt werden – denn die Patenschaftsorganisationen haben nicht nur eine besondere Fürsorgepflicht für diese Kinder, sondern aufgrund ihrer Arbeitsweise auch die besten Voraussetzungen für nachhaltige Kontrolle.

Die Kampagne richtet sich nicht nur an die Menschen, die eine Patenschaft übernommen haben oder an Entwicklungshilfeorganisationen spenden, sondern an all jene, die mit ihrer Stimme einen Beitrag zum Kinderschutz leisten möchten!

Plakate und RadioSpot rütteln auf und weisen auf die Petition hin: Die Organisationen werden mit Protest-Briefen aufgefordert, ihre Duldungspolitik einzustellen.

Fordern Sie mit uns nachhaltigen und messbaren Schutz für diese Kinder:

Laden Sie Petionsbrief und Unterschriftenlisten herunterladen und helfen Sie uns beim Sammeln von Unterschriften.
Bitte senden Sie die ausgefüllten Listen einfach per Post oder als Scan per E-Mail an uns zurück.

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