Genitalverstümmelung an Mädchen: Ausdruck eines allgemein gewalttätigen Familienumfeldes

Genitalverstümmelung wird i.d.R. in einem generell gewalttätigen Familienumfeld verübt - sowohl in den Herkunftsländern als auch in Deutschland/Europa

Genitalverstümmelung wird i.d.R. in einem generell gewalttätigen Familienumfeld verübt - sowohl in den Herkunftsländern als auch in Deutschland/Europa

Genitalverstümmelungen sind in einer liebevollen familiären Umgebung undenkbar!

In der medialen Berichterstattung über das Thema “Genitalverstümmelung” werden der Öffentlichkeit seit Jahren mit monotoner Regelmäßigkeit diverse “Bären aufgebunden”, insbesondere durch die Aussage, Eltern, die ihre Töchter genitalverstümmeln lassen, seien im Grunde fürsorgliche Menschen, die nur das Beste für ihre Kinder wollten. Es wird suggeriert, die Verstümmelung sei ein “einmaliger Ausrutscher” in einer ansonsten liebevollen Familie.

Vertreter dieser fatalen Fehleinschätzung finden wir in sämtlichen Bereichen. Hier einige Beispiele: [Read more...]

Tag der Menschenrechte: Féenose veröffentlicht ihr neues Album “Albinos”

Für die Veröffentlichung ihres neuen Albums “Albinos” hat Féenose ganz bewusst den heutigen 10. Dezember – den “Internationalen Tag der Menschenrechte” gewählt, denn es ist Menschen mit Albinismus (Albinos) gewidmet, die besonders in Afrika an den der Gesellschaft gedrängt und häufig Opfer furchtbarer Verbrechen werden. Die Künstlerin will auf dieses Problem aufmerksam machen und wachrütteln, damit sich in den Köpfen der Menschen und in ihrem Handeln etwas ändert.

Wie schon auf ihrem ersten Album “Da wou wô”(mit dem Song “Excision/Silence”, der das VISION ACTION CHANGE-Album bereichert) setzt Féenose mit “Albinos” ein Zeichen für ein Ende der Genitalverstümmelungen an Mädchen: Mit dem Song “Confidence” bricht Féenose das Schweigen über ihre eigene schmerzvolle Erfahrung, die sie als Kind durch die Verstümmelung erleiden musste.

“Ich habe jetzt den Mut und die Stärke, in der Öffentlichkeit darüber zu sprechen, dass ich selbst Opfer dieser Praktik bin. Die Welt soll wissen, dass wir – Frauen und Mädchen, die diese Gewalt überlebt habe – wirklich existieren, denn oft genug sind wir dazu verdammt uns zu verstecken und zu schweigen, um gesellschaftlich nicht geächtet zu werden.” so die Künstlerin in einem Interview

weiterlesen auf der WebSeite von VISION ACTION CHANGE

 

Genitalverstümmelung steht im Irak ab sofort unter Strafe

wadi e.V, Berlin/Suleymaniah:  Der 22. Juni war ein guter Tag für die Frauen und Mädchen aus dem Nordirak. Mit großer Mehrheit hat sich das Regionalparlament in der kurdischen Autonomieregion des Irak für die Annahme eines Gesetzes ausgesprochen, das die Verstümmelung weiblicher Genitalien (FGM) künftig verbietet. Demnach macht sich künftig strafbar, wer aus traditionellen, religiösen oder anderen Gründen die gerne als »Beschneidung« beschönigte Operation an Frauen oder Mädchen durchführt.

Jahrzehntelang verschwiegen stellt FGM ein erhebliches Problem im Nordirak dar. Erst Studien, die seit 2007 von WADI mit lokalen Partnerorganisationen durchgeführt wurden zeigten, dass deutlich mehr als 60 Prozent der Frauen und Mädchen in der Region genital verstümmelt wurden. [Read more...]

“Die Hälfte des Himmels” oder der Wolf im Schafspelz

Copyright Bild: Verlag C.H. BeckWas tun, wenn selbst die seriösen Blätter den Kopf verlieren? Kürzlich stimmte nun auch die FAZ fröhlich ein in den Lobgesang auf die aktuell vorliegende deutsche Ausgabe von“Die Hälfte des Himmels. Wie Frauen weltweit für eine bessere Zukunft kämpfen” des erfolgverwöhnten Autorenpaars Sheryl WuDunn und Nick D. Kristof. Also jenem Kristof, der nicht selten durch kulturell relativierende Ansichten zu Frauenrechten auffällig wurde, aber dennoch oder gerade deswegen einen festen Platz in der amerikanischen Elite-Journaille inne hat.

Das Buch sei “ein Ereignis”, ist vom begeisterten FAZ-Redakteur zu erfahren. Besonders lobt der Rezensent, dass die beiden Fleiß begabten Autoren “massenhaft länderspezifische Informationen verarbeitet haben, ohne dass je die Spannung nachließe – man folgt dieser bedrückenden Reise um die Welt tatsächlich atemlos”. (Schön, wenn das Grauen endlich auch einmal unserem Anspruch auf gute Unterhaltung gerecht wird.)

“Sie sind keine Dogmatiker”, da ist der FAZ-Mann sicher. Dabei verfügen Kristof und WuDunn geradezu selbstverständlich darüber, welcher Art das Grauen zu sein hat, das es in die Kategorie konsequent zu ahnender Verbrechen schafft und jenem, das eher den kulturellen Schrullen zuzuordnen und daher allenfalls respektvoll und geduldig anzugehen sei.  Denn: “Die Autoren fordern ein hartes Durchgreifen gegen Zwangsprostitution, weil der weiche Weg erfolglos geblieben sei, aber eine diplomatische Strategie beim Vorgehen gegen Mädchenbeschneidungen.” [Read more...]

Irak: Fatwa erlaubt Genitalverstümmelung

The Higher Committee of Fatwa in Kurdish Iraq recently issued a fatwa on FGM. This fatwa openly contradicts the fatwa from Al-Azhar university issued in 2006, banning FGM from a religious point of view.

In contrary the Kurdish clerics delegate the decision – to mutilate or not – back to the families. They additionally underline that FGM is considered Sunnah in most Islamic Law Schools.

A lot of people and activists in Iraqi-Kurdistan are frustrated with this text and start a process of discussing how to proceed with the campaign against FGM. [Read more...]

FGM in Kurdistan: Der Stand der Dinge

Nach dem Aufsehen erregenden Human Rights Watch Report und der großen WADI Studie zu Genitalverstümmelung in Kurdistan sehen wir leider immer noch keine ermutigenden Signale von der Regionalregierung.

Es wird weiter dreist geleugnet, verharmlost, runtergespielt und ignoriert. Viele Abgeordnete und sonstige Entscheidungsträger erkennen nicht, dass Entwicklung und Fortschritt auf Dauer nur mit einer Bekämpfung dieser barbarischen Praxis zu haben sind. [Read more...]

Human Rights Watch-Bericht: FGM im kurdischen Irak

Nachdem unsere Partnerorganisation WADI e.V. bereits Anfang des Jahres eine umfangreiche Studie über die weite Verbreitung von Genitalverstümmelungen im kurdischen Nordirak vorgelegt hatte, stellt nun die Organisation Human Rights Watch einen ausführlichen Bericht zu dieser Problematik vor.

Über die Verbreitung von Genitalverstümmelung wurden kürzlich zwei Studien herausgegeben. [Read more...]

Marie Nareku über Unversehrtheitskontrollen

Kenia, im Mai 2010. Marie Nareku erklärt:

Medizinische Check-ups sind der einzige Weg, die Unversehrtheit der Mädchen sicherzustellen!

Durch dieses Instrument kann nicht nur messbarer Schutz für die Kinder erreicht werden. Vielmehr wird verhindert, dass die Praktik im Geheimen fortgeführt wird, denn Verstümmelungen würden nun systematisch aufgedeckt.

Aber bislang hat keine einzige Entwicklungshilfe-organisation diese rettende Maßnahme eingeführt – bis auf die Selbsthilfeorganisation Cafgem in Kenia: Marie Nareku betreut seit über 15 Jahren Projekte, in denen seit 2010 dieser fachliche Input der TaskForce umgesetzt wird.

Marie Nareku ruft die europäischen Staaten auf, diesem Beispiel zu folgen und zum Schutz der gefährdeten Mädchen auch im Westen eine Untersuchungspflicht einzuführen: [Read more...]

TaskForce-Engagement gegen Genitalverstümmelung inspiriert Künstlerin

Die etablierte Künstlerin Lane Hill aus Seattle eröffnete am 01. Mai 2010 im “Museo” in Langley/Whidbay Island eine Ausstellung mit Porträts von AktivistInnen, die sie schätzt und achtet, weil sie Lösungen von Problemen aufzeigen, die nicht länger ignoriert werden dürfen.

Neben Aktivisten wie Evans Wadongo (Gründer von Sustainable Development For All – Kenya), Marie da Silva (siehe Bild anbei, Gründerin der Jaracanda Foundation – Malawi) and Shin Fujiyama (Mitbegründer von Students helping Honduras – USA) porträtierte Lane Hill auch die TaskForce-Gründerin Ines Laufer.

“Über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter verfolge ich das Engagement der TaskForce schon eine ganze Weile – und bin begeistert” – so Lane Hill. “Ich wünsche mir, dass ich über die Bilder das Publikum bewegen und motivieren kann, sich tiefer mit den Problemen zu beschäftigen und sich – in welcher Weise auch immer – zu engagieren.” [Read more...]

Unterstützung von Max Ray Ibrango

Hamburg, den 08. März 2010: Bei dem Arbeitstreffen mit dem Künstler Max Ray Ibrango aus Burkina Faso letztes Wochenende wurden die Ansätze der TaskForce und des Bündnis zum Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung erneut bestätigt:

“Viele Menschen in meinem Heimatland Burkina Faso wissen mittlerweile über die  verheerenden Folgen von Genitalverstümmelungen Bescheid. Aber sie verstümmeln dennoch weiterhin ihre Töchter – weil die Dorf-Chefs das so fordern, bzw. sich nicht klar dagegen aussprechen.

Wir brauchen den “Tropfen Wasser”, der das Fass zum Überlaufen bringt und zu einem wirklichen Stopp dieser Praktiken führt. Die Knüpfung von finanzieller oder sonstiger Hilfe an die Bedingung, die Verstümmelungen zu beenden – und natürlich Kontrolle – kann dieser “Tropfen” sein…” [Read more...]

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