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	<title>TaskForce &#187; Entwicklungspolitik — TaskForce</title>
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	<description>Effektive Prävention von Genitalverstümmelung</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 13:29:24 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Hamburg: Diskussions-Veranstaltung zum &#8220;Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 18:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die TaskForce diskutiert mit Plan International und Terre des Femmes]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_6028" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-6028" title="Die TaskForce diskutiert mit Plan International und Terre des Femmes den Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/11/Ethiopia_Paulo_Philippidis-200x300.jpg" alt="Die TaskForce diskutiert mit Plan International und Terre des Femmes den Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Die TaskForce diskutiert mit Plan International und Terre des Femmes den Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Am Donnerstag, den 10. November 2011 veranstaltet das  <a href="http://www.ewnw.de/mitgliedsgruppen" target="_blank">&#8220;Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.&#8221;</a> ab 18:30 Uhr im <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;time=&amp;date=&amp;ttype=&amp;q=Ottenser+Marktplatz,+Hamburg&amp;sll=53.547479,9.931928&amp;sspn=0.007395,0.012853&amp;ie=UTF8&amp;ll=53.547728,9.932327&amp;spn=0.007395,0.012853&amp;z=16&amp;om=1" target="_blank">Gemeindezentrum Campus/Christianskirche Ottenser Marktplatz 8, Hamburg- Altona</a></strong><br />
<strong>eine spannende Diskussion zum Thema<a href="http://www.ewnw.de/event/forum-entwicklungspolitik-weibliche-genitalverstuemmelung-%E2%80%93-der-umgang-mit-dem-thema-der-entwi" target="_blank"> &#8220;Umgang mit Genitalverstümmelung in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit&#8221;</a>.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit bis zu 170 Millionen Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM) betroffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Weibliche Genitalverstümmelung wird heute in zahlreichen internationalen und afrikanischen Konventionen und Aktionsprogrammen als schwere Verletzung der Kinder- und Menschenrechte anerkannt und verurteilt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die individuellen und gesellschaftlichen Folgen dieser Praktiken sind gravierend. Die weibliche Genitalverstümmelung ist deshalb ein wichtiges Entwicklungs- und Menschenrechtsthema: <span id="more-6027"></span></p>
<blockquote><p>„Weibliche Genitalverstümmelung mindert die Potentiale von Mädchen und Frauen und wirkt sich negativ auf die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Staaten aus. (…)<br />
Weibliche Genitalverstümmelung gefährdet die Bemühungen, die Millennium Development Goals (MDG) zur Minderung extremer Armut zu erreichen.“ (<a href="http://www.gtz.de/de/weltweit/afrika/regionale-themen/9631.htm" target="_blank">GTZ)</a>.</p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">Aus diesem Grund wird die Beendigung von Genitalverstümmelungen in den entsprechenden Projektgebieten und der umfassende, wirksame Schutz künftiger Generationen zum Prüfstein für eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch von Hamburg aus engagieren sich mehrere Initiativen und Organisationen gegen FGM. Trotz eines gemeinsamen Anliegens arbeiten sie mit unterschiedlichen Ansätzen, Schwerpunkten und Ergebnissen.<br />
Das Ziel des Diskussionsabends ist es, die Arbeit dieser Organisationen vorzustellen, die Hintergründe und Unterschiede zwischen den einzelnen Ansätzen und den Umgang damit zu erläutern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Besondere Spannung verspricht die Veranstaltung allein aufgrund der Tatsache, dass die TaskForce seit langem sowohl die Politik von <a href="http://www.presseanzeiger.de/infothek/vereine/470167.php" target="_blank">Plan International</a> als auch <a href="http://blog.taskforcefgm.de/2011/08/genitalverstummelung-taterschutz-was-tun-mit-einem-verein-wie-terre-des-femmes-der-sich-fur-den-schutz-der-tater-einsetzt/" target="_blank">Terre des Femmes</a> mit fundierten Fakten immer wieder öffentlich kritisiert&#8230;</strong></p>
<p><strong>Es diskutieren:</strong><br />
<strong>Ines Laufer (TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V.)</strong><br />
<strong>Heidemarie Grobe (Terre des Femmes e.V.)</strong><br />
<strong>Dr. Anja Stuckert (Plan International Deutschland e.V.).</strong></p>
<p><strong>Moderation: Dr. Anke Butscher</strong></p>
<p><strong>Veranstalter: Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.</strong></p>
<p>Foto (c) Flickr/Paulo Philippidis</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum &#8220;Information und Aufklärung&#8221; im Kampf gegen Genitalverstümmelung nicht zum Ziel führt &#8211; und wie sich der Westen damit zum Komplizen macht</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2011/07/english-why-the-approach-of-education-and-information-leads-to-complicity-in-female-genital-mutilation/</link>
		<comments>http://www.taskforcefgm.de/2011/07/english-why-the-approach-of-education-and-information-leads-to-complicity-in-female-genital-mutilation/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 15:38:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ines Laufer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärungskampagnen]]></category>
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		<category><![CDATA[Western policy]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum der Ansatz der "Aufklärung und Information" scheitert]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5857" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-medium wp-image-5857  " src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/07/Kenya2_IRIN_Photos1-300x213.jpg" alt="Genitalverstümmelungen werden nicht aufgrund mangelnder Bildung oder Information verübt, sondern um die ideologischen und materiellen Interessen der Familien durchzusetzen" width="300" height="213" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Genitalverstümmelungen werden nicht aufgrund mangelnder Bildung oder Information verübt, sondern um die ideologischen und materiellen Interessen der Familien durchzusetzen</dd>
</dl>
</div>
<h4 style="text-align: justify;">Seit Jahrzehnten propagieren und finanzieren Nichtregierungsorganisationen, Aktivisten und Politiker die Strategie der &#8220;Information und Aufklärung&#8221; als Maßnahme, um  die Gewalt der Genitalverstümmelung zu beenden:</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Indem Bevölkerung und Regierung  in den Verstümmelungsländern &#8211; aber auch Migranten hier in Europa &#8211; über die schädlichen Folgen der Genitalverstümmelung &#8220;informiert und aufgeklärt&#8221; werden, sollen sie davon überzeugt werden, künftig ihre Töchter unversehrt aufwachsen zu lassen.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Diese Strategie hat einen Haken: <span id="more-5852"></span></h4>
<h4>Sie funktioniert nicht.  Sie kann nicht funktionieren &#8211; denn sie basiert auf der irrigen, falschen Annahme, dass diejenigen, die ihre Töchter verstümmeln lassen aus Unwissenheit oder mangelnder Bildung handeln.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Es  wird  ein fatales, verzerrtes Bild vermittelt, das den Tätern &#8220;Unschuld aufgrund fehlender Bildung bzw. Kenntnis&#8221; unterstellt und  ihnen die  Verantwortung für das Verbrechen gegen die eigenen Kinder abspricht. Gleichzeitig wird mit diesem &#8220;Aufklärungs-Ansatz&#8221; das Wesen von Genitalverstümmelungen als systematische Gewalt mit dem Ziel der Unterdrückung und Kontrolle der weiblichen Mitglieder der Gesellschaft verschleiert und negiert.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Wir können heute mit empirischen Fakten und Daten belegen, dass diejenigen, die Genitalverstümmelungen verüben, keineswegs ungebildet und unwissend sind:</h4>
<blockquote>
<h4 style="text-align: justify;">Die gebildeten Eliten mit den höchsten sozialen Standards verstümmeln ihre Töchter im gleichen oder sogar größeren Ausmaß wie Vertreter der untersten und ärmsten sozialen Schichten der Gesellschaft.</h4>
</blockquote>
<h4 style="text-align: justify;"><strong>Einige Beispiele:</strong></h4>
<blockquote>
<h4>Im <a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/06/UNICEF_SUDAN_2009.pdf" target="_blank">Sudan</a> bleibt nach 70 Jahren &#8220;Aufklärungs- und Informationskampagnen&#8221; die Verstümmelungsrate konstant bei 89%: In den Familien mit der höchsten Bildung werden 3% mehr Mädchen verstümmelt als in den ungebildeten. In der reichsten Schicht der Gesellschaft werden sogar 20% mehr (!) Mädchen Opfer der Verstümmelung als in der ärmsten Unterschicht.</h4>
<h4>In <a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/06/FGM-ethiopia.pdf" target="_blank">Äthiopien</a> ist die Verstümmelungsrate in den Städten einschließlich Addis Abeba 20% höher als auf dem Land. In hochgebildeten Familien werden 80% der Mädchen verstümmelt und somit nur 2% weniger als in völlig ungebildeten.</h4>
<h4>In <a href="http://www.childinfo.org/files/Egypt_FGC_profile_English.pdf" target="_blank">Ägypten</a> besteht so gut wie kein Unterschied: Fast jedes Mädchen (92%) in den hochgebildeten Familien wird genital verstümmlt. Und <a href="http://www.unicef-irc.org/publications/pdf/fgm_insight_eng.pdf" target="_blank">75% der Verstümmelungen werden von gebildeten Medizinern verübt</a> (vor allem Krankenschwestern), die sich aus persönlichen monetären Interessen für die Weiterführung der Verstümmelungen einsetzen.</h4>
<h4>In <a href="http://www.taskforcefgm.de/situation/europa/" target="_blank">Europa</a> werden die Verstümmelungen quasi unvermindert weitergeführt &#8211; bis zu 80% der Mädchen (insbesondere in den Hochrisikogruppen) werden &#8220;vor unserer Haustür&#8221; verstümmelt, obwohl die Täter angeben, über die Strafbarkeit der Tat und die gesundheitlichen Folgen informiert zu sein.</h4>
</blockquote>
<h4 style="text-align: justify;">Die Schlussfolgerung aus diesen Erkenntnissen ist so zwingend wie einfach: Genitalverstümmelung muss endlich als das benannt und behandelt werden, was es ist: Ein Verbrechen &#8211; ein <a href="http://www.taskforcefgm.de/2011/04/english-the-myths-about-female-genital-mutilation-part-i/" target="_blank">Akt der Gewalt, Herabwürdigung und der Respektlosigkeit gegenüber den eigenen Kindern</a>, dessen Täter keine Opfer (von Unwissenheit, Armut o.ä.) sind, sondern eben voll verantwortliche Täter.</h4>
<h4 style="text-align: justify;"> Sie<a></a> handeln keineswegs aufgrund mangelnder Bildung oder fehlender Erkenntnis, sondern begehen diese Taten &#8211; wie alle Gewalttäter &#8211;  um ihre eigenen ideologischen, persönlichen und materiellen Interessen gegen die der Opfer  durchzusetzen &#8211; in vollem Bewusstsein der Folgen.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Die Weltöffentlichkeit muss endlich aufhören, der Verstümmelungsgewalt einen <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article1485559/Angst_vor_der_Verstuemmelung_des_Patenkindes.html" target="_blank">Kultur-Rabatt</a> einzuräumen und stattdessen beginnen, Genitalverstümmelung und die Täter ohne wenn und aber zu kriminalisieren und zu ächten, z.B. durch die Umsetzung effektiver Möglichkeiten der Strafverfolgung insbesondere der anstiftenden Familien sowie Sanktionen gegen jene Entscheider, die nicht bereit sind, die Beendigung der Verstümmelungen in ihren Gemeinden/Communities durchzusetzen. Nicht zu vergessen sämtliche muslimischen Kleriker (z.B. Shafi&#8217;iten), die bislang ohne den empörten Aufschrei der Öffentlichkeit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=rUvrHsPaTSo" target="_blank">zur Verübung dieser Verbrechen anstiften</a>.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Es wird höchste Zeit, die exotistisch-rassistische Doppelmoral der westlichen Organisationen und Politiker zu entlarven und zu überwinden, mit der sie die Verstümmelungstäter unterschätzen und entmündigen und der Welt suggerieren, die Täter wüssten gar nicht, welches Leid sie ihren Kindern mit der Verstümmelung antun:</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Denn zum einen werden  durch diese Darstellung  die Vetreter der Verstümmelungs-Kulturen als rückständige, unwissende  aber eigentlich gutmeinende  Minderbemittelte   dargestellt,  jeglicher Verantwortung für ihre bestialischen Verbrechen enthoben.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Gleichzeitig  machen sich  Politiker und NGOs die irrsinnigen Rechtfertigungen der Verstümmelungen zu eigen, um die Tat und die Täter (denen &#8220;beste Absichten&#8221; zugesprochen werden) &#8211; und vor allem ihre resultierende Nicht-Intervention -  zu entschuldigen: Auf diese Weise  führt das rassistische Konzept der &#8220;rückständigen, unwissenden Anderen&#8221; zur Komplizität mit den Tätern  &#8211; mit dem Ergebnis, eben jene &#8220;rückständigen&#8221; Strukturen zu festigen und nachhaltige Entwicklung zu verhindern.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Die westliche (Innen- und Entwicklungs-) Politik, die ausschließlich  auf &#8220;Aufklärung und Information&#8221; setzt, macht schlichtweg &#8220;die falsche Baustelle auf&#8221; und kurbelt auf diese Weise  die Gewaltmechanismen weiter an. Sie richtet sich  maßgeblich gegen die (potentiellen), akut gefährdeten  Opfer, denen konsequenter  Schutz, grundlegendste Rechte und Gerechtigkeit verweigert werden.</h4>
<p style="text-align: justify;">Foto (c) Flickr/IRIN News</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Genitalverstümmelung steht im Irak ab sofort unter Strafe</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2011/06/genitalverstummelung-steht-im-irak-ab-sofort-unter-strafe/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 09:25:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Genitalverstümmelung]]></category>
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		<category><![CDATA[WADI e.V.]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gesetz verbietet jetzt im Irak die Verstümmelung von Mädchen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4 style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-medium wp-image-5754" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/06/Iraq_lachicaphoto-300x273.jpg" alt="" width="300" height="273" />wadi e.V, Berlin/Suleymaniah:  Der 22. Juni war ein guter Tag für die Frauen und Mädchen aus dem Nordirak. Mit großer Mehrheit hat sich das Regionalparlament in der kurdischen Autonomieregion des Irak für die Annahme eines Gesetzes ausgesprochen, das die Verstümmelung weiblicher Genitalien (FGM) künftig verbietet. Demnach macht sich künftig strafbar, wer aus traditionellen, religiösen oder anderen Gründen die gerne als »Beschneidung« beschönigte Operation an Frauen oder Mädchen durchführt.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Jahrzehntelang verschwiegen stellt FGM ein erhebliches Problem im Nordirak dar. Erst Studien, die seit 2007 von <a href="http://www.wadi-online.de/" target="_blank">WADI</a> mit lokalen Partnerorganisationen durchgeführt wurden zeigten, dass deutlich mehr als 60 Prozent der Frauen und Mädchen in der Region genital verstümmelt wurden. <span id="more-5753"></span></h4>
<h4 style="text-align: justify;">Der Eingriff, bei dem Teile des weiblichen Sexualorgans entfernt werden, hat oft schwerwiegende gesundheitliche Folgen für die Betroffenen. Dauerhafte Angstzustände, Schmerzen und Unfruchtbarkeit sind keine Seltenheit. Der Eingriff selbst, der in der Regel von Laien unter mangelnden Hygienebedingungen durchgeführt wird, fordert immer wieder Opfer &#8211; Mädchen im Alter zwischen 2 und 8 Jahren verbluten oder sterben an den Folgen schwerer Entzündungen.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Die <a href="http://stopfgmkurdistan.org/html/deutsch/fgm_study_de.htm" target="_blank">von WADI veröffentlichten Untersuchungsergebnisse</a> lösten eine kontroverse öffentliche Debatte aus. Während die Existenz von FGM zum Teil geleugnet wurde, formierte sich über alle Parteigrenzen hinweg eine Gruppe von Frauenrechtlerinnen und Parlamentarierinnen, die einen gemeinsamen Gesetzentwurf zum Verbot von FGM ins Parlament einbrachten. Unterstützt wurden sie durch eine von WADI geförderte Öffentlichkeitskampagne, die mit Fernsehspots und großflächigen Zeitungsanzeigen über FGM aufklärte.</h4>
<h4 style="text-align: justify;">Das jetzt verabschiedete Gesetz ist auch ein Erfolg dieser Kampagne. Wirkung wird das Gesetz zu allererst auf einer symbolischen Ebene entfalten. Um FGM wirkungsvoll und dauerhaft zu bekämpfen, werden zugleich mehr Anstrengungen gefordert sein. Es muss darum gehen, das Recht von Frauen und Mädchen auf Selbstbestimmung &#8211; über ihren Körper und ihr Leben &#8211; insgesamt auf die Tagsordnung zu bringen. Auf dem Weg dahin ist mit dem Anti-FGM Gesetz im kurdischen Nordirak ein großer Schritt getan worden.</h4>
<p>Foto (c) Flickr/lachicaphoto</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Plan International verhöhnt Spender, Öffentlichkeit und misshandelte Patenkinder</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2011/04/plan-international-verhohnt-spender-offentlichkeit-und-misshandelte-patenkinder/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 19:18:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[verhöhnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Plan International verhöhnt die Spender mit der Aussage "Plan schützt Mädchen"]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<h4>
<p class="mceTemp">
<div id="attachment_4634" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/04/iStock_Maedchen_ernst_closeUp.jpg"><img class="size-medium wp-image-4634" title="iStock_Maedchen_ernst_closeUp" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2011/04/iStock_Maedchen_ernst_closeUp-300x199.jpg" alt="Obwohl Plan International rund 1/4 Mio. Patenmädchen der Verstümmelung überlässt, sagen sie den Spendern: Plan schützt Mädchen" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Obwohl Plan International rund 1/4 Mio. Patenmädchen der Verstümmelung überlässt, sagen sie den Spendern: Plan schützt Mädchen</p></div>
<h3>Falsche Werbe-Versprechen vs. Duldung schwerer Kinderrechtsverletzungen </h3>
<p>Hamburg, den 19.04.2011: Plan International gehört neben World Vision, Kindernothilfe und ChildFund zu jenen Vereinen, die seit 2009 im Rahmen der <a href="http://www.patenmaedchen.de" target="_blank">Patenmädchen-Kampagne</a> von tausenden Menschen kritisiert werden für ihre Weigerung, insgesamt fast eine halbe Million Patenmädchen vor Genitalverstümmelung zu schützen.  </p>
<p>Seitdem rechtfertigt Plan International die Duldung gegenüber der Verstümmelungsgewalt mit kulturrelativistischen und paternalistischen Aussagen, präsentiert aber neuerdings Besuchern der Website folgende Überschrift zum Thema Genitalverstümmelung:<em>  </em>  </p>
<blockquote><p><em>„<strong>Plan schützt Mädchen – </strong>Plan setzt sich massiv für die Beendigung dieser gewaltsamen Praktik ein“.</em>  </p></blockquote>
<p>Mit dieser nachweislich falschen Werbe-Aussage wird es für die Öffentlichkeit und die Spender fast unmöglich, ohne fundiertes Hintergrundwissen den tatsächlichen Betrug zu erkennen. In der Praxis erhalten die Patenmädchen eben keinen Schutz, sondern werden unter dem Deckmantel eines sogenannten „partnerschaftlichen, respektvollen Dialogs“ der Verstümmelung überlassen:<span id="more-4633"></span>  </p>
<p>Plan International Deutschland e.V. vermittelt allein bis zu 240.000 Patenmädchen aus 15 Ländern, in denen bis zu 90% aller Mädchen genitalverstümmelt werden (wie Ägypten, Äthiopien oder Mali und Sudan). Für diese Kinder zahlen gutmeinende Menschen rund 72 Mio. Euro pro Jahr.  </p>
<p><strong>Der Verein ist aber nicht bereit, den Verzicht auf Genitalverstümmelungen in seinen Förderkriterien festzuschreiben und von den Empfängergemeinden einzufordern, geschweige denn eine Unversehrtheitskontrolle der Kinder in die jährlichen medizinischen Untersuchungen zu integrieren.</strong>  </p>
<p>Lediglich 3,5% der durch die gefährdeten Patenmädchen eingenommenen Spenden wird in Projekte zur Abschaffung dieser Gewalt investiert. Projekte, die dem Problem aber aufgrund verfehlter Ansätze nicht gerecht werden und bisher keine belastbaren Wirksamkeitsnachweise erbracht haben, im Gegenteil: Die vereinzelten Maßnahmen bieten keinen Schutz, denn hier wird seit Jahrzehnten mit „Aufklärung“ und „kultursensiblem Dialog“ die Genitalverstümmelung legitimiert, die Täter entmündigt und die Gewalt aufrecht erhalten.  </p>
<p>Der Verein duldet die schwere Menschenrechtsverletzung der Genitalverstümmelung durch vorsätzliche Unterlassung von Schutz. Diese Duldungspolitik verstößt gegen eine Vielzahl afrikanischer und internationaler Konventionen, z.B. die UN-Kinderrechtskonvention.  </p>
<p>Plan International missbraucht zusätzlich das Vertrauen der Spenderinnen und Spender durch die bewusste Platzierung der falschen Werbebotschaft, dass eine Patenschaft das gesunde Aufwachsen der Kinder sichere.  </p>
<p>Umso mehr liegt es in der Verantwortung der Gesellschaft, gezielt nachzufragen und mit aller Vehemenz eine Änderung dieser Politik einzufordern: <a href="http://www.patenmaedchen.de/petition">www.patenmaedchen.de/petition</a>  </p>
<p>TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V.                        </p>
<p>Simone Schwarz  I  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit                                                                  <br />
Telefon: 01803 &#8211; 767 346 (9 ct/min aus dem deutschen Festnetz, Mobil max. 42 ct/min)  </p>
<p>E-Mail: <a href="mailto:info@taskforcefgm.de">info@taskforcefgm.de</a>  I  <a href="http://www.taskforcefgm.de/">www.taskforcefgm.de</a>     </h4>
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		<title>FGM und der Irrweg “Aufklärung”</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 11:54:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ines Laufer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Genitalverstümmelung]]></category>

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		<description><![CDATA[FGM und der Irrweg "Aufklärung" (...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><img class="alignleft size-medium wp-image-3603" title="Maedchen_mit_Buch" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/09/iStock_Maedchen_mit_Buch-300x253.jpg" alt="" width="300" height="253" />Was die Umwege, Irrwege und den Weg zum Ziel voneinander unterscheidet.</h2>
<p>Den <a href="http://www.taz.de/1/politik/afrika/artikel/1/bildung-statt-rasierklingen/" target="_blank">TAZ-Artikel</a>, um den sich schon mein <a href="http://www.taskforcefgm.de/2010/05/genitalverstummelung-und-der-sadismus-der-taterinnen/" target="_blank">gestriger Beitrag</a> drehte, nehme ich mir heute noch einmal vor, denn er demonstriert beispielhaft die unreflektierte, irreführende aber leider gängige Botschaft, dass das Ende von Genitalverstümmelungen auf dem Weg der ”Bildung und Aufklärung” zu erreichen sei.<strong> </strong></p>
<blockquote><p><strong>Um diesen Weg als Mythos zu entlarven – und mit aller Vehemenz zu widersprechen, muss ich keine Hellseherin sein. Im Gegenteil: ein aufmerksamer Blick in die Vergangenheit und Gegenwart reicht vollkommen aus:</strong></p></blockquote>
<blockquote><p><strong>Nach mehr als 30 Jahren intensiver ”Aufklärung”, vor allem in den afrikanischen Verstümmelungs-Ländern sollte endlich eingesehen werden: Das muss der falsche Weg sein – denn er hat zu praktisch keiner Veränderung, d.h. zu keinem Ende der Verstümmelungen geführt.<span id="more-3602"></span></strong></p></blockquote>
<p>Von den Kategorien “richtig” und “falsch” aber wollen besonders die westlichen Organisationen, Initiativen, Politiker und staatliche Stellen – und allgemein die Öffentlichkeit – nichts wissen, wenn es um ein Resumée der bisherigen Versuche geht, die Verstümmelungen abzuschaffen.</p>
<blockquote><p><strong>Wenn es jemand wagt, Kritik an den bisherigen Irrwegen zu üben, heißt es einfach: Es gibt eben unterschiedliche Ansätze – Hauptsache, wir alle verfolgen das gleiche Ziel. Ich fordere: Schluß mit dieser selbstgefälligen Heuchelei – denn sie behindert wirkliche Fortschritte und die dringend nötige Veränderung: Zwischen der mehr oder weniger ehrlich gemeinten Absicht, “das gleiche Ziel” zu verfolgen und dem, was am Ende erreicht wird, liegen i.d.R. Welten!</strong></p></blockquote>
<p>Werfen wir einen genaueren Blick auf den - von sämtlichen westlichen Organisationen propagierten und z.T. großzügig finanzierten Ansatz – dass “Bildung und Aufklärung” der Weg zum Ziel sei: Die Idee dabei ist, die Menschen darüber zu informieren, dass es gesundheitsschädlich und leidvoll sei, Mädchen bei lebendigem Leib die Geschlechtsorgane abzuschneiden. Diese Informationen soll zu einem schockierten AHA-Effekt führen – woraufhin die Menschen damit aufhören. Oder mit den Worten der Pressesprecherin des Vereins Plan International als Reaktion auf einen <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article1485559/Angst_vor_der_Verstuemmelung_des_Patenkindes.html" target="_blank">kritischen Artikel in der Welt</a> : <em>„Wenn die Menschen verstehen, dass diese Tradition…nichts Gutes hat, werden sie damit aufhören.“</em></p>
<p>Das heißt, man unterstellt den verstümmelnden TäterInnen, den Familien, Müttern, Vätern – ja ganzen Nationen, sie handelten aus purer Unwissenheit und ihnen sei nicht klar, was sie da tun. Und sobald man ihre Wissenslücken mit den entsprechenden Informationen geschlossen habe, werden sie logischerweise damit aufhören.</p>
<p>Dieser Weg hat einen Haken: Er funktioniert nicht! Er darf und muss heute als Irrweg gesehen werden, der direkt ins Scheitern führt, denn seine Ergebnisse sind quasi gleich NULL. Ich wurde kürzlich gefragt, wer eigentlich darüber befindet, was “richtig” und was “falsch” sei – und meine Antwort darauf war: es ist ”niemand” anderes als die Wirklichkeit, die tatsächliche Wirkung einer Aktion…</p>
<p>Und die ist in diesem Fall mehr als offensichtlich: Wenn die Wirkung des Weges der Aufklärung NICHT die richtige ist – d.h. NICHT zu einem Ende der Verstümmelungen führt – muss der Weg logischerweise FALSCH sein.</p>
<blockquote><p><strong>Wir wissen heute aber weit mehr als das, nämlich nicht nur DASS, sondern auch WARUM dieser Weg falsch ist.</strong></p>
<p><strong>Und es ist so einfach. Dieser Weg kann NICHT funktionieren, weil von einer völlig falschen Voraussetzung ausgegangen wird.  Denn in Wahrheit wissen die Menschen, was sie tun - und verüben Genitalverstümmelung als systematische, kollektive Gewalt nicht nur trotz der Folgen, sondern genau wegen dieser Folgen! </strong></p></blockquote>
<p>Genitalverstümmelungen funktionieren nach den Prinzipien und Mechanismen der Gewalt – und es sind genau deren Gesetzmäßigkeiten, die den Weg zu ihrer Abschaffung vorgeben (Das wird ausführliches Thema eines späteren Artikels sein). Aber genau DAS wollen bislang selbst die engagiertesten westlichen AkteurInnen nicht wahrhaben. Mehr noch, seit Jahren blenden sie den wichtigsten Aspekt der Verstümmelungen - also die Gewalt – zunehmend aus. Und die Medien sowieso. Oder haben Sie in dem TAZ-Artikel auch nur ein einziges Mal das Wort “Gewalt” finden können?</p>
<p>Bildlich gesehen ist das, was der Westen mit dem Aufklärungsansatz tut genau so, als würde ein Patient, der ein bestimmtes Symptom – z.B. Kopfschmerzen – aufweist, mit einem Mittel gegen Megenbeschwerden behandelt werden: Die Medizin wäre bestenfalls wirkungslos, hätte im schlimmsten Fall fatale Nebenwirkungen - aber die Kopfschmerzen wären immer noch da.</p>
<blockquote><p><strong><strong>Sie glauben immer noch, dass ein</strong><strong> Zusammenhang zwischen fehlender Bildung, niedrigem sozialen Status  und der Verbreitung von Genitalverstümmelung besteht – schließlich haben Sie das jedes Mal gelesen, wenn es um das Thema Genitakverstümmelung ging?</strong> Nun, ich bin ziemlich sicher, dass man Ihnen den Beweis für diese Aussagen schuldig geblieben ist. Die Empirie räumt mit diesem Mythos jedenfalls gründlich auf. Hier ein paar Beispiele:</strong></p>
<p><strong>- Eine aktuelle Studie von <a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/05/UNICEF_SUDAN_2009.pdf" target="_blank">UNICEF über die Verstümmelungssituation im Sudan</a> zeigt, dass in den gebildeten Bevölkerungsschichten die Verstümmelungs-Rate höher ist als in den ungebildeten; in den reichsten Familien werden sogar 20% mehr (!) Mädchen verstümmelt als in armen Familien.</strong></p>
<p><strong>- Eine fast identische Situation ist in <a href="http://www.taskforcefgm.de/img/aktuelles/FGM_ethiopia.pdf" target="_blank">Äthiopien</a> zu finden: Genitalverstümmelungen werden innerhalb der  gebildeten und ungebildeten Bevölkerungsschichten quasi gleichermaßen an ca. 80% aller Mädchen verübt.</strong></p>
<p><strong>- In <a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/02/ÄgyptenDokument1.pdf" target="_blank">Ägypten</a> sind es vor allem die hoch-gebildeten Eliten, die Genitalverstümmelungen fördern, propagieren und weiterführen usw. usf., nicht zu vergessen <a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/02/studie_afrikanische-Frauenorganisation.doc" target="_blank">gebildete MigrantInnen in Europa</a>, von  denen sich bis zu 75% gegen die Beendigung von Genitalverstümmelungen aussprechen – während der Anteil derer, die über die schwerwiegenden Folgen informiert sind, nur unwesentlich geringer ist.</strong></p></blockquote>
<p>Die dem irrigen ”Aufklärungsansatz” zugrunde gelegte Unkenntnis und Unwissenheit der “archaischen AfrikanerInnen” entspringt nun keineswegs einer unschuldigen Naivität der westlichen AkteurInnen – sondern spiegelt post-koloniale Überheblichkeit und Paternalismus wider und das dringende Bedürfnis, die TäterInnen zu entmündigen. Womöglich macht es der Gedanke, dass den Tätern gar nicht bewusst ist, was sie da anrichten, für viele gut-meinende WestlerInnen etwas erträglicher, sich überhaupt mit diesem Thema auseinanderzusetzen.</p>
<p>So werden z.B. solche Inhalte, wie gestern in der TAZ zu lesen, als Indiz gewertet, dass Aufklärung wichtig sei:</p>
<p><em>“Einmal, sagt die Frauenrechtlerin, lud sie einige Imame und Häuptlinge ein. Sie braucht die Dorfchefs, weil die Lizenzen ausstellen, ohne die die Frauen nicht praktizieren dürfen. “Wir haben ihnen einen Film über ein Initiationsritual gezeigt, danach waren sie so geschockt, dass ein Imam beschloss, seine acht Töchter nicht beschneiden zu lassen – gegen den Willen seiner Frau.”</em></p>
<blockquote><p><strong>In Wirklichkeit ist diese Aussage ein weiterer Beleg dafür, wie sehr der “Aufklärunsansatz” jedes Mal auf ganzer Linie scheitert – und bestenfalls in wenigen Ausnahmefällen eine Wirkung zeigt – sonst würde die Geschichte nämlich so lauten: </strong></p></blockquote>
<p><em>“Einmal, sagt die Frauenrechtlerin, lud sie einige Imame und Häuptlinge ein. Sie braucht die Dorfchefs, weil die Lizenzen ausstellen, ohne die die Frauen nicht praktizieren dürfen. “Wir haben ihnen einen Film über ein Initiationsritual gezeigt, danach waren sie so geschockt, dass sie sämtliche erteilte Lizenzen zurückforderten, verbrannten und von da an keiner Frau mehr genehmigten, Genitalverstümmelung zu praktizieren”. </em></p>
<blockquote><p><strong>Ein weitreichender, gravierender Unterschied! Ich will überhaupt nicht bezweifeln, dass es Ausnahmen, wie den o.g. Imam gibt – aber es sind und bleiben Ausnahmen -</strong> <strong>die in keinem Verhältnis zu Aufwand und Kosten stehen – während die überwiegende Mehrheit der “Aufgeklärten” weiterhin auf der Verstümmelung beharren. </strong></p>
<p><strong>Es muss endlich akzeptiert werden, dass Genitalverstümmelungen im vollen Bewusstsein der Konsequenzen verübt werden. So, wie jede andere Gewalt auch…Und dass endlich die Opfer geschützt werden müssen – anstatt Ressourcen in Verhandlungen mit den Tätern zu vergeuden um etwas, das de facto nicht verhandelbar ist, nämlich das universelle Recht der Kinder auf Leben, Würde, körperliche und seelische Unversehrtheit uvm.</strong></p></blockquote>
<p>Diese Erkenntnis und Einsicht ist unabdingbar, um den bisherigen Irrweg aufzugeben – und den Weg einzuschlagen – den allein seine Wirkung - d.h. ein messbares Ende der Verstümmelungen innerhalb kürzester Zeit - als den Richtigen kennzeichnen wird. Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt noch detaillierter darauf eingehen – aber soviel sei verraten: es können <a href="http://www.patenmaedchen.de/die_loesung.html" target="_blank">dieser</a> (für die entsprechenden Länder) und <a href="http://www.taskforcefgm.de/loesung/" target="_blank">dieser</a> (für Europa) sein…</p>
<p>(c) Ines Laufer 2010</p>
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		<title>&#8220;Genitalverstümmelung ist internalisiertes Patriarchat&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 21:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>

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		<description><![CDATA[DIE WELT im Gespräch mit Thomas von der Osten-Sacken, Geschäftsführer von WADI e.V. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft size-medium wp-image-3197" title="Irak" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/08/iStock_Irak-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" />In dem heutigen WELT-Interview <a href="http://www.welt.de/die-welt/debatte/article9204025/Ganz-pathetisch-Es-geht-um-Freiheit.html" target="_blank">&#8220;Ganz pathetisch: Es geht um Freiheit&#8221;</a> spricht der Publizist und Geschäftsführer von WADI e.V., Thomas von der Osten-Sacken, über Entwicklungshilfe, die &#8220;sogenannte muslimische Welt&#8221;, die &#8220;Nahost-Politik Obamas&#8221; und die Arbeit von WADI für ein Ende der Genitalverstümmelungen an Mädchen im Irak. Einige Auszüge:</h3>
<blockquote><p>&#8220;Heute sind Entwicklungshilfeorganisationen eher bürokratische Maschinen geworden. Wo es lohnt, mit guten Gehältern Krisenhopping zu machen, ist man dabei: ein interessantes Karrieremodell. Unsere monatlichen Kosten für 70 lokale Mitarbeiter und Projekte belaufen sich auf die Summe, die zwei UN-Mitarbeiter in Amman für ihren Einsatz im Irak erhalten. Das sind die Dimensionen! Nennen Sie uns doch Entwicklungszusammenarbeiter.&#8221;<span id="more-3191"></span>&#8230;</p>
<p>&#8220;In Sulaimaniya, wo ich arbeite, hat man keine Angst mehr vor dem Staat. Das führt zu einer unglaublichen Dynamik in einer Bevölkerung, die zu 70 Prozent unter 25 Jahre alt ist. Es bilden sich freie Medien, Frauen organisieren sich, und das alles in einer rasant kurzen Zeit. Meine Mitarbeiterinnen haben heute Facebook und Internet, organisieren Treffen und Demonstrationen, während ihre Großmütter Ende der 70er vielleicht das erste Auto zu Gesicht bekamen und noch Analphabetinnen waren.&#8221;</p>
<p>&#8230;</p>
<p>&#8220;In bestimmten iranischen Provinzen versucht jedes fünfte Mädchen, sich umzubringen. In Irakisch-Kurdistan haben wir jüngst eine Studie erstellt: Die Durchschnittsquote im Falle der Klitorisverstümmelung ist 72 Prozent. Drei Viertel der Frauen sind also betroffen.</p>
<p>Dieses Stückchen Körperfleisch, das es bei Männern wie Frauen überall auf der Welt gibt, dient lediglich der Lust. Eine Gesellschaft, der man derart sinnbildlich die Libido nimmt, kann nicht funktionieren. Wenn ganze Gesellschaften nicht mit dem Eros umgehen können, betrifft das natürlich auch die Männer&#8230;</p>
<p>In unserer Kampagne haben wir unglaublich viele Männer erlebt, die sagen: Danke, dass ihr das macht, denn wir leben in der Hölle. Viele geben erst den Frauen die Schuld. Aber sie verstehen jetzt, dass der Frau etwas genommen wurde, was man den eigenen Kindern nicht mehr nehmen will. Selbst in den abgelegensten Dörfern führe ich solche Gespräche mit Männern. Die Genitalverstümmelung ist internalisiertes Patriarchat&#8230;.&#8221;</p>
<p>&#8230;</p>
<p>&#8220;Saddam Hussein musste von außen gestürzt werden. Von innen hätte das nicht funktioniert. Die irakische Gesellschaft musste befreit werden. Die Intervention kam zu spät, man hätte schon 1991 handeln können. Gerade aber aus deutscher Perspektive muss man verstehen, dass manchmal nur die US Army oder eine andere Armee diesen Weg beschreiten kann. Anders im Iran. Dort könnte man durch eine Mischung aus Sanktionen und einer wirklichen Unterstützung der Opposition einen direkten Sturz oder eine Transformation des Systems bewirken.&#8221;</p></blockquote>
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		<title>Betrug an Spendern: Patenkindorganisationen dulden weiter Genitalverstümmelung</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 19:19:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemeldungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Patenmädchen vorsätzlich Schutz zu verweigern bedeutet Betrug an tausenden Spender/inne/n...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><img class="alignleft size-medium wp-image-4616" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/08/iStock_maedchen_1ernst-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />Hamburg, den 10.08.2010. Im September 2009 wurden mit der Patenmädchen-Kampagne erstmals schwere Kinderrechtsverletzungen in deutschen Entwicklungshilfeprojekten ans Licht gebracht: Die Organisationen Plan International, World Vision, Kindernothilfe und ChildFund dulden vorsätzlich die Genitalverstümmelung an bis zu 400.000 Patenmädchen in 18 Ländern.</h4>
<blockquote><p><strong>Alle Organisationen lehnen es nach wie vor ab, den Verzicht auf diese Gewalt in ihren Förderkriterien zu verankern und zur Bedingung für Hilfsmaßnahmen zu machen und vor allem auch den Schutz vor Verstümmelung von den Empfängergemeinden einzufordern.<span id="more-3069"></span></strong></p></blockquote>
<p>Mit ihrer Weigerung, die einfachsten Standards zum Schutz der gefährdeten Mädchen umzusetzen, handeln die Patenschaftsorganisationen nicht nur gegen die UN Kinderrechtskonvention von 1989, sondern begehen auch Betrug an tausenden Spendern.</p>
<p>Denn Spenden von bis zu 360 Euro pro Jahr werden einem Patenmädchen keine „bessere Zukunft“ bringen, wenn es dieser schweren Gewalt ausgeliefert wurde: Der Schaden für die Opfer und die gesamte Gesellschaft ist weder durch Impfungen, Brunnen oder Schulbesuche wieder gutzumachen. Auch die vereinzelten Projekte dieser Organisationen bieten keinen Schutz, denn hier wird seit Jahrzehnten mit „Aufklärung“ und „kultursensiblem Dialog“ die Genitalverstümmelung legitimiert, die Täter entmündigt und die Gewalt auf diese Weise aufrecht erhalten.</p>
<blockquote><p><strong>Kaum jemand durchschaut bisher diesen Betrug. Denn geschickte Rhetorik, z.B. Werbeaussagen wie „<em>Plan sorgt dafür, dass Mädchen wie Zaria aus Togo gesund aufwachsen können“ </em>oder <em>„Ihre regelmäßige Unterstützung sichert den Kindern … Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und </em><em>Diskriminierung“ </em>(Kindernothilfe), suggeriert uns, es werde doch bereits alles unternommen zum Schutz der Mädchen vor vermeidbarer Gewalt.</strong></p></blockquote>
<p>Auf den wachsenden öffentlichen Druck reagieren die Organisationen bis jetzt nicht etwa mit Schutzmaßnahmen für die Patenmädchen, sondern rechtfertigen ihre Duldungspolitik und passen schlichtweg ihre Werbebotschaften an. Es wird für uns alle also immer schwieriger, ohne fundiertes Hintergrundwissen die „schwarzen Schafe“ in der Entwicklungshilfebranche ausfindig zu machen, die durch Lügen und Duldung schwerer Kinderrechtsverletzungen das Vertrauen der Spenderinnen und Spender missbrauchen.<br />
Neben dem individuellen Leid der verstümmelten Mädchen ist es dieser Aspekt des Betrugs, warum unsere Gesellschaft die bisherige Politik der Patenorganisationen nicht länger hinnehmen darf.</p>
<p>Die Lösung für Frauen- und Kinderrechte in der Entwicklungshilfe: <a href="http://www.patenmaedchen.de/">www.patenmaedchen.de</a></p>
<p>Kontakt:</p>
<p>TaskForce für effektive Prävention von Genitalverstümmelung e.V.</p>
<p>Kontakt: Simone Schwarz, Pressesprecherin<br />
Telefon: 01803 &#8211; 767 346</p>
<p><a href="mailto:simone.schwarz@taskforcefgm.de">simone.schwarz@taskforcefgm.de</a></p>
<p><a href="http://www.taskforcefgm.de/AppData/Local/Microsoft/Windows/Temporary%20Internet%20Files/Lokale%20Einstellungen/AppData/Local/Microsoft/Windows/Temporary%20Internet%20Files/Content.IE5/UVIHNKKB/www.taskforcefgm.de">www.taskforcefgm.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Marie Nareku über Unversehrtheitskontrollen</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2010/06/marie-nareku-uber-unversehrtheitskontrollen/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 01:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[News international]]></category>
		<category><![CDATA[Check-up]]></category>
		<category><![CDATA[Genitalverstümmelung]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollen]]></category>
		<category><![CDATA[messbarer Schutz]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Unversehrtheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Kenia, im Mai 2010. Marie Nareku erklärt: Medizinische Check-ups sind der einzige Weg, die Unversehrtheit der Mädchen sicherzustellen! Durch dieses Instrument kann nicht nur messbarer Schutz für die Kinder erreicht werden. Vielmehr wird verhindert, dass die Praktik im Geheimen fortgeführt wird, denn Verstümmelungen würden nun systematisch aufgedeckt. Aber bislang hat keine einzige Entwicklungshilfe-organisation diese rettende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/06/CD61000017017-Nareku-1.jpg"></a>Kenia, im Mai 2010. Marie Nareku erklärt:</h4>
<h2><strong>Medizinische Check-ups sind der einzige Weg, die Unversehrtheit der Mädchen sicherzustellen!</strong></h2>
<h4>Durch dieses Instrument kann nicht nur messbarer Schutz für die Kinder erreicht werden. Vielmehr wird verhindert, dass die Praktik im Geheimen fortgeführt wird, denn Verstümmelungen würden nun systematisch aufgedeckt.</h4>
<h4>Aber bislang hat keine einzige Entwicklungshilfe-organisation diese rettende Maßnahme eingeführt &#8211; bis auf die Selbsthilfeorganisation Cafgem in Kenia: Marie Nareku betreut seit über 15 Jahren Projekte, in denen seit 2010 dieser <a href="http://www.patenmaedchen.de/die_loesung.html">fachliche Input der TaskForce</a> umgesetzt wird.</h4>
<h4>Marie Nareku ruft die europäischen Staaten auf, diesem Beispiel zu folgen und zum Schutz der gefährdeten Mädchen auch im Westen eine Untersuchungspflicht einzuführen:<span id="more-1102"></span></h4>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/CVeypueI-90" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/CVeypueI-90"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>TaskForce Mädchenschutz-Ansatz bei CAFGEM in Kenia eingeführt</title>
		<link>http://www.taskforcefgm.de/2010/06/taskforce-madchenschutz-ansatz-bei-cafgem-in-kenia-eingefuhrt/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 23:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TaskForce</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Genitalverstümmelung]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Patenkind]]></category>
		<category><![CDATA[TABU e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Unversehrtheits-Kontrolle]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Dortmunder Verein Tabu unterstützt seit Jahren das Projekt Cafgem in Kenia. 2010 hat der Verein das von der TaskForce entwickelte Instrument der Unversehrtheits-Kontrollen bei Cafgem eingeführt. Damit nimmt sich Tabu e.V. vor, den Mädchenschutz-Ansatz umzusetzen, den wir im Rahmen der Patenmädchen-Kampagne seit 2009 u.a. gemeinsam mit Tabu e.V., Wadi e.V. und Giordano Bruno Stiftung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>
<div id="attachment_400" class="wp-caption alignleft" style="width: 219px"><img class="size-medium wp-image-400" title="Motiv der Patenmädchen-Kampagne" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/02/MONTAGEN02klein-209x300.jpg" alt="Motiv der Patenmädchen-Kampagne" width="209" height="300" /><p class="wp-caption-text">Ein Motiv unserer Patenmädchen-Kampagne, die konsequenten Schutz für Mädchen in Entwicklungshilfeprojekten fordert</p></div>
<p>Der Dortmunder Verein Tabu unterstützt seit Jahren das Projekt Cafgem in Kenia. 2010 hat der Verein das von der TaskForce entwickelte Instrument der Unversehrtheits-Kontrollen bei Cafgem eingeführt.</h2>
<h4>Damit nimmt sich Tabu e.V. vor, den Mädchenschutz-Ansatz umzusetzen, den wir im Rahmen der <a href="http://www.patenmaedchen.de">Patenmädchen-Kampagne</a> seit 2009 u.a. gemeinsam mit Tabu e.V., Wadi e.V. und Giordano Bruno Stiftung von den großen Patenkind-Organisationen einfordern.</h4>
<h4>Hier wird die Unversehrtheit der Cafgem-Schülerinnen durch einen kurzen und schmerzlosen Check-up medizinisch festgestellt. Nur mit Hilfe von Kontrollen kann sichergestellt werden, dass Mädchen nicht doch heimlich verstümmelt werden. Allerdings ist die Umsetzung bei Cafgem noch nicht konsequent: an der Untersuchung nehmen jene Mädchen teil, deren Eltern eine Abkehr von der Praktik bereits bekundet haben. Manche Mädchen bleiben der Untersuchung fern und werden in andere Schulen geschickt oder ganz aus der Schule genommen.</h4>
<h4><span id="more-1033"></span></h4>
<blockquote>
<h4>Die Check-Ups können als Gegenleistung für Hilfsmaßnahmen in jedem Projekt umgesetzt werden und lassen sich beliebig kombinieren mit allgemeiner Gesundheitsvorsorge und Impfungen.</h4>
</blockquote>
<h4>Nach der Untersuchung bekommen die Mädchen eine “Unversehrtheits-Urkunde”. Durch die Verteilung der Urkunden und anschließendes gemeinsames Essen und Feiern wird der Check-Up für die Kinder positiv besetzt:  Sie können sich darüber freuen, auch wenn sie erst später vollends begreifen können, vor welchem Leid sie diese Maßnahme zu beschützen hilft.</h4>
<blockquote>
<h4>Wir setzen uns dafür ein, dass dieser mindeste Schutz-Standard für alle Mädchen in Entwicklungsprojekten der entsprechenden Risikoländer umgesetzt wird. Nähere Informationen zu diesem schutz-orientierten Ansatz, den wir speziell für Patenkind-Programme erarbeitet haben, finden sich auf <a href="http://www.patenmaedchen.de" target="_blank">www.patenmaedchen.de/loesung</a>.</h4>
</blockquote>
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		<title>Ja: Genitalverstümmelung und Unabhängigkeit der Frauen haben miteinander zu tun: Aber anders, als Sie denken.</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 21:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ines Laufer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei einem Meinungsaustausch heute ging es darum, dass Frauen unabhängig werden müssen, dann wird auch die Verstümmelung aufhören. Vielleicht ist Ihnen diese Aussage auch schon einmal begegnet. Sie basiert auf dem Wissen dass die wichtigste Ursache der Verstümmelungen in den Abhängigkeitsverhältnissen zu finden ist. Ganz ehrlich: Auch ich war jahrelang davon überzeugt, dass gravierende, patriarchal konstruierte Abhängigkeiten von Frauen gegenüber Männern DIE [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><img class="alignleft size-medium wp-image-987" title="Frauen_Senegal" src="http://www.taskforcefgm.de/wp-content/uploads/2010/05/Frauen_Senegal-278x300.jpg" alt="" width="278" height="300" />Bei einem Meinungsaustausch heute ging es darum, dass Frauen unabhängig werden müssen, dann wird auch die Verstümmelung aufhören.</h2>
<p>Vielleicht ist Ihnen diese Aussage auch schon einmal begegnet. Sie basiert auf dem Wissen dass die wichtigste Ursache der Verstümmelungen in den Abhängigkeitsverhältnissen zu finden ist.</p>
<p>Ganz ehrlich: Auch ich war jahrelang davon überzeugt, dass gravierende, patriarchal konstruierte Abhängigkeiten von Frauen gegenüber Männern DIE Ursache dafür sind, dass so etwas wie Genitalverstümmelungen überhaupt möglich wird &#8211; und man zunächst versuchen müsse, eben diese Ursache zu beseitigen.</p>
<p>Heute weiß ich, dass das nur die halbe Wahrheit ist &#8211; und aus einem ganz simplen Grund NICHT funktionieren kann:<strong> <span id="more-986"></span></strong></p>
<blockquote><p><strong>Die kausalen Zusammenhänge bestehen nicht linear in eine Richtung &#8211; (Abhängigkeit führt zu FGM) &#8211; sondern in einer starken Wechselwirkung:   Die  Gewalt der Verstümmelungen &#8211; ihre physischen und vor allem psychischen Folgen (schwere individuelle und kollektive Traumata, Dissoziation, Verdrängung, &#8220;Identifikation mit dem Aggressor&#8221; etc.) führt zur Zementierung der Abhängigkeitsverhältnisse und somit zur Festigung der eigenen Ursache: </strong></p>
<p><strong>Die Verstümmelungen sind also nicht nur die  FOLGE von Abhängigkeit, Unterdrückung und Diskriminierung &#8211; sondern auch deren URSACHE! </strong></p></blockquote>
<p>Das hört sich erstmal harmlos an, aber das, was sich daraus ergibt, ist ein völlig neues Bild: Statt &#8221;Unabhängigkeit ist der Schlüssel zur Beendigung von Genitalverstümmelungen&#8221; heißt es jetzt:</p>
<blockquote><p><strong>Ohne den STOPP von Genitalverstümmelungen kann es keine Unabhängigkeit geben!</strong></p></blockquote>
<p>Das bedeutet, dass sämtliche bisherigen Ansätze zur Abschaffung von FGM auf den Kopf gestellt werden müssen!</p>
<p>Ich weiß, es hört sich im ersten Moment vielleicht paradox an &#8211; aber es ist wahr:</p>
<blockquote><p><strong>Erst wenn die Verstümmelungen gestoppt, d.h. die künftigen Generationen konsequent geschützt werden &#8211; und zwar unabhängig davon, ob die Täter/Familienoberhäupter überzeugt sind oder nicht (was mit massivem Druck und Konsequenz, d.h. Bestrafung, wirtschaftlichen Konsequenzen etc durchzusetzen ist) &#8211; erst dann besteht überhaupt die Chance, die Ursachen (u.a. die extremen Abhängigkeitsverhältnisse) zu beseitigen &#8211; und damit die Verstümmelungen nachhaltig und langfristig mitsamt der &#8220;Wurzel des Übels&#8221; zu beseitigen.</strong></p></blockquote>
<p>Wer also Genitalverstümmelungen wirklich beenden will &#8211; und zwar nachhaltig &#8211; muss im allerersten Schritt die &#8220;Produktion&#8221; weiterer Opfer stoppen &#8211; d.h. die Kinder wirksam schützen! Erst danach machen materielle Investitionen in die Unabhängigkeit (wie z.B. Bildung &amp; Ausbildung) überhaupt einen Sinn.</p>
<blockquote><p><strong>Mit unserer </strong><a href="http://www.patenmaedchen.de" target="_blank"><strong>Patenmädchen-Kampagne</strong></a><strong> (www.patenmaedchen.de) haben wir für dieses Prinzip erstmals praktikable </strong><a href="http://www.patenmaedchen.de/die_loesung.html" target="_blank"><strong>Schritte</strong></a><strong> erarbeitet, die einfach zu realisieren sind &#8211; und nicht einmal Geld kosten &#8211; und von afrikanischen AktivistInnen einfach als &#8220;genial&#8221; bewertet werden.</strong></p></blockquote>
<p>Diese simplen und dennoch revolutionären Erkenntnisse werden bislang von keiner einzigen westlichen Organisation umgesetzt. Und es verwundert kaum, dass ausgerechnet diejenigen Vereine, die <a href="http://www.patenmaedchen.de/PDF/400000_Patenmaedchen.pdf" target="_blank">tausende Mädchen in ihren &#8220;Entwicklungshilfeprojekten&#8221; hilflos der Verstümmelung ausliefern </a>sich und aufgrund der Unterlassung von Schutz an diesen Verbrechen mit schuldig machen, wie z.B. Plan International, World Vision, Kindernothilfe und Childfund, sich dafür blind und taub stellen: Sie wollen weiter auf ihren <a href="http://www.taskforcefgm.de/2010/05/genitalverstummelung-und-der-irrweg-namens-aufklarung/" target="_blank">Irrwegen</a> Gelder, Ressourcen, Energie &#8211; und nicht zuletzt das Vertrauen der SpenderInnen vergeuden. Das geht so weit, dass sie den <a href="http://www.taskforcefgm.de/2010/05/genitalverstummelung-und-der-sadismus-der-taterinnen/" target="_blank">Verstümmelungs-TäterInnen zu Wohlstand verhelfen</a>, anstatt die Opfer zu schützen.</p>
<p>Wie lange sie auf diese Weise die Bemühungen um den Schutz von Mädchen vor Genitalverstümmelung praktisch torpedieren können, entscheiden auch die SpenderInnen. Und die Öffentlichkeit&#8230;</p>
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