Hamburg: Diskussions-Veranstaltung zum “Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit”

Die TaskForce diskutiert mit Plan International und Terre des Femmes den Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit

Die TaskForce diskutiert mit Plan International und Terre des Femmes den Umgang mit Genitalverstümmelung in der Entwicklungszusammenarbeit

Am Donnerstag, den 10. November 2011 veranstaltet das  “Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.” ab 18:30 Uhr im Gemeindezentrum Campus/Christianskirche Ottenser Marktplatz 8, Hamburg- Altona
eine spannende Diskussion zum Thema “Umgang mit Genitalverstümmelung in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit”.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit bis zu 170 Millionen Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM) betroffen.

Weibliche Genitalverstümmelung wird heute in zahlreichen internationalen und afrikanischen Konventionen und Aktionsprogrammen als schwere Verletzung der Kinder- und Menschenrechte anerkannt und verurteilt.

Die individuellen und gesellschaftlichen Folgen dieser Praktiken sind gravierend. Die weibliche Genitalverstümmelung ist deshalb ein wichtiges Entwicklungs- und Menschenrechtsthema:  [Read more...]

Warum “Information und Aufklärung” im Kampf gegen Genitalverstümmelung nicht zum Ziel führt – und wie sich der Westen damit zum Komplizen macht

Genitalverstümmelungen werden nicht aufgrund mangelnder Bildung oder Information verübt, sondern um die ideologischen und materiellen Interessen der Familien durchzusetzen
Genitalverstümmelungen werden nicht aufgrund mangelnder Bildung oder Information verübt, sondern um die ideologischen und materiellen Interessen der Familien durchzusetzen

Seit Jahrzehnten propagieren und finanzieren Nichtregierungsorganisationen, Aktivisten und Politiker die Strategie der “Information und Aufklärung” als Maßnahme, um  die Gewalt der Genitalverstümmelung zu beenden:

Indem Bevölkerung und Regierung  in den Verstümmelungsländern – aber auch Migranten hier in Europa – über die schädlichen Folgen der Genitalverstümmelung “informiert und aufgeklärt” werden, sollen sie davon überzeugt werden, künftig ihre Töchter unversehrt aufwachsen zu lassen.

Diese Strategie hat einen Haken:  [Read more...]

Genitalverstümmelung steht im Irak ab sofort unter Strafe

wadi e.V, Berlin/Suleymaniah:  Der 22. Juni war ein guter Tag für die Frauen und Mädchen aus dem Nordirak. Mit großer Mehrheit hat sich das Regionalparlament in der kurdischen Autonomieregion des Irak für die Annahme eines Gesetzes ausgesprochen, das die Verstümmelung weiblicher Genitalien (FGM) künftig verbietet. Demnach macht sich künftig strafbar, wer aus traditionellen, religiösen oder anderen Gründen die gerne als »Beschneidung« beschönigte Operation an Frauen oder Mädchen durchführt.

Jahrzehntelang verschwiegen stellt FGM ein erhebliches Problem im Nordirak dar. Erst Studien, die seit 2007 von WADI mit lokalen Partnerorganisationen durchgeführt wurden zeigten, dass deutlich mehr als 60 Prozent der Frauen und Mädchen in der Region genital verstümmelt wurden. [Read more...]

Plan International verhöhnt Spender, Öffentlichkeit und misshandelte Patenkinder

 

Obwohl Plan International rund 1/4 Mio. Patenmädchen der Verstümmelung überlässt, sagen sie den Spendern: Plan schützt Mädchen

Obwohl Plan International rund 1/4 Mio. Patenmädchen der Verstümmelung überlässt, sagen sie den Spendern: Plan schützt Mädchen

Falsche Werbe-Versprechen vs. Duldung schwerer Kinderrechtsverletzungen 

Hamburg, den 19.04.2011: Plan International gehört neben World Vision, Kindernothilfe und ChildFund zu jenen Vereinen, die seit 2009 im Rahmen der Patenmädchen-Kampagne von tausenden Menschen kritisiert werden für ihre Weigerung, insgesamt fast eine halbe Million Patenmädchen vor Genitalverstümmelung zu schützen.  

Seitdem rechtfertigt Plan International die Duldung gegenüber der Verstümmelungsgewalt mit kulturrelativistischen und paternalistischen Aussagen, präsentiert aber neuerdings Besuchern der Website folgende Überschrift zum Thema Genitalverstümmelung:    

Plan schützt Mädchen – Plan setzt sich massiv für die Beendigung dieser gewaltsamen Praktik ein“.  

Mit dieser nachweislich falschen Werbe-Aussage wird es für die Öffentlichkeit und die Spender fast unmöglich, ohne fundiertes Hintergrundwissen den tatsächlichen Betrug zu erkennen. In der Praxis erhalten die Patenmädchen eben keinen Schutz, sondern werden unter dem Deckmantel eines sogenannten „partnerschaftlichen, respektvollen Dialogs“ der Verstümmelung überlassen: [Read more...]

FGM und der Irrweg “Aufklärung”

Was die Umwege, Irrwege und den Weg zum Ziel voneinander unterscheidet.

Den TAZ-Artikel, um den sich schon mein gestriger Beitrag drehte, nehme ich mir heute noch einmal vor, denn er demonstriert beispielhaft die unreflektierte, irreführende aber leider gängige Botschaft, dass das Ende von Genitalverstümmelungen auf dem Weg der ”Bildung und Aufklärung” zu erreichen sei.

Um diesen Weg als Mythos zu entlarven – und mit aller Vehemenz zu widersprechen, muss ich keine Hellseherin sein. Im Gegenteil: ein aufmerksamer Blick in die Vergangenheit und Gegenwart reicht vollkommen aus:

Nach mehr als 30 Jahren intensiver ”Aufklärung”, vor allem in den afrikanischen Verstümmelungs-Ländern sollte endlich eingesehen werden: Das muss der falsche Weg sein – denn er hat zu praktisch keiner Veränderung, d.h. zu keinem Ende der Verstümmelungen geführt. [Read more...]

“Genitalverstümmelung ist internalisiertes Patriarchat”

In dem heutigen WELT-Interview “Ganz pathetisch: Es geht um Freiheit” spricht der Publizist und Geschäftsführer von WADI e.V., Thomas von der Osten-Sacken, über Entwicklungshilfe, die “sogenannte muslimische Welt”, die “Nahost-Politik Obamas” und die Arbeit von WADI für ein Ende der Genitalverstümmelungen an Mädchen im Irak. Einige Auszüge:

“Heute sind Entwicklungshilfeorganisationen eher bürokratische Maschinen geworden. Wo es lohnt, mit guten Gehältern Krisenhopping zu machen, ist man dabei: ein interessantes Karrieremodell. Unsere monatlichen Kosten für 70 lokale Mitarbeiter und Projekte belaufen sich auf die Summe, die zwei UN-Mitarbeiter in Amman für ihren Einsatz im Irak erhalten. Das sind die Dimensionen! Nennen Sie uns doch Entwicklungszusammenarbeiter.” [Read more...]

Betrug an Spendern: Patenkindorganisationen dulden weiter Genitalverstümmelung

Hamburg, den 10.08.2010. Im September 2009 wurden mit der Patenmädchen-Kampagne erstmals schwere Kinderrechtsverletzungen in deutschen Entwicklungshilfeprojekten ans Licht gebracht: Die Organisationen Plan International, World Vision, Kindernothilfe und ChildFund dulden vorsätzlich die Genitalverstümmelung an bis zu 400.000 Patenmädchen in 18 Ländern.

Alle Organisationen lehnen es nach wie vor ab, den Verzicht auf diese Gewalt in ihren Förderkriterien zu verankern und zur Bedingung für Hilfsmaßnahmen zu machen und vor allem auch den Schutz vor Verstümmelung von den Empfängergemeinden einzufordern. [Read more...]

Marie Nareku über Unversehrtheitskontrollen

Kenia, im Mai 2010. Marie Nareku erklärt:

Medizinische Check-ups sind der einzige Weg, die Unversehrtheit der Mädchen sicherzustellen!

Durch dieses Instrument kann nicht nur messbarer Schutz für die Kinder erreicht werden. Vielmehr wird verhindert, dass die Praktik im Geheimen fortgeführt wird, denn Verstümmelungen würden nun systematisch aufgedeckt.

Aber bislang hat keine einzige Entwicklungshilfe-organisation diese rettende Maßnahme eingeführt – bis auf die Selbsthilfeorganisation Cafgem in Kenia: Marie Nareku betreut seit über 15 Jahren Projekte, in denen seit 2010 dieser fachliche Input der TaskForce umgesetzt wird.

Marie Nareku ruft die europäischen Staaten auf, diesem Beispiel zu folgen und zum Schutz der gefährdeten Mädchen auch im Westen eine Untersuchungspflicht einzuführen: [Read more...]

TaskForce Mädchenschutz-Ansatz bei CAFGEM in Kenia eingeführt

Motiv der Patenmädchen-Kampagne

Ein Motiv unserer Patenmädchen-Kampagne, die konsequenten Schutz für Mädchen in Entwicklungshilfeprojekten fordert

Der Dortmunder Verein Tabu unterstützt seit Jahren das Projekt Cafgem in Kenia. 2010 hat der Verein das von der TaskForce entwickelte Instrument der Unversehrtheits-Kontrollen bei Cafgem eingeführt.

Damit nimmt sich Tabu e.V. vor, den Mädchenschutz-Ansatz umzusetzen, den wir im Rahmen der Patenmädchen-Kampagne seit 2009 u.a. gemeinsam mit Tabu e.V., Wadi e.V. und Giordano Bruno Stiftung von den großen Patenkind-Organisationen einfordern.

Hier wird die Unversehrtheit der Cafgem-Schülerinnen durch einen kurzen und schmerzlosen Check-up medizinisch festgestellt. Nur mit Hilfe von Kontrollen kann sichergestellt werden, dass Mädchen nicht doch heimlich verstümmelt werden. Allerdings ist die Umsetzung bei Cafgem noch nicht konsequent: an der Untersuchung nehmen jene Mädchen teil, deren Eltern eine Abkehr von der Praktik bereits bekundet haben. Manche Mädchen bleiben der Untersuchung fern und werden in andere Schulen geschickt oder ganz aus der Schule genommen.

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Ja: Genitalverstümmelung und Unabhängigkeit der Frauen haben miteinander zu tun: Aber anders, als Sie denken.

Bei einem Meinungsaustausch heute ging es darum, dass Frauen unabhängig werden müssen, dann wird auch die Verstümmelung aufhören.

Vielleicht ist Ihnen diese Aussage auch schon einmal begegnet. Sie basiert auf dem Wissen dass die wichtigste Ursache der Verstümmelungen in den Abhängigkeitsverhältnissen zu finden ist.

Ganz ehrlich: Auch ich war jahrelang davon überzeugt, dass gravierende, patriarchal konstruierte Abhängigkeiten von Frauen gegenüber Männern DIE Ursache dafür sind, dass so etwas wie Genitalverstümmelungen überhaupt möglich wird – und man zunächst versuchen müsse, eben diese Ursache zu beseitigen.

Heute weiß ich, dass das nur die halbe Wahrheit ist – und aus einem ganz simplen Grund NICHT funktionieren kann: [Read more...]

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